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Gast10105
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Gast10153
Sehr interessant Miamara. Danke fürs zeigen. Die Samen nehmen also sehr schnell Feuchtigkeit auf, was ein einweichen somit ad absurdum führt. Bleibt die Frage offen ob die verschiedenen Wirkstoffe der Kräuterauszüge in den Samen einziehen und was sie bewirken. Ich habe bisher auch ohne Beize gute Resultate erzielt und in der Regel kaum ausfälle. Höchstens mal durch Gießfehler, aber daran kann auch die Beize nicht viel ändern.
nochmal Danke für die Bilder Miamara
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Miamara
Der Versuch macht klug, aus dem Stegreif kann ich auch nicht sagen, ob es sich bei den empfohlenen Zeiten um eine Mindestbeizdauer oder Optimalbeizdauer handelt. Aber ich bin neugierig genug, auch das auszuprobieren.
@ Stone
Ich denke, je optimaler die Aussaatbedingungen ohnehin schon sind, desto weniger machen sich Kräuterbehandlungen bemerkbar, denn das Optimum lässt sich nicht steigern. Um zu sagen, ob und wie diese Kräuterbeizen, - jauchen, -beipflanzungen wirken, muss ich auch auf Erfahrungen und Empfehlungen Anderer zurückgreifen. Um wirklich eigene Zusammenhänge zu definieren, braucht es ein paar Jahre genauerer Beobachtung unter unterschiedlichen Bedingungen/Widrigkeiten, die im Laufe einer Saison so auftreten könnten. Da würde ich nach einer Saison noch kein Urteil wagen wollen. Da mich dieses Thema aber sehr interessiert, wird es mich nicht nur diese Saison beschäftigen. Und dann bleibt immer noch die Frage, ob die Ergebnisse nicht zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen, wie gerade jetzt bzgl. des Einweichens. In jeden Fall finde ich es wahnsinnig spannend.Geändert von Miamara (09.02.2012 um 13:02 Uhr)
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Gast10153
Soetwas könnte man wirklich nur mit einer Langzeitstudie unter identischen Bedingungen mit großem Aufwand machen. Interessant wäre es allemal, aber ich hab weder die Zeit noch die Einrichtungen mich damit zu beschäftigen. Das müsste man scon aus Berufswegen machen.
Mit dem all zu langen einweichen würde ich vorsichtig sein. Ich weiß zum Beispiel dass sich das einweichen von Bohnen positiv auf die Keimdauer auswirkt. Weicht man Hülsenfrüchte allerdings zu lange ein >12h sinkt die Keimfähigkeit, da durch das einweichen auch Mineralien aus der Frucht ausgewaschen werden. Das hat mit Osmose und dem osmotischen Druck zu tun.
Ich könnte mir vorstellen, dass es sich auch bei anderen Samen mit dünner Hülle so verhält.
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Miamara
Ich weiß nicht genau, was du mit Einrichtungen meinst, ich will mich lediglich am Wachstum und Gesundheit der Pflanze und ihrem Ertrag in Menge und Geschmack orientieren. Eine wissenschaftliche Dokumentation strebe ich nicht an, schon gar nicht von Berufswegen, sondern will schlicht und einfach meine eigene Neugier befriedigen und mehr als meine Sinnesorgane, Digicam, Zollstock, Küchenwaage und eigene Aufzeichnungen zum Vergleich werde ich nicht einsetzen. Identische Bedingungen sind auch nur innerhalb des jeweiligen Jahres erwünscht und aufgrund der örtlichen Bedingungen auch gegeben, Abweichungen von Jahr zu Jahr widerum sind bei Vergleichen sehr willkommen, denn wie gesagt, läuft immer alles optimal, lässt sich ein möglicher Vorteil der einen gegenüber der anderen Methode eventuell nicht erkennen. Einen besonders großen Aufwand sehe ich darin allerdings nicht, außer die Aufzeichnungen regelmäßig zu führen.
Ja, das (zu) langes Einweichen/Beizen zu Problemen führen kann, denke ich auch. Aber die Neugier ...
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Taz
Hab garnichts eingeweicht und die Keimrate liegt bei mir bei 100%.
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Miamara
Schade Taz, wenn die Sorten nicht zicken, kann man gar nicht herausfinden, ob sie durch Beizen besser keimen.
Nein Quatsch, natürlich wünsche ich Jedem mit seinen Pflänzchen nur das Beste.
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buebchen
Ja Hülsenfrüchte sollten auch nur einen halben Tag eingeweicht werden und da kann man Magermilch nehmen. Die Milch eignet sich als Keimhilfe. Gurken gehen mit Milch auch schneller auf. Mit Baldrianextrakt lässt sich auch der Fruchtansatz bei Tomaten steigern. Ja einfach mal mit ein paar Samen versuchen, aufschreiben und am Jahresende hier mal schreiben wie es den Pflanzen mit und ohne Beize ergangen ist. Und wenn mehrere Gartenfreunde ihre Ergebnisse schreiben kann man vielleicht schon ein Unterschied bemerken.
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Taz
Rike, ich hätte auch lieber ein paar Ausfälle gehabt.
Bring es nicht übers Herz die Pflänzlein zu killen oder zu verschenken.
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Miamara
Vielleicht sollten wir lieber mit Etagengärten experimentieren?
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rainerm
Juhu
auch bei mir geht es weiter. Es sind wieder ein paar aus dem Boden gestoßen. Auf den Tütchen steht
1x Paprika Frühzauber und
1x Paprika gelb
Jetzt habe ich schon 3 Sorten am Licht.
Raschid
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Gast10153
Ich meinte das es schwer ist den Einfluss der Beize wissenschaftlich zu belegen wenn man alle anderen Einflussfaktoren nicht konstant halten kann. Es gibt so viele Einflüsse auf das Ergebnis, das eine ungeheure Anzahl an Pflanzen, die alle den selben Bedingungen ausgesetzt sind notwendig wäre um ein wissenschaftlich abgesichertes Urteil abgeben zu können. Ideal wäre ein riesen Gewächshaus, identische Anzuchtgefäße, automatische Gießanlage...... das hatte ich mit Einrichtung gemeint.
Wenn du nur je 3 Pflanzen hast (Beispiel), die an unterschiedlichen Plätzen und in verschiedenen Containern stehen und noch mit Augenmaß gegossen und gedüngt werden. Ist der Effekt dieser Einflüsse vermutlich schon weit größer als der des Beizens. Dazu kommt auch noch dass ja auch nicht jede Pflanze der anderen gleicht. Ich hatte letztes Jahr 6 Spitzpaprika, alle unter möglichst identischen Bedingungen von Kern an gezogen. Dennoch waren sie alle 6 unterschiedlich, was Wuchshöhe, Ertrag, Fruchtgröße, usw. anbelangt. Wie sollte ich hier einen Einfluss der Beize erkennen können? (Vorrasgesetzt ich hätte gebeizt)
Will ich wirklich eine fundierte Aussage über das Beizen machen bräuchte es schon je 100 Pflanzen oder mehr die alle den exakt gleichen Bedingungen ausgesetzt wären, und selbst dann könnte ich (wie du richtig bemerkt hast) nur mal ein Zwischenergebnis publizieren, denn ich habe ja noch keine unterschiedlichen Bedingungen getestet.
ich bin daher gespannt ob du einen Unterschied bei deinen Pflanzen erkennst. So ganz 100% wissenschaftlich muss es dann auch nicht sein
Mich würde dein Ergebnis auf alle fälle interessieren und ich würde mich auch darüber freuen wenn du das hier publizierst. Wenn sich noch weitere Mitglieder finden die sich daran beteiligen könnte man eventuell sogar wirklich eine Tendenz feststellen. Am wichtigsten finde ich immer den Spass an der Sache. Ich mach auch gerne Experimente, die nicht immer 100% wissenschaftlich sind. Ich wollte dir den Versuch nicht madig machen, verzeih.
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Nachtschattengewächs
Grundsätzlich interessiert mich eine solche "Studie" natürlich ebenfalls.
Alleine, ich werde das Ergebnis, sollte es pro Beize/Einweichung sprechen, vermutlich aber nicht anwenden.
Da ich einige verschiedene Sorten aussäe ist mir der Aufwand einfach zuviel!
Einweichen bewerkstellige ich mit triefend nasser Aussaaterde, die mit der Zeit von alleine abtrocknet.
Beize mache ich keine obwohl ich deren Sinnhaftigkeit grundsätzlich nicht in Frage stellen will!
Gruß
Andi
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Gast10153
Mich würde schon interessieren aus welcher Ecke das Beizen kommt und ob es Belege für die Wirksamkeit gibt. Vieles was so im Netz kursiert ist eben doch Hocus Pokus oder Geldmacherei und bringt wenig Vorteile. Ich kannte das Beizen bisher nur aus der erwerbsmäßigen Landwirtschaft. Dort wird aber mit Giften gegen Schädlinge gebeizt. Von diesen BIO Kräuterbeizen für schnelle Keimung und Vitalität bin ich eben nicht so überzeugt, lass mich aber gerne eines besseren belehren.
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Miamara
Stone, ich möchte keineswegs eine wissenschaftlich fundierte Studie betreiben, sondern ganz einfache Erfahrungen für mich sammeln. Ich werde in Hinsicht auf Beize, Laugen und Beipflanzung auch ausschließlich Beetpflanzen gleicher Sorte und gleichen Standorts beobachten. die in gleicher Erde unter gleichen klimatischen Bedingungen (also entweder GWH oder Freiland) aufwachsen. Vorgedüngt werden die jeweiligen Beet mit gleichmäßig verteiltem Kompost, während ein Teil der betreffenden Pflanzen zusätzlich Pflanzenlaugen und bedünstigende Beipflanzung erhalten. Gewässert wird gleichmäßig nach Augenmaß. Ich mache nicht mehr und nicht weniger und möchte daraus vergleichende Erfahrungen über mehrere Jahre ziehen, um eventuell nach z.B. klimatisch unglücklichen Sommern für mich beurteilen zu können, dass dies oder jenes sichtbare Erfolge oder nicht gegenüber optimalen Jahren gebracht hat. Sicherlich werde ich dann auch einmal äußern, das und das hat sich bewährt oder dies und jenes hatte bei mir keinen nennenswerten Einfluss, doch das werden nicht mehr oder minder persönliche Erfahrungen ohne wissenschaftliches Fundament bleiben, wie wir sie uns hier alle gern miteinander teilen, denn mein einziger Antrieb ist und bleibt meine eigene Neugier und der eigenwille Hang zu hinterfragen statt nur zu glauben - zugegeben eine meiner Schwächen. Mein Ansatz ist dabei weder zu missionieren oder zu publizieren.
Geändert von Miamara (09.02.2012 um 17:04 Uhr)
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Nachtschattengewächs
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Trichterwinde
Naja vll mache ich es ja iwann mal in meinem Berufsleben(diese Studie mit dem Beizen etc.)

Und dann werdet ihr das bestimmt erfahren
lg
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Miamara
Das werte ich jetzt als verbindliche Zusage, Trichterwinde!
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Gast10153
Wow, dann machst du es ja weit umfangreicher und professioneller als von mir angenommen.
Ich hab andere Forschungsgebiete im Garten (z. Bsp.: Kartoffel und Pfropfungen von Obstbäumen) und daher weniger Kapazitäten für die Chilis
Da bin ich jetzt wirklich gespannt.
---------- Automatische Beitragszusammenführung ----------
---------- Beitrag hinzugefügt: 09.02.2012 um 18:16 Uhr ----------
Ist schon klar. Ich rede auch von den "Kamilleteewässerchen" und nicht vom Beizen schlechthin.
Wie gesagt ich werde Miamaras Projekt aufmerksam verfolgen und lasse mich wie gesagt gerne eines besseren belehren.
l.G., der immer noch etwas skeptische StoneGeändert von Gast10153 (09.02.2012 um 18:17 Uhr)
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Trichterwinde
@ Miamara erst Schulabschluss, dann studium und dann kommt der Beruf

Dauert also noch ein wenig
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Meiner ist in diesem Jahr auch sehr spät, die Austriebe sind jetzt ca. 10 cm lang,