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Mr.Ditschy
Bin auch in mitten dessen aufgewachsen und kenne die Zustände nur zu gut.
Bei uns gab es vor ca. 30 Jahren rundum noch über 25 Bauern, nun sind 5 große noch übrig. Die tägliche Arbeit war wohl für keinen deren Nachkommen lukrativ genug, denn andere Berufe versprachen bei weniger Arbeit, mehr Geld. So wurde bei uns nach und nach aufgekauft und immer mehr Hektar mußte bei gleicher Zeit immer schneller von einem Landwirt bewirtschaftet werden. Große teure Maschinen/Ställe erhielten Einzug und um die immer wieder zu finanzieren, muß klar noch mehr Produziert werden.
Hat also mit dem Umgang der Tiere erstmals eher nichts zu tun, da sollte ein guter Umgang selbstverständlich sein ... wobei wenn eine Kuh mit Namen wegen Bequemlichkeit 24Std. im Stall steht und nicht mehr auf die Weide kommt, oder ein Huhn 24Std. im kleinen Käfig steht, oder ein Schwein 24.Std in engen Boxen gehalten wird, usw. > und alle nie das Tageslicht sehen, ist dies generell kein guter Umgang (ja, dies war zum Teil früher auch schon so, aber heute ist es noch schlimmer).
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Margit H.
...bei uns kommen die Tiere schon noch auf die Weiden...
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Schneddel62
Es geht auch anders und auch profitabel, nur die Wenigsten von uns wollen auch den angemessenen Preis dafür bezahlen und natürlich viele können das auch nicht. Bio hat eben keine Lobby. Würde die Politik durch Gesetze Bio attraktiver machen, gäbe es auch genug Produzenten und im Laden wäre es Preiswerter. Aber wie gesagt, dass ist nur Wunschdenken.
Was Wir brauchen ist eine Seuche, die Sämtliche Bestände in Massentierhaltung vernichtet, die Richtigen Biolandwirte aber verschont. Vielleicht geht dann auch den Geldgeilen Säcken da oben ein Licht auf.
LG Schneddel
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Mr.Ditschy
Früher war dies bei uns auch noch so (zumindest diejenigen, die Weiden hatten), doch nach dem Generationenwechsel wurde dies recht schnell eingestellt ... nun sind nur noch die Kühe vom Biobauern draußen, dies aber keine Milchkühe sind, sondern sind reine Fleichlieferanten.
Die Milchkühe in den Ställen können aber meist eh kaum laufen, für die ist stehen/liegen und recht wenig Bewegung fast angenehmer.
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Marel
Unser Nachbar hat Milchkühe und die sind jeden Tag draußen.
Aber um davon zu profitieren muß er über jeden Weidegang Buch führen und das wird auch geprüft!
Ein anderer Landwirt hier hat Schweinemast betrieben. Nur die Aufkäufer kommen gar nicht mehr vorbei, wenn es sich um wenige Tiere handelt.
Dann sieh man zu wie du die los wirst und zum Schlachthof bringst. Lohnt sich für die nicht.
Und solange es von Vater Staat für bestimmte Dinge dicke Subventionen gibt, wird sich nichts ändern.
Maria
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shogun
Bei Biobauern, die nach Demeter Richtlinien arbeiten, müssen die Milchkühe eine bestimmte Zeit im Jahr auf die Weide.
Die Tierhaltung ist viel besser geworden, weil die Freilaufhaltung vorgeschrieben ist und die Kühe nicht mehr wie früher ihr Leben lang an derselben Stelle festgebunden sind. Ich bin in der Landwirtschaft aufgewachsen und als kleines Mädchen habe ich die angebundenen Kühe tief bedauert. Damals haben bei uns die wenigsten Bauern die Kühe auf die Weide getrieben - stattdessen wurde jeden Morgen frisches Gras gemäht und gefüttert.
Den kleinen Bauern bricht dieser Tierschutz allerdings das Genick, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Ställe umzubauen. Die großen Zuschüsse für die neuen Ställe gibt es nur ab einer bestimmten Betriebsgröße.
Vom Glyphosat sind wir allerdings momentan ziemlich entfernt
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dornröschen5
Das stimmt, dass wir vom Thema abkommen. Aber Ninja. Irgendwie gehört es ja schon zusammen.
Viele glauben durch Bio verarscht zu werden. Das höre ich im Kollegenkreis ganz oft.
Ob Geld wirklich das Thema ist?
Ich kann von mir persönlich sagen, dass es die Bequemlichkeit ist.
Ich habe einen guten Job. Der wird gut bezahlt aber dafür arbeite ich auch sehr viel und oft lange. Es ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal, was die Lebensmittel kosten. Aber ich kann mich in der Woche häufig nicht motivieren noch zum Biomarkt zu fahren, sondern halte irgendwo auf dem Weg beim Discounter an.
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Wassergärtner
Am meisten sind die Milchviehbauern zu bedauern. Der Milchverkauf bringt ihnen pro Kuh etwa 10 € pro Tag. Davon sind zu zahlen: Abschreibung für Geräte, Gebäude, Futterzukauf, Tierarztkosten, Besamungskosten, Betriebskosten für Maschinen, Zahlungen für Kranken-, Unfall- und Altersversicherung etc.
Sie sind ab morgens 5 Uhr bis nach dem zweiten Melken, Füttern und evtl. Stall ausmisten gegen 20 Uhr beschäftigt. In den Pausen müssen sie sich um die Bestellung der Äcker, Einbringen der Futterpflanzen, Einsilieren oder die Hauswirtschaft kümmern. Und wenn ein Kalb zur Welt kommt, kann auch die Nacht dabei drauf gehen, was z.B. bei etwa 100 Kühen jeden 3. bis 4. Tag geschieht. Wenn sie damit über die Runden kommen, so nur deshalb weil bei solchen Arbeitsbedingungen keine Zeit für Hobbys, Urlaub, shopping etc. bleibt. Für den effektiven Reingewinn/Stunde würde kein Industriearbeiter einen Finger krumm machen. Dabei dauernd Leute voll mit Lohn und Nebenkosten zu beschäftigen, kann sich ein Bauer mit normaler Hofgröße kaum leisten. Also müssen meist zwei Generationen das Ding deichseln.
Das ist nur noch mit Viehbestandsvergrößerung, mehr Mechanisierung,mehr Agrochemie auf zu fangen. Von dem ca. 1 €, den wir für den Liter fettärmere Milch bezahlen, kommt nur ein Drittel bei dem an, der die meiste Arbeit und das größte Risiko hat. Es ist perfide, diese Leute als Massenproduzenten zu diffamieren.
MfG.
WolfgangGeändert von Wassergärtner (30.06.2017 um 18:48 Uhr)
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Marel
Hier bei uns im Nachbarort gibt es mehrere Hofläden.
Eigentlich würde ich diese auch gerne unterstützen. Es gibt nur ein Problem, die Öffnungszeiten.
Über Mittag geschlossen oder nur vormittags offen oder "Bitte läuten" und es kommt niemand.
Während der Erdbeer oder Spargelsaison geht es noch aber sonst sind sie auch meistens noch schlecht sortiert und kaufen nichts zu, so das man wenn man dann jemanden antrifft, nicht das bekommt was man sich vorgestellt hat. Zwei gibt es die auch ein gutes Angebot haben, aber das wären dann ein Weg 10 Km. Und 20Km fürs Gemüse sind mir echt zu weit.
Maria
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Jürgen1
Also wenn ich mir das Produktdatenblatt durchlese, dann ist vielerorts Ghyphosat verboten, ausser behördlich genehmigt.
Und der Passus - Kleingarten - ein Wiederspruch in sich
( unterster Absatz! )Geändert von Jürgen1 (30.06.2017 um 22:04 Uhr)
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jackcursor
Hallo ins Forum,
Ich hatte ans EU Parlament in der Sache geschrieben und habe darauf ein langes Antwortschreiben bekommen. Ich hätte das gerne dem werten Publikum zugängig gemacht, weiß aber nicht, wie ich das anstellen kann. Ist in meinem E-Mail Account.
Das Credo der Antwort ist im Sinne der hiesigen Überschrift.Geändert von jackcursor (01.07.2017 um 09:23 Uhr)
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Jürgen1
E-mail v. jackcursor:
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Mr.Ditschy
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Wassergärtner
Ohne Futter auf eigenen Feldern zu produzieren, würde sich die Milchviehhaltung erst recht nicht lohnen. Aber die Felder bedeuten auch saisonal sehr viel Arbeit. Wenn (normale) Bauern Geld zum Investieren übrig haben, dann, wenn sie Ackerflächen als Bauland haben verkaufen können. Aber dann müssen sie u.U. damit rechnen, dass die künftigen Häuslebauer sie später mit Beschwerden, Klagen oder gar Prozessen überziehen, weil die Kühe zu laut sind (Kuhglocken), die Hähne zu früh krähen, oder es stinkt.
MfG.
Wolfgang
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Mr.Ditschy
Nene, bei uns geht dies auch ohne Landverkauf.
Doch das geschumpfen wird, stimmt .... den neuen Nachbarn sind Autolärm und laute Nachbarn lieber als so manche ländlichen Töne und Gerüche.
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shogun
...als ich hier einen Bauantrag stellte, musste ich schon gleich mal unterschreiben, dass ich landwirtschaftliche Gerüche und Geräusche tolerieren werde.
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Jürgen1
Heute gefunden!
Quelle: Kronenzeitung
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Stichsaege
Na, ist das nicht mal eine gut recherchierte Nachricht? ==>
http://www.t-online.de/regionales/id...-gesunken.html
Da muss ich wohl mein Leben umstellen - von wegen ..."Mein tägliches Bier gib mir heute"
Mit nachdenklichen Grüßen ...
vom Stichsägerich
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Schneddel62
Davon lasse ich mir meinen Bierdurst nicht vermiesen. Heutzutage muss man damit leben, dass in praktisch allen Lebensmitteln Rückstände von was weiß ich drin sind. Wer ist schon Selbstversorger oder kann sich 100% Bio ernähren, Niemand! Man kann nur hoffen, dass der Körper das alles einigermaßen verkraftet bis man so 85-90 Jahre alt ist, dann muß man zufrieden sein. Versuchen ein bisschen gesund zu leben und sich nicht so viele Gedanken machen, sterben tut man sowieso irgendwann, der Eine früher, der Andere später.
LG Schneddel
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Michi1
Auch als das das erste Mal in den Zeitungen stand wurde gesagt das man nicht soviel Bier trinken kann das es schädlich ist und jetzt sind 80 % weniger Glyphosat gefunden worden. Wo ist dann das Problem. Alles Panikmache.
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