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trudi
Heu verrottet schneller als Stroh.Stroh hält dafür die Feuchtigkeit stabiler.Ich würde dazwischen(wenn aufgeschichtet,nicht am Rand herum)Gartenerde dazu geben,dies aus dem Grund weil es bei uns sehr selten regnet vom Frühling bis zum Herbst und so doch mehr Feuchtigkeit bleibt.Auch die Ernährung der Kartoffelpflanzen ist so gegeben.Darüber wieder Grasschnitt Heu und oder Stroh.Mache dies bei der Erdkultur auch so.Für mich ist es weder Kompost oder Erdersatz sondern Schutz vor dem Austrocknen und wärmedämmend.
Stone hoffentlich schreibe dir nicht quer drein!!Deine Berichte über deine Türme finde ich übrigens super!Leider bekomme ich in Kroatien nur wenige Sorten.Auch die Schweiz scheint mir gegen Deutschland noch bescheiden,obwohl dank Pro Specie Rara und Bioterra es immer mehr werden.Trudi
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Gast10153
nein, trudi hat es schon richtig erklärt (danke trudi
)
Bei den Türmen gebe ich Stroh nur deshalb rein, weil es ein Zusammensacken des Turms verhindert und das seitliche Herauswachsen fördert. Die Kartoffel selbst wächst eigentlich in der Erde zwischen den Strohschichten und maximal einige Ausläufer wachsen in das Stroh hinein. Im Freiland mache ich bei den Kartoffeln gar nichts. Die wachsen in reiner Erde.
Alle Experimente, die ich im Internet mit Stroh (ausschließlich Stroh, ohne Erde) gesehen habe sind gescheitert. Der Anbau auf Erdboden unter einer Strohschicht kann funktionieren. Die Qualität der Knollen ist aber auch hier nicht sehr gut und Grüne Knollen sowie Schnecken sind die Folge.
In Kübeln und Kisten habe ich mit Hackschnitzeln als Drainage gute Erfahrungen gemacht. Das spart auch Erde. Zum Mulchen sind die Hackschnitzel aber nicht gut geeignet.
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buebchen
Hier noch mal die genaue Anleitung für einen Kartoffelturm. Als erstes macht man eine Schicht Pflanzen oder Komposterde, so ungefähr 15-20 cm in den Turm. Dort steckt man die ersten Steckkartoffeln, ich stecke pro Schicht 6-7 Kartoffeln. Auf die Erdschicht kommt dann die Heuschicht ebenfalls so 10cm dick locker drauf legen. Das soll die Anfälligkeit auf Schimmel verhindern. Dann wieder Komposterde u.s.w.. Das ganze wiederholt man bis der Turm bis zum oberen Rand gefüllt ist.
Das Wässern ist das A und O beim Kartoffelturm. Ich gieße meine Türme immer von oben und von der Seite reichlich. Düngen braucht man nicht, denn wenn man guten Kompost, oder einen Gartenerde - Kompostgemisch verwendet reicht das aus.
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ev..
Danke fuer die Erklaerung
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Marion27
Add:
1. ..das weiß ich eh...aber der kommt halt nit immer drauf/ rein...
2. ..ist auch ein bisserl sandig und klumpt nicht so, aber ich werde auf jeden Fall heuer darauf achten
3. machte ich in allen Versuchen...ABER
4. ging ja im 1. Jahr nicht, weil ich ja die blöden, grausigen Reifen nahm...
DANKE dir auf jeden Fall!!!!
Ich bin schon auf die heurige Saison neugierig!!!
Die von euch erklärte Variante mit den Strohmatten paßt supertoll in meinem Garten....und ich werde es heuer wieder machen, aber ein bisserl besser aufpassen...!
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Gast10153
Richtige Erde nehmen, Pufferschichten aus Stroh oder Heu nehmen, großzügig gießen und eine ertragreiche Sorte wählen, dann klappt es bestimmt.
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Marion27
Verzeihe bitte Stone, wenn i a bissale lästig bin, aber welche Sorten sind ertragreich und eine alte Sorte (Ursorte), aber nicht genmanipuliert...?
Die Vitelotte werde ich heuer wieder ansetzen (auch, wenn ich weiß, dass diese nicht ertragreich ist....aber sie ist halt soooo gut!)...
.) Hast Du da bitte Vorschläge für mich (Frühe + Späte)???
.) ...und...noch was: nachdem Maria Thun und auch Permakulturgärtner + Biobauern immer die eigenen Kartoffeln wieder aussetzen...habe ich hier im Forum gelesen, dass ihr fast immer Neue kauft...oder täusche ich mich?
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Gast10153
Zum Thema Genmanipulation brauchst du dir hierzulande weniger Sorgen machen als beispielsweise in den USA. Außer einer Maissorte ist in der EU nur eine genmanipulierte Kartoffelsorte zugelassen (gewesen). Es war die Sorte Amflora von der Firma BASF. Diese Kartoffel war nur als Futtermittel zugelassen. Soweit ich richtig informiert bin ist der Anbau aber seit 2012 wieder verboten, da es wohl Unstimmigkeiten im Zulassungsverfahren gab. Es sollte demnach keine genmanipulierten Sorten auf dem Europäischen Markt geben.
Was du meinst sind vermutlich Hochleistungssorten. Die sind nicht gentechnisch verändert worden aber speziell auf Ertrag und gewisse Eigenschaften gezüchtet worden.
Wenn du auch das nicht möchtest, dann greife auf alte "Ursorten" aus dem 18. und 19. Jahrhundert zurück. Diese haben aber in der Regel alle einen niedrigeren Ertrag.
Ich habe mit alten Englischen und Schottischen Sorten gute Erfahrungen gemacht. Blue Salad Potatoe zum Beispiel ist eine ertragreiche sehr sehr alte Sorte. Die allseits bekannten Bamberger Hörnchen sind auch recht beliebt aber eben nicht so ertragreich. Ansonsten hatte ich schon King Eduard (sehr ertragsstark), Highland Burgundy Red (wenig Ertrag), Edzell Blue, Pink Fir Apple, Mandelkartoffel. Wenn ich etwas nachdenke falen mir sicher noch mehr alte Sorten ein.
Wenn du Ertragsstarke, gute Kartoffeln willst, die neuere Züchtungen sind, dann kann ich die Laura und die Desiree sehr empfehlen.
Du hast recht, die meisten tun das. Ich aber nicht. Ich baue ausschließlich nur eigene Knollen wieder an. Ich säe sogar aus Samen selbst Kartoffeln um neue Sorten zu züchten. Das wäre eventuell etwas für dich. Garantiert gen- und krankheitsfrei und viele bunte, und lustig geformte Knollen verschiedenster Geschmäcker und Konsistenz.
Die meisten greifen auf zertifiziertes Saatgut zurück, weil es auf Krankheiten getestet wird und weil sie nicht die Möglichkeit haben ihre Knollen lange genug richtig zu lagern. Ich gebe zu, ich habe auch so meine Probleme die Knollen lange genug am Austrieb zu hindern. Dennoch klappt es immer wieder und ich habe mit Krankheiten kaum schwierigkeiten. Also eigene Knollen zu verwenden klappt durchaus wenn man ein paar Spielregeln beachtet.
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Marion27
[QUOTE=Stone;590963]Also eigene Knollen zu verwenden klappt durchaus wenn man ein paar Spielregeln beachtet. /QUOTE]
PFAH!!!! Das war aber sehr ausführlich und sehr gut erklärt, Stone!!! D A N K E !!!!
Zu oben Zitiertem: ...Spielregeln...vielleicht hab ich da vielleicht was falsch gemacht...? Ich habe bislang immer nur die eigenen Kartoffeln gesetzt....
WELCHE Spielregeln meinst du da bitte? *ganz lieb schau + bitte* .....
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Gast10153
Wichtig ist, das sie frühestens 2 Wochen nachdem das Kraut eingezogen ist geerntet werden. Dann werden nur Knollen von vollkommen gesunden Pflanzen als Saatknollen aufbehalten. Die Knollen werden nicht gewaschen. Die Saatknollen sollen möglichst kühl und bei hoher Luftfeuchte gelagert werden. Ideal ist eine Lagerung in Obstkisten oder ähnlichem. Die Knollen sollen nicht gemeinsam mit anderem Obst gelagert werden um ein frühzeitiges Austreiben durch das austretende Reifegas zu verhindern. Aber auch wenn man dies nicht alles 100% beherzigt klappt es meist mit der Aufbewarung der Saatknollen. Ich kann die Knollen derzeit leider auch nur in der Garage lagern und das ist auch nicht optimal. Einige Knollen treiben bereits deutlich aus, was dieses Jahr leider auch dem warmen Herbst und Winter geschuldet ist.
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Marion27
DANKE Stone! ...Ok, das hatte ich alles gemacht...außer nicht mit Obst in einem Raum...ich hatte in diesem Lagerraum (ca. 30m2) in einer Ecke die Kartoffeln und etliche Meter davon entfernt die Äpfel... Also konnte da nichts schief gehen...und somit denke ich, dass es schon das "Nichtgießen" während der megatrockenen und heißen Wochen daran schuld war...
Aber ich werde z. T. neue Saatkartoffeln besorgen und dabei gleich Vorschläge von dir versuchen....und dann hoffentlich im nächsten Jahr die 2. Generation verwenden... SCHADE, wemil ansonst kaufe ich kaum noch Samen oder Pflanzen... AUSSER für die Pflanzen, für die ich zu blöd bin (Gurkerln, Rosmarin und manchmal sogar bestimmte SALATsorten!!!)...
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Gast10153
Ich mach dann hier dicht und verweise auf den neuen Thread wenns recht ist.
Hier gehts zum Kartoffelturm 2014
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Hier (Brandenburg) treibt der Wein von nur geschwollenen Knospen (an den sehr alten Reben) bis wollig und ein Blatt eingerollt!