Wenn es im Frühjahr und Sommer endlich warm wird, ist es Zeit für den Garten: Doch was wäre ein Garten, ohne ein kleines oder größeres Gartenhaus? Während ein kleineres Gartenhäuschen den benötigten Gartengeräten und anderem Zubehör ein dichtes Dach über dem Kopf bietet, lässt sich ein größeres Gartenhaus sogar als gemütliches Gästezimmer im Grünen nutzen. Ob für die wilde Gartenparty am Abend oder als Platz für die gedeckte Kaffeetafel: Eine große Auswahl an Gartenhäusern und dem entsprechenden Zubehör bietet für jeden Geschmack und für jede Größe das Passende.
Wozu dient ein Gartenhaus?
Wer einen Garten besitzt, braucht entsprechende Geräte, mit denen er dort die anfallenden Arbeiten erledigt: Gießkanne, Rasenmäher, Spaten, Laubhäcksler, Hacke und Harke. Alle Geräte lassen sich in einem Gerätehaus sicher und vor Wind und Wetter geschützt aufbewahren. So bleiben alle Gartengeräte lange funktionstüchtig und rosten nicht. Auch die Gartenmöbel, mit denen das Leben im Garten erst richtig gemütlich ist, überwintern in einem Gerätehaus gut geschützt.
Wer häufig Besuch in seinem Garten bewirten möchte, kann sich ein massives Blockbohlenhaus oder ein anderes Gartenhaus aus Holz als Gästehaus einrichten. Dieses bietet nicht nur für die Gäste, sondern auch für den Gartenbesitzer selbst eine wunderbare Oase, an die er sich gerne zurückzieht, um sich dort zu erholen.
Es gibt eine große Auswahl unterschiedlicher Bauformen, die sich als Gartenhäuser eignen. Die einzelnen Gartenhäuser unterscheiden sich dabei nicht nur in ihrer Größe, sondern auch durch die beim Bau verwendeten Materialien und die Dachkonstruktion. Ob ein Gartenhaus mit einem Flachdach oder einem Satteldach gewählt wird, hängt von der gewünschten Nutzung und der persönlichen Vorliebe ab.
Wer ein besonders robustes Gartenhaus sein eigen nennen möchte, kann ein sogenanntes Blockbohlenhaus wählen: Diese Art der Gartenhäuser besteht aus großen, fest miteinander verbundenen Holzstämmen. Diese sind imprägniert, so dass sie nicht von Ungeziefer befallen werden können. Ein Blockbohlenhaus ist außerordentlich stabil. Allerdings benötigt ein solches Blockbohlenhaus den entsprechenden Platz auf dem Gartengrundstück. Ist dagegen nur wenig Platz vorhanden, wird ein entsprechend kleineres Gartenhaus aufgebaut: Dank der großen Auswahl und mit dem nötigen Zubehör sollte die Wahl nicht schwer fallen. Am Besten ist es, wenn zunächst die zur Verfügung stehende Fläche bestimmt und ausgemessen wird. Auf diese Weise lässt sich die Auswahl für das Gartendomizil ein wenig eingrenzen.
Welche Arten der Konstruktion gibt es?
Für die Auswahl des passenden Gartenhauses spielt nicht nur der Platz eine Rolle, der im Garten für den Bau zur Verfügung steht, sondern auch die Wahl des entsprechenden Bausystems:
Ein Haus im Garten aus einzelnen Elementen:
Wird ein Haus im Elementbau-System gewählt, sind alle Elemente bereits passend waagerecht oder senkrecht vorgefertigt. Sie brauchen nur noch zusammengesteckt und miteinander verschraubt zu werden. Diese Konstruktion eines Gartenhauses ist besonders einfach und gelingt in relativ kurzer Zeit. Für die Montage der einzelnen Elemente sind fast keine Vorkenntnisse nötig, da alles perfekt aufeinander abgestimmt ist. Bei einem Gartenhaus in Elementbauweise ist die Auswahl riesig, es gibt diese Gartenhäuser sowohl als kleine Hüttchen, als auch in relativ großen Varianten. Da die einzelnen Elemente so gut ineinander passen, lassen sie sich auch individuell zusammenstellen und konfigurieren.
Steht nur wenig Platz im Garten zur Verfügung, werden einfach kleinere Elemente zusammengebaut. Soll das gewählte Gartenhaus eine ganz bestimmte Form haben, lässt sich mit einem Elementbau-System auch dieser Wunsch verwirklichen.
Gesteckt und verschraubt: Mit dem Steck- und Schraubsystem
Gartenhäuser, die nach dem Steck- und Schraubsystem konstruiert wurden, werden einfach zusammengesteckt und miteinander verschraubt. Die einzelnen Bretter werden als Profilbretter ausgebildet und geliefert, ebenso das für den Aufbau nötige Zubehör. Die außen angebrachten Leisten sorgen dafür, dass sowohl die Stirnkante des Hauses, als auch die Köpfe der Nägel vor Sonne, Wind und Regen geschützt werden. Wer sich bei der Auswahl des Gartenhauses für eines mit Steck- und Schraubsystem entscheidet, bekommt ein besonders robustes Gartenhaus aus Holz. Dank seiner besonderen Bauweise ist dieses Haus besonders gut vor der Witterung geschützt, hält Eis und Schnee ebenso stand, wie Sturm, Regen und praller Sonne. Es schadet dem Gartenhaus überhaupt nicht, wenn es ungeschützt auf einer freien Fläche aufgebaut wird. Wer geschickt genug ist, und diese Art von Gartenhäusern selbst aufbauen kann, kann eine ganze Menge Geld dabei sparen.
Wie im wilden Westen: Ein Blockbohlenhaus
Ein Blockbohlenhaus ist eine besonders beliebte Konstruktionsart für Gartenhäuser. Die verwendeten Stämme aus Holz sind entweder rund oder viereckig und werden fest miteinander verbunden. Auch ein Gartenbesitzer, der handwerklich weniger erfahren ist, meistert den Aufbau eines Blockbohlenhauses in aller Regel problemlos und schnell. Da für den Aufbau eines Blockbohlenhauses massive Holzstämme verwendet werden, ist dieses außerordentlich stabil und lange haltbar. Mit Türen und Fenstern versehen, wird aus einem einfachen Gartenhaus fast ein kleiner Zweitwohnsitz im Grünen. Es gibt für Blockbohlenhäuser und auch für die anderen Gartenhäuser eine große Auswahl an Zubehör, sodass sich mit diesen alle persönlichen Wünsche verwirklichen lassen. Die Bauform bietet noch einen ganz besonderen Vorteil: Da es aus massivem Holz besteht, wird der Innenraum natürlich klimatisiert. Das Raumklima ist so wunderbar ausgeglichen, dass selbst im Winter nur wenig geheizt werden muss. Ist es im Sommer brütend heiß, sorgt das Holz des Hauses innen für ein kühles und angenehmes Raumklima. So wird der Aufenthalt in Ihrem Gartenhaus immer erholsam.
Außerdem isoliert das massive Holz außerordentlich gut. Diese Eigenschaft schätzten bereits die Trapper im Wilden Westen, die in ihren Blockhütten das ganze Jahr über lebten. Deswegen kann das Blockbohlenhaus mit ganz normalen Möbeln eingerichtet und zu einem richtigen Wohnzimmer im Grünen werden.
Sind Gartenhäuser aus Metall und Kunststoff eine Alternative zu Holz?
Alle bisher erwähnten Konstruktionen haben eine Gemeinsamkeit: Sie bestehen aus dem natürlichen Baustoff Holz. Allerdings werden auch Gerätehäuser und andere kleine Häuser für den Garten angeboten, die aus Kunststoff oder Metall gefertigt wurden.
Ein Gerätehaus aus Metall: Robust und resistent
Aus Metall gefertigte Gartenhäuser werden in der Regel als Gerätehaus genutzt. Sie sind außerordentlich praktisch, besonders robust und einbruchsicher. Da das verwendete Metall in aller Regel verzinkt und beschichtet ist, hält es außerordentlich lange und bietet den Gartengeräten und anderem Zubehör eine wetterfeste Unterkunft. Bevor das Gerätehaus aus Metall aufgestellt werden kann, sollte ein entsprechendes Fundament für die nötige Stabilität sorgen. Auf diesem wird der Bodenrahmen errichtet. Da ein solches Gerätehaus aus Metall nur eine geringe Isolierung hat, eignen sich derartige Häuser weniger für einen gemütlichen und entspannenden Aufenthalt im Garten. Dafür sind in ihnen Gartenmöbel, Gartengeräte und alles andere Zubehör sicher aufgehoben.
Gartenhäuser aus Kunststoff: Herrlich unkompliziert
Preiswert und praktisch: So lassen sich die Vorteile einer Gartenhütte aus Kunststoff einfach beschreiben. Das kleine Haus lässt sich besonders einfach, schnell und leicht aufbauen. Dabei werden die einzelnen Teile der Wände einfach ineinander gesteckt und miteinander verbunden. Zu guter Letzt kommt noch das Dach aufs Hüttchen - fertig. Allerdings ist ein Gerätehaus aus Kunststoff nicht so stabil, wie ein Gerätehaus aus Holz oder Metall. Wer die Wände des Gartenhauses berührt, weil er mit seinen großen Gartengeräten rangieren muss, beschädigt dieses schnell. Dafür ist ein stabileres Gerätehaus deutlich besser geeignet. Wer jedoch nur einen unkomplizierten Abstellraum für die Gartenstühle und den Rechen braucht, für den kann eine kleine Gartenhütte aus Kunststoff genau das Richtige sein.
Die Auswahl der Dachformen: Alles eine Frage der Optik
Wie bei den großen Häusern auch, unterscheiden sich die Gartenhäuser hinsichtlich der verwendeten Dachform: Je nach Größe und Ausstattung steht ein Satteldach, Runddach, Pultdach oder Flachdach zur Auswahl. Dabei besteht der wesentliche Unterschied zwischen den einzelnen Dachformen in der Optik. Ein rundes Dach sorgt beispielsweise für einen klaren und modernen Look des Gartenhauses. Wer auf eine klare Linienführung im Garten Wert legt, wählt ein Flachdach. Eine geringe Neigung von 2° sorgt dafür, dass das Wasser bei Regen schnell wieder vom Dach laufen kann. Allerdings ist ein Flachdach nicht so gut geeignet, wenn es in der Gegend, in der das Gartenhaus steht, häufig und viel schneit. Eine hohe Schneedecke kann die gesamte Konstruktion schwer belasten und sogar zum Einsturz bringen. Ein Pultdach bietet innen im Haus zusätzlichen Platz, um dort beispielsweise an den hohen Seitenwänden eine hohe Leiter unterzubringen. Das Satteldach ist von allen Dachformen für Gartenhäuser sicherlich die bekannteste. Ein Satteldach besteht dabei aus zwei gegeneinander geneigten Dachflächen. Je nach den persönlichen Vorlieben lässt sich die Dachneigung dabei durchaus variieren. Fällt Schnee, rutscht dieser von den schrägen Dachflächen herunter und liegt nicht auf der Konstruktion des Gartenhauses.
Welche Dacheindeckung ist die richtige?
Gartenhäuser und Gerätehäuser sind erst dann komplett, wenn das Dach entsprechend eingedeckt und dicht ist. Die Art der Dacheindeckung richtet sich in erster Linie nach der Konstruktion des Gartenhauses. Es ist relativ egal, ob auf dem Gartenhaus ein Satteldach oder ein Flachdach errichtet wird, entscheidend ist die Eindeckung. Diese sorgt dafür, dass der Raum im Häuschen trocken und sauber bleibt. Ganz normale Dachpappe reicht dabei für den Schutz aus, wenn sie sorgfältig auf das Dach aufgebracht und sicher befestigt wird. Soll das Dach des Gartenhauses das Innere besonders zuverlässig vor Wind und Wetter schützen, lässt sich die Dachpappe zusätzlich mit Bitumenschindeln verstärken. Ebenso sind Wellblech, Kunststoffprofile, Schindeln aus Holz und selbstverständlich auch Dachziegeln für die Dacheindeckung geeignet, je nach Konstruktion und Tragfähigkeit des Hauses.
Gewächshäuser – Gärten für das ganze Jahr
Mit einem Gewächshaus können Sie Ihre Pflanzen selber vorziehen und erst dann ins Beet setzen, wenn auch draussen die richtign Temperaturen vorherrschen, damit die Pflanzen gut gedeihen können. Gewächshäuser finden Sie in vielen Größen und Ausführungen: als Foliengewächshaus oder auch als stabile Konstruktion mit Kunststoffglas. Ersteres bietet sich an, wenn Sie das Gewächshaus nur saisonal für den Anbau von Tomaten und anderen kälteempfindlichen Pflanzen nutzen wollen. Ein großes Glasgewächshaus ist dann schon eher für die ganzjährige Nutzung oder für exotische Pflanzen angebracht.
Wer im Garten nur wenig Platz für ein großes Gewächshaus hat, interessiert sich möglicherweise für ein kleineres Anzuchtbeet oder ein Zimmergewächshaus: Diese kleinen Mini-Treibhäuser eignen sich wunderbar dazu, um bereits früh im Jahr Jungpflanzen vorzuziehen, ohne sie der Frostgefahr auszusetzen.