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SteffiP
Thujahecke neben einem Tannenwald
Hallo zusammen!
Ich bin neu hier und habe schon gleich zwei Fragen: Wir möchten an unserer Grundstücksgrenze gerne eine Thujahecke pflanzen. Unsere Nachbar hat dort einen kleinen Tannenwald mit sehr alten Tannen, die nicht mehr schön aussehen und die nur noch in der Höhe Äste haben, man kann also ganz gut durchgucken. Ist das überhaupt ein guter Standort für eine Hecke oder werden alle Nährstoffe von den Tannen aufgezogen und die Hecke würde verkümmern? Zum zweiten dachte ich, es wäre besser eine Hecke im Herbst zu pflanzen. Bei den Verkäufern im Internet steht jedoch, dass man bis Ende Mai pflanzen könnte. Ist das wirklich auch gut oder möchten die nur verkaufen?
Ich bin jetzt doch ziemlich verunsichert vielleicht weiß ja jemand von Euch Rat. Vielen Dank und frohe Ostern!
LG
Steffi
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Gast1021
Hi,
also direkt neben gut eingewurzelten Nadelbäumen/Tannen ist kein besonders guter Standort für eine neue Hecken.
Aber für Ratschläge müsste man doch noch ein paar Details wissen:
Wie groß wäre der Abstand zwischen den Tannen und der geplanten Hecke?
In welcher Himmelsrichtung stehen die Tannen zur geplanten Hecke? Also werfen sie Schatten oder ist der Platz eh sonnig?
Grundsätzlich gilt aber, dass man immergrüne Gehölze wie Thujen wirklich besser im Frühjahr pflanzt, da es bei Herbstpflanzung leicht zu Frost-Trockenheitsschäden im ersten Winter kommen kann.
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SteffiP
Hallo,
der Abstand wäre ca. 3 - 4 Meter. Der Schattenwurf wäre nicht das Problem, da die Hecke die meiste Zeit Sonne abbekommt.
LG
Steffi
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Gast13609
Moin Steffi,
3-4m wären kein Problem. Ich habe selbst große Fichten im Garten und festgestellt das nur etwa 1,5 - 2m vom Stamm entfernt der Boden ziemlich trocken ist.
Fichten sind flachwurzler und ziehen somit ziemlich an der Oberflache.
Ein Problem, das Du nicht vergessen darfst, könnte die Grundstücksgrenze sein. Da sind bestimmte Abstände einzuhalten.
Grüße
vom Florian
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Quercus
Mit diesem Abstand sollte es für die Pflanzen keine Probleme geben, auch in rechtlicher Hinsicht. Wenn den Pflanzen tatsächlich Nährstoffe fehlen, kannst Du ja auch zu (natürlichen) Düngemitteln greifen.
Kleiner Tip noch: Besonders im Sommer solltest Du sicherstellen, daß der Boden immer feucht genug ist.
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Quercus
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Gast13609
Nun Quercus,
da hast Du Recht, Nachbarrecht ist übrigens mein Steckenpferd, damit kenne ich mich bestens aus.
Auch das vom Freistaat liegt mir vor.
Es war nirgens vom Grenzabstand die Rede, sondern vom Abstand zu den Tannen des Nachbarn.
Ausserdem hatte Steffi geschrieben, sie wolle die Hecke an der Grenze entlang pflanzen.
An der Grenze entlang kann auch heißen, unmittelbar an der Grenze.
Solche Kleinigkeiten werden oft übersehen und dann ist der Ärger programmiert.
Darum hatte ich den Hinweis gegeben.
Grüße
vom Florian
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TineB.
Hallo Quercus,
es tut mir leid, aber mit den Grenzabständen hast Du nicht ganz recht.
Im Bayern sind bei Sträuchern/Bäumen bis 2 Meter Höhe (nicht 2,5m) mindestens 50 Zentimeter Grenzabstand einzuhalten. Bei Anpflanzungen über 2,00 Meter beträgt der Grenzabstand mindestens 2 Meter.
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Gast13609
Nachbarrecht Bayern, Auszug:
Zitat
Art. 47
Grenzabstand von Pflanzen
(1) Der Eigentümer eines Grundstücks kann verlangen, daß auf einem Nachbargrundstück nicht Bäume, Sträucher oder Hecken, Weinstöcke oder Hopfenstöcke in einer geringeren Entfernung als 0,50 m oder, falls sie über 2 m hoch sind, in einer geringeren Entfernung als 2 m von der Grenze seines Grundstücks gehalten werden.
(2) 1 Zugunsten eines Waldgrundstücks kann nur die Einhaltung eines Abstands von 0,50 m verlangt werden. 2 Das gleiche gilt, wenn Wein oder Hopfen auf einem Grundstück angebaut wird, in dessen Lage dieser Anbau nach den örtlichen Verhältnissen üblich ist.
Zitat Ende
Bevor aber verallgemeinert wird, dazu gibt es die sog VV oder auch Ausführungsbestimmungen.
Nur mal so am Rande und eigentlich OT.
Grüße vom Florian
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Quercus
Gut zu wissen, welches nun die genauen Zahlen sind.
Aus der Angabe "Wir möchten an unserer Grundstücksgrenze gerne eine Thujahecke pflanzen. Unser Nachbar hat dort einen kleinen Tannenwald" habe ich geschlossen, daß sich der Wald in unmittelbarer Nähe zur Grenze befindet und somit der Abstand auch zur Grenze gewährleistet wäre.
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Gast13609
Moin Moin,
@Quercus
Darum puhle ich immer genauer nach um solche Missverständnisse aufzuklären.
Das mag kleinlich klingen, ist aber unerlässlich, wenn man zur Lösung eines Problems beitragen will.
Seit ca. 15 Jahren bin ich mit der obligatorischen vorgerichtlichen Streitschlichtung beschäftigt und kenne diese Problematik aus dem ff.
Einen schönen Sonntag
wünscht Florian
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TineB.
Florian1, wenn Du als Friedensrichter aktiv bist, musst Du ja viele Dinge erleben,
die man eigentlich für unmöglich halten könnte.
Viele Leute sind in Bezug z.B. auf Grenzanstände auch nicht aufgeklärt.
Das man sich auch selbst informieren sollte, darauf kommen manche nicht. Sie denken,
auf ihrem Grund können sie machen was sie wollen. Das ist schon richtig, aber eben
nur solange keine Gesetze und Vorschriften verletzt werden.
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Gast13609
Hallo Tine,
da hast Du vollkommen Recht. Darum bin ich auch immer bemüht im Vorfeld auf die Problematik hinzuweisen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Es ist ja so, dass nicht jeder zwangsläufig in Sachen Nachbarrecht usw. Bescheid weiß. Und was man nicht weiß, kann man nicht hinterfragen oder suchen.
Ein weiteres Problem ist, dass Justiz Ländersache ist, d.h. dass das, was in Sachsen richtig ist, nicht zwangsläufig in einem anderen Bundesland genauso sein muss.
Nur damit jetzt kein Missverständnis aufkommt, betone ich ausdrücklich, dass ich keinerlei Rechtsberatung gebe, die wäre nämlich verboten, sondern ich gebe nur das weiter, was jeder sich auch selbst raussuchen könnte, wenn er denn wüsste, wo er suchen muß.
Puhhh, das war aber ein verschrobener Satz
na sei`s drum.
Jedenfalls bin ich gerne bereit nach Lösungen zu suchen.
Nur der Ordnung halber: In NRW nennt man uns Schiedspersonen und in Sachsen, wie Du richtig schreibst, Friedensrichter. Im Endeffekt ist es das gleiche.
Einen schönen Sonntag
wünscht Florian
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ev..
Steffi
lese ich zwischen den Zeilen, dass es Dir mehr um Sichtschutz geht?
hast Du schon mal ne Thujahecke gehabt?
macht Arbeit, braucht Platz, veraergert andere Pflanzen in der Naehe ...
seit meiner Jugend, umgeben von Thujahecken, ...
lieber einen Bretterzaun und Bluemchen oder verschiedene Buesche ...
my2ct
ev
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Gast13609
@ ev.. Einspruch!!!
Gegendarstellung:
Im Hintergrund Thujahecke ca. 200cm hoch, 40cm dick, Grenzabstand 60cm, Sichtschutz.
!-2 mal im Jahr schneiden, geht sehr leicht.
Davor, teilweise verdeckt Pfingstrosen, Rhododendron.
Davor Phlox, Skimma,Sonnenhut usw.
Links daneben Korkenzieherhasel ca. 3m hoch.
Rechts daneben Zierjohannisbeere, Feuerdorn und verschiedenes andere von denen ich die Namen nicht weiß.
Es gedeiht alles prächtig seit nunmehr über zehn Jahren.
Grüße
vom Florian
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