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cami
hier mal ein Link zum Thema verarbeitetes Lebensmittel:
https://www.foodwachhund.com/verarbe...mittel-stufen/
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Korn-Blümchen
Naja es geht ja nicht darum das verarbeitet Lebensmittel per se schlecht sind, sondern sogenannte "hochverarbeitete"
z.B. fertige Kuchen, fertige Lasagne zum aufwärmen etc. Oder Tütensuppen, fertige Soßen...
Wenn ein Produkt aus mehr als 5-10 verschiedenen Zutaten besteht, kann man mal drauf schauen.
Bier sehe ich als völlig unproblematisch. Wasser, Hopfen, Malz, Hefe. Alkohol ist natürlich wieder ne andere Sache.
Es wird auch alles nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Man wird sicher kaum negative Auswirkungen spüren, wenn man ab und zu mal Soßenpulver nutzt. Oder Brühwürfel. Außer man hat natürlich Allergien/Unverträglichkeiten.
Wie bei allem macht das Dosis das Gift. Ich esse auch ab und an auch mal nen Döner. Oder gehe essen, da hab ich auch keine Ahnung was drin steckt. Finde ich dann aber nicht so schlimm, dass ich mir danach vorwürfe mache. Aber wenn ich selber koche, dann schaue ich so gut es geht dass ich auf fertiges verzichte. Aber geht nicht immer, finde ich aber auch nicht schlimm. Wichtig ist das man halt weiß was drin ist, dann ist man auch nicht überrascht das viele Sachen richtig viel Zucker enthalten beispielsweise. Oder Geschmacksverstärker.
Diese Ampel ist nicht wirklich gut. Aber ich finde es hat sich doch schon viel getan, auf viele Produkten steht vorne drauf, wie viele Kalorien eine Portion des Produkts hat, und in den Inhaltslisten sieht man auch sehr schnell die Anteile von Fett, Kohlenhydraten und Zucker.
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cami
da sind wir dann schnell bei einem anderen Punkt der Verbrauchertäuschung, nämlich dem der Portionsgrößen und den dafür angegebenen Zahlen der Anteile. Während früher eine Fertigpizza eine Portion darstellte, sind es nun auf einmal zwei. Bei Bratwürstchen sind nun plötzlich drei dieser Minidinger "Nürnberger Art" eine Portion.
Nur, damit die Zahl der Kalorien ect. kleingerechnet werden kann...
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Korn-Blümchen
Getrickst wird immer, aber ich kann es mir ja dann ausrechnen, weil wenn ich schon das Label mit den Kalorien lese, dann lese ich auch wie groß die Portion ist. Macht ja keinen Sinn nur die Hälfte zu lesen, da fehlt ja dann die wichtige Info wie groß eine Portion laut Hersteller überhaupt sein soll^^
Ich versuch mich da nicht veräppeln zu lassen. Aber ja wenn man nur kurz draufguggt, dann ist das natürlich ein Problem, wenn solche Dinge geändert werden. Aber esse eh weder das eine noch das andere...ist mir viel zu salzig
Der Mensch hat immer energiereicheres Essen zur Verfügung und isst davon dann auch noch immer mehr. Wenn ich in das Kochbuch meiner Ma reinschaue, dass sie zu Schulzeiten hatte, sind die Portionen auch viel kleiner als man es heute machen würde.
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Michi1
cami, deswegen werde ich nie verpackte Lebensmittel kaufen. Bratwürste vom Metzger werden auch wahrscheinlich nie mit einer Ampel oder mit Portionsweise gekennzeichnet werden. Auch ist in allen verpacken Fleisch und Wurstwaren ein Schutzatmosphähre um sie frisch zu halten. Was das ist ????
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cami
ist doch schön, Michi, wenn du dich oder besser deine Frau dich so ernähren kann!
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Kornblümchen, viele Menschen achten ja leider aber nicht auf das Kleingedruckte, bzw. wollen ja gar nicht wissen, was alles in einem Produkt ist. Hauptsache, es schmeckt ihnen. Und da wären wir oft wieder beim anerzogenen Geschmack.
Energiereicher mag das Essen heute sein, aber es hat immer weniger Mineralstoffe und Spurenelenemte.Geändert von cami (17.11.2019 um 12:53 Uhr)
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dornröschen5
Nun,
ich versuche jedes Jahr in der Fastenzeit auf irgendwas zu verzichten. Mal auf Plastik. Mal auf tierische Produkte und in einem Jahr auch auf Zucker.
Natürlich GEHT das alles. Aber es ist schon sehr aufwendig.
Ich habe zB kein abgepacktes Brot ohne Zucker gefunden. In Essiggurken ist Zucker. In den meisten Dosen mit passierten Tomaten.
Ich hab durch den Zuckerverzicht plötzlich ein sehr krasses Gefühl für Zucker entwickelt und immer mal aus Versehen ein Produkt mit Zucker gekauft. Naturjoghurt zB. Gibts natürlich auch ohne Zucker aber mir war gar nicht bewusst, wie viele davon gezuckert sind. Oder Spätzleteig.
Ich finde es aber irgendwie zynisch die Leute erst zu täuschen ("Die extra Portion Milch mit 5 Vitaminen"), Informationen zu erschweren (x unterschiedliche Bezeichnungen für Zucker zB oder E-Nummern die keiner kennt), dann von den Produkten abhängig zu machen, dann die Auswahl von Alternativen einzuschränken und am Ende zu sagen "Ist doch deine Verantwortung, ich kann da nix für, ich produzier ja bloß was ihr haben wollt".
Und es ist natürlich auch absoluter Zufall, dass der Kunde besonders die Produkte mag, die möglichst billig hergestellt werden können. Da kann die Industrie gar nichts für.
Wassergärtner schreibt, dass die Bildung des naturwissenschaftlichen Gymnasiums ihm hilft die Folgen einzuschätzen. Das ist aber doch nichts, was man von der Bevölkerung im Ganzen erwarten kann.
Und diese Eigenverantwortung kann man natürlich auf viele weitere Bereiche übertragen. Wir sollten alle mehr an die frische Luft. Mehr Sport machen. Weniger Auto fahren. Mehr Gemüse anbauen. Kochen. Regional einkaufen.
Ich versuche das regelmäßig umzusetzen aber unser gesellschaftliches System ist darauf nicht (mehr) ausgelegt.
Mein Job beansprucht mich 10 Stunden am Tag. Plus 2-3 Stunden im Auto. Würde ich Rad fahren, wären es bestimmt 4 Stunden.
Viele sind froh, wenn sie nebenher noch die Kinder gewippt bekommen oder sonstige Aufgaben erledigen.
Da wird natürlich schnell nach der Arbeit beim Discounter eingekauft.
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Wassergärtner
Wir wollen doch die Lebensmittel so: schmackhaft, ansehnlich, haltbar, das Gefühl im Mund muss stimmen und möglichst auch preiswert. Fürs erste besorgen das Gewürze, dann Geschmacksverstärker: am einfachsten ein hoher Fettgehalt, Zucker oder Glutamat. Für die Ansehnlichkeit sind Farbstoffe oder bei Fleisch Nitrit im Pökelsalz zuständig. Schon meine Mutter verwendete roten Zucker, wenn sie Erdbeeren einmachte. Fürs Haltbarmachen langt manchmal, den Sauerstoff nicht ran zu lassen (Antioxidantien, Konservierungsmittel (hat auch schon die vorige Generation verwendet: Salizylsäure auf Marmelade, Schwefeltabletten beim Blumenkohl, Spargel oder Wein), Schutzgas: Stickstoff bei Fleisch, oder luftfreie Abfüllung: Wein, Milch,
Damit das Gefühl im Mund stimmt: Emulgatoren gegen Entmischung von Fett und Wässrigem, Guarkernmehl, Glukosesirup.
Um die Kosten zu senken werden auch diverse preiswerte Ersatzstoffe genommen. Kunstkäse,Hackfleisch, Formfleisch. Posphat, im Fleisch, damit es saftiger ist. Vor allem in Notzeiten haben auch früher Hausfrauen ihre manchmal dürftigen "Rohstoffe" mit manchen Tricks aufgehübscht. Soll man Früchte nach dem Auspressen des Saftes weg werfen, wenn sie im Joghurt noch eine zweite Karriere haben können?
Alles das ist legitim, solange es angegeben wird. Aber gerade Bäcker und Metzger (des Vertrauens) sind davon ausgenommen. Ich erinnere an den Kalauer über Metzger, bzw. ihre Würste: Wenn das rauskommt, was da rein kommt, dann kommt der irgendwo rein, wo er nicht so schnell wieder rauskommt. War nicht ernst gemeint. Früher holten Bauern sich Essensabfälle von Großkantinen etc. ab. um sie an die Schwein zu verfüttern! Heute verboten. Selbst das Containern ist noch immer ein Straftatbestand.
MfG.
WolfgangGeändert von Wassergärtner (18.11.2019 um 00:12 Uhr)
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Haubenmeise
Liest sich alles ganz schrecklich und ungesund.
Aber leider wohl ganz die Realität
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dornröschen5
Je mehr man über diese ganzen gesundheitlichen Themen nachdenkt, desto mehr müsste man eigentlich zu dem Schluss kommen, dass wir unser Leben ändern müssen.
Nicht nur mehr frisch Kochen, mehr selbst anbauen. Auch mehr Bewegung und mehr frische Luft sind wichtig.
Eigentlich verrückt, dass wir unseren Lebensstandard als das Maß aller Dinge ansehen.
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Michi1
Darum habe ich ja auch 3 Gefrierschränke um die Ernte von meinen Beeten ein zu gefrieren. Dann brauche ich nicht um sie haltbar zu machen. Der Stromverbrauch ist mir das wert. Ich weiß dann auf jeden Fall was im Teller ist.
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cami
und ich habe zwei Kühlschränke und eine immer brechend volle Gefriertruhe. Ich koche ja 90 % frisch und friere davon dann ein. Oder es steht im zweiten Kühlschrank für ein zweites und manchmal sogar noch drittes Aufwärmessen.
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t.klebi
Ist zwar naheliegend, stimmt aber gar nicht.
Bei rotem Fleisch besteht das Schutzgas ganz überwiegend aus Sauerstoff und einem kleinen Teil Kohlendioxid. Durch Oxidationsprozesse bleibt ´dadurch die rote Farbe des Fleisches auf der Oberfläche erhalten.
Das Problem: Das Fleisch sieht äußerlich auch dann noch frisch aus, wenn es im Inneren schon vollständig verdorben ist.
Bei weißem Fleisch braucht es keinen Sauerstoff. Dort besteht das Schutzgas aus Kohlendioxid.
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Natrix
@Klebi
ist diese Begasung irgendwie gesundheitlich bedenklich?
Ich frage deshalb, weil ich eine kranke Katze habe, die mit faschiertem Rindfleisch gepäppelt wird. Wenn Du mir sagst, daß diese Begasung ungesund ist oder den Geschmack verändert, dann würd ich nur noch in der Fleischerei frisch kaufen.
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dornröschen5
Michi, du bist doch aber auch Rentner, oder?
Ist ja lobenswert aber ich glaube man unterschätzt die Menge verarbeiteter Produkte.
Alleine Fleisch- und Milchprodukte.
Auch Teigwaren.
Meine Freundin versucht wirklich fast alles selbst zu machen. Also zB Wild erjagen, ausnehmen, verarbeiten, haltbar machen. Frische Rohmilch vom Bauern holen und Käse draus machen. Brot komplett selbst machen.
Das ist schon ein echt gigantischer Aufwand. Für die Verarbeitung des Wildfleisches hat sie extra eine Woche Urlaub genommen und die waren mehrere Personen.
Ich finde das toll, mir wäre das aber zu aufwendig.
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Michi1
dornröschen, warum die Frage ?
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cami
ich greife mal vor... weil deine Frau und du sicher mehr Zeit zum Kochen haben als arbeitende Menschen?
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Michi1
Ich kann mich auch nicht erinnern das ich während ich noch in Arbeit war Fertiggerichte bekommen habe. 37 Jahre haben wir schon einen Garten mit viel Gemüseanbau und ob Gemüse oder Beeren alles wird nur Eingefroren und dann frisch gekocht.
Ich muss aber auch dazu sagen das wir im Betrieb eine spitzen Kantine hatten und dort gab es auch keine Convenience Food.Geändert von Michi1 (18.11.2019 um 09:28 Uhr)
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dornröschen5
Ja, mehr Zeit zum Gärtnern und zum Verarbeiten.
Und auch mehr Erfahrung.
Viele haben das Kochen nicht wirklich gelernt. Ich auch nicht. Mich hat das zwar schon früh interessiert aber so richtig gut ist es noch nicht. Ich bin oft in der Woche dann doch erst 22 Uhr zuhause und mache mir dann nur ein Brot. Dann habe ich für den nächsten Tag im Büro nichts und kaufe irgendwo etwas für die Mittagspause.
Am Wochenende nehme ich mir immer Zeit zum kochen und vorbereiten. So richtig optimal eingespielt ist aber meine Vorratshaltung nicht.
Mit kleinen Kindern - die häufig dann das Essen nicht mögen oder im Wachstumsschub plötzlich die dreifache Menge verdrücken - stelle ich mir das noch schwieriger vor.
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Gast46973
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