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Gast1021
Ein paar grundlegende Ideen zur Planung eines Gewächshauses
Hallo miteinander,
da bei uns voraussichtlich nächstes Jahr ein neues Gewächshaus ansteht, habe ich schon Stunden um Stunden mit der Recherche nach den Details verbracht. Vermutlich geht es Euch nicht anders und gerade Gartenneulinge tun sich doch manchmal schwer dabei. Deswegen habe ich jetzt einmal die wohl gängigsten Überlegungen zusammengeschrieben, die bei der Entscheidung für ein bestimmtes Gewächshaus zum Tragen kommen.
Nachfolgendes ist aber wirklich nur für ganze Gewächshäuser gedacht und berücksichtigt nicht die zusätzlichen Möglichkeiten von Frühbeeten, Folientunneln oder einfachen „Tomatenhauben“.
Die wichtigste Frage vorweg:
Wofür will ich das Gewächshaus überhaupt nutzen?
Geht es einzig um einen Regenschutz für Tomaten oder die Verlängerung der Anbausaison im Frühjahr und Herbst kommt man oft genug mit sehr billigen Varianten oder Eigenkonstruktionen aus. Geht es darum, empfindliche Pflanzen frostfrei über den Winter zu bringen, müssen die Ansprüche an das Gewächshaus schon um einiges höher angesetzt werden (was sich leider in den Kosten niederschlägt).
Dann kommt die Frage:
Welchen Platz kann/will ich dem Gewächshaus im Garten einräumen?
Die Größe des Gewächshauses steht im direkten Verhältnis zu den Kosten – aber da ein Gewächshaus wirklich vielseitig verwendbar ist, plädiere ich für so groß wie möglich – sofern Platz und Geldbörse es zulassen.
Noch ein Nebensatz zum Standort: Grundsätzlich wäre ein vollsonniger Platz zu bevorzugen – aber auch halbschattig erzielt man mit einem Gewächshaus noch gute Ergebnisse. Vollschattige Standorte sind leider nur für „Spezialanforderungen“ wirklich geeignet, wie z.B. nässeempfindliche Schattenpflanzen über die kalte Jahreszeit zu bringen.
Woraus sollen die Scheiben bestehen?
Die nächste Einflussgrösse ist die Art der Verglasung. Diese macht meist den grössten Teil der Anschaffungskosten aus; steht aber im direkten Verhältnis zum jeweiligen Nutzungsanspruch an das Gewächshaus. Daher gibt es auch die verschiedensten Ausführungen/Kombinationen, so dass man innerhalb kürzerster Recherchezeit ganz wirr im Kopf werden kann.
Ob jetzt Glas oder Kunststoff ist fast Geschmackssache – wobei ich in Gegenden mit Hagelgefahr eher zu Kunststoff tendieren würde. Der ist meist widerstandsfähiger und billiger.
Eine zusätzliche Entscheidungshilfe ist, ob eine UV-Durchlässigkeit gewünscht wird oder nicht. Grundsätzlich ist eine UV-Durchlässigkeit nicht unbedingt notwendig, hilft aber bei der Abhärtung von Jungpflanzen, so dass der gefürchtete Sonnenbrand beim Auspflanzen im Freiland dann meist unterbleibt (auch ohne Akklimatisierungsphase im Schatten).
Die Hauptentscheidung fällt aber sicher mit dem Wärmedurchlässigkeitsfaktor der Scheiben. Je niedriger der sogenannte Ug-Wert ist desto weniger Wärme wird durch die Scheiben abgegeben desto besser ist die Isolierung.
Leider heisst es hier aber auch: je besser die Isolierung desto teurer. Besonders hochwertige Scheiben/Platten mit sehr niedrigen Ug-Werten (2,0 bis 3,0) sind aber nur bei Gewächshäusern notwendig, die ganzjährig frostfrei gehalten werden sollen und zwar in Gegenden, die etwas rauher als „Weinbauklima“ sind.
Grundsätzlich gibt es auch noch eine Abstufung bei der Lichtdurchlässigkeit. Diese bewegt sich aber bei allen gängigen, im Handel erhältlichen Verglasungstypen zwischen 75 und 90 % und ist m.E. vernachlässigbar.
Hier eine kleine Auswahl von Möglichkeiten (jede Gruppe ungefähr preislich ansteigend gelistet):
Kunststoff
- 6 oder 8 mm Doppelstegplatten, nicht UV-durchlässig, Ug 3,3
(Die wohl mit Abstand gebräuchliste Form der Verglasung)
Zitat von Technische Beschreibung
- 16 mm Dreifachstegplatten, nicht UV-durchlässig, Ug 2,4
Zitat von Technische Beschreibung
- 16 mm Plexiglas Doppelstegplatten, UV-durchlässig, Ug 2,5
Zitat von Technische Beschreibung
Glas:
- 4 mm Einscheibensicherheitsglas (Splitterschutz), 30% UV-durchlässig, je nach Hersteller Ug 3,7 oder 5,9
Zitat von Technische Beschreibung
- 6 mm Verbundsicherheitsglas, nicht UV-durchlässig, je nach Hersteller Ug 3,7 oder 5,9
Zitat von Technische Beschreibung
- 14 mm Isolierglas, 30 % UV-durchlässig, Ug 2,0
Zitat von Technische Beschreibung
- 16mm Isolierglas, nicht UV-durchlässig, Ug 2,0
Zitat von Technische Beschreibung
Nachsatz: Die beste Isolierung bei den Scheiben nutzt für die Wärmehalt wenig, wenn die Verarbeitung des Gewächshauses als Ganzes schlampig ausgeführt ist und Spalten bei Türen, Fenstern oder zum Boden hin aufweist.
Ausstattungsmerkmale:
- Türe: 1 einfache Türe ist wohl bei sämtlichen Gewächshäusern standardmässig mit dabei.
Zu überlegen wäre allerdings, ob die Breite ausreichend ist oder ob auf eine Doppeltüre aufgerüstet werden sollte (z.B. falls ausladende Kübelpflanzen transportiert werden müssen). - Fenster: Sinnvoll ist auf jeden Fall ein Fenster gegenüber der Tür, um für „Durchzug“ sorgen zu können. So bringt man übermässige Feuchtigkeit und auch einen Teil der Hitze im Sommer aus dem Gewächshaus. Gerade bei der Hitze sind Dachfenster jedoch die bessere Hilfe, da die aufsteigende warme Luft über diese noch effizienter abgeführt werden kann. Grobe Faustregel: pro 1,5 m Länge des Gewächshauses 1 Dachfenster
- Fundament: Je mehr Angriffsfläche die Glasfront starkem Wind bietet, desto genauer muss das Augenmerk auf die Verankerung im Boden gerichtet werden. Bei grösseren Gewächshäusern kann auch schon auf Grund des Gewichts ein Streifenfundament sinnvoll werden, um ggfs. ein ungleichmässiges Einsinken/Verziehen der Konstruktion zu verhinden.
Sonstiges (eine Auswahl zum Überlegen/Beachten):
- Frostwächter: Kann sinnvoll sein, wenn man die Anzucht im Frühjahr ein bißchen vorverlegen. Große Temperaturdifferenzen zwischen innen und außen oder eine sehr schlechte Isolierung können damit aber selten überbrückt werden.
- Heizung: Nur notwendig, wenn das Gewächshaus das ganze Jahr über frostfrei gehalten werden soll. Die Dimensionierung der Heizung hängt im Wesentlichen von 3 Faktoren ab:
- der Größe des Gewächshauses und zwar nicht die Quadratmeter Grundfläche sondern die Quadratmeter sämtlicher Wände über die Wärme entweichen kann (also Seiten-, Giebel- und Dachflächen),
- der Wärmedämmung der Scheiben und
- der max. notwendigen Temperaturdifferenz zwischen innen und aussen.
Weiterführende Details siehe Antwort #5 - Lüftungsautomatik für Fenster: Wer nicht ständig beim Gewächshaus sein kann und eine Überhitzung vermeiden möchte, sollte sich bei Lüftungsautomaten für Fenster umschauen. Diese Öffnen und Schließen die Fenster temperaturabhängig selber. Und es gibt auch Varianten die ausschließlich mit temperaturveränderlichen Hydrauliköl arbeiten - also keinen Stromanschluß benötigen. (Sind auch nachträglich einbaubar und müssen somit nicht gleich beim Bau mitberücksichtigt werden.)
- Elektroanschluß: Nur notwendig, wenn eine Beleuchtung gewünscht ist oder ein Frostwächter bzw. Heizung elektrisch betrieben werden soll.
- Wasseranschluß: Nur für sehr große Gewächshäuser interessant, wenn man eine Bewässungsanlage installieren will oder es zu mühsam wäre, die Giesskannen hereinzuschleppen.
- Pflanztisch/Ablageregale: Ist das Gewächshaus groß genug, wäre durchaus zu überlegen, einen „Arbeitsplatz“ nach innen zu verlegen, um Pikier- oder Umtopfaktionen im Trockenen/Warmen durchführen zu können. Ebenso sind Regale an den Seitenwänden eine gute Möglichkeit, wärmeliebende Topfpflanzen schön zur Geltung kommen zu lassen.
- Bodenbelag: In den meisten Fällen wird zumindest ein befestigter Mittelweg sinnvoll sein, um nach dem Giessen nicht im Matsch zu stehen bzw. (bei grösseren Gewächshäusern) um Kübelpflanzen zur Not auch mit einer Sackkarre ins Gewächshaus schieben zu können.
- Baugenehmigung: Bei grösseren Gewächshäusern – insbesondere solchen, die ein Fundament benötigen - kann (in Abhängigkeit der für den Standort geltenden Bestimmungen) u.U. sogar eine Baugenehmigung notwendig werden.
Mit einer auf Basis der vorangehenden Informationen erstellten „Ausstattungsliste“ kann man sich dann erst mal am Markt umsehen, was und um wieviel Geld ein solches Gewächshaus angeboten wird. (Achtung: Die preislichen Bandbreiten können teilweise enorm sein! Also nicht gleich aufgeben.)
Und jetzt kommt zum Schluß die Quadratur des Kreises:
Welchen Betrag bin ich bereit für ein Gewächshaus auszugeben bzw.
kann ich mir überhaupt leisten?
In den meisten Fällen wird es schlichtweg notwendig sein, die zuvor erstelle Ausstattungsliste auf Grund finanzieller Einschränkungen nochmals zu überarbeiten. Sollte man jedoch auch bei den günstigsten gefundenen Preisen schon einen Schock bekommen – manche Sachen lassen sich durchaus in Selbstbauweise auch realisieren. Es gibt auch Ausstatter für Gewächshäuser, die alle notwendigen Teile für einen „Selbstbausatz“ liefern.
So - das war's fürs Erste.
Wenn Euch noch was einfällt, dass ich vergessen habe und auf das man auch noch achten sollte, wäre ich für Ergänzungen dankbar.Geändert von Gast1021 (06.03.2013 um 12:39 Uhr) Grund: Text ergänzt
- 6 oder 8 mm Doppelstegplatten, nicht UV-durchlässig, Ug 3,3
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nachtfalter
Hallo Federmohn,
ich habe mich heute hier registriert und finde gleich so einen tollen Beitrag wie Deinen. Ich habe selbst keinen Garten, aber meine Eltern haben einen riesengroßen, den ich seit meiner Kindheit sehr liebe. Jetzt wo meine Eltern alt sind und immer weniger selbst im Garten machen können, will ich mich hier mal ein wenig "einlesen" um mich dann zu kümmern. Vielleicht gehört ja auch mal ein Gewächshaus dazu. Wie oft muss man sich kümmern in der Woche? Mehr als zweimal schaffe ich es nicht zu meinen Eltern.
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Gast1021
@ Nachtfalter
grundsätzlich lässt sich alles machen.
Wir wohnen auch nicht beim Garten - sprich dieser muss völlig mit Wochenend-Besuchen auskommen.
Für die meisten Pflanzen ist es wirklich ausreichend, wenn einmal die Woche durchdringend gegossen wird.
Und im schlimmsten Fall lassen sich immer noch Bewässerungsanlagen installieren.
Aber da fällt mir ein, ich sollte vielleicht noch die Lüftungsautomaten für die Gewächshausfenster als zu überdenkendes Zubehör mit aufnehmen.
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kabraedu
Klasse Federmohn!!!!!
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Gast1021
Hallo miteinander,
da ich mein künftiges Gewächshaus ja frostfrei halten möchte, habe ich mich noch etwas ausführlicher mit dem Thema Heizung + Isolierfaktor der Verglasungstypen auseinandergesetzt. Da auch hier immer wieder die Frage auftaucht, was "machbar" ist, habe ich ein paar Ergänzungen zu dem Thema zusammengeschrieben.
Wie schon oben erwähnt, hängt der Faktor "Temperatur im Gewächshaus" von 3 Faktoren ab:
- Isolierfaktor der Scheiben (Ug-Wert)
- Notwendige Temperaturdifferenz zwischen Innen und außen (in Grad)
z.B. gewünschte Mindesttemperatur plus 10 Grad bei einer noch möglichen Tiefsttemperatur draussen nachts von minus 10 Grad = Temperaturdifferenz von 20 Grad - Grösse des Gewächshauses - aber nicht die Grundfläche sondern die Gesamtfläche der Verglasung (in qm)
d.z. Seitenwände, Dachflächen, Giebelflächen
Ich habe mir jetzt per Zufall aus den Angeboten im Netz die Daten von 3 gängigen Gewächshausgrössen herausgesucht, die Verglasungsflächen berechnet und mit einer Tabelle eines Heizungsanbieters abgeglichen. Das ist das Ergebnis:
Die Tabelle ist jetzt wie folgt zu lesen:
Bei einer Grösse von 6,2 qm (1. Spalte) hat man eine Verglasungsfläche von 24,4 qm.
Bei Einsatz einer 2.000 Watt-Umluftheizung erreicht man bei einem Isolierfaktor von 6,9 (4 mm Doppelstegplatten oder Einfachglas) eine max. Temperaturdifferenz von 11 Grad.
Das heisst, man benötigt schon eine relativ starke Heizung um bei einer solchen schwachen Isolierung bei minus 10 Grad das Gewächshaus gerade einmal frostfrei zu halten.
Investiert man in eine Isolierung von Ug 2,5 schafft die Heizung von eine Differenz von 30 Grad und das reicht meist schon für einen frostfreien Betrieb den ganzen Winter über (von sehr rauhen Lagen abgesehen).
Steigt aber die Gewächshausgrösse um nur 5 qm (siehe Spalte 3) sinkt auch hier der Wert schon auf 19 Grad möglicher Temperaturdifferenz - damit ist ein frostfreier Betrieb nur mehr in milden Regionen möglich.
Falls jemand da noch etwas nachrechnen möchte, bin ich gern zu weiteren Hilfestellungen bereit.
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rabo
Noch etwas überlegenswertes zur Frage Glas oder Doppelstegplatten.
Glas ist schön durchsichtig, setzt durch das Gießen aber auch schnell mal Kalkspuren an, meckert die Hausfrau.
Bei Doppelstegplatten fällt das nicht so auf.
Wichtiger ist aber, das bei Glas das Sonnenlicht ungehindert auf die Pflanzen trifft, und mehr mit Beschattung gearbeitet werden muß. Doppelstegplatten haben von Haus aus eine Wirkung als Diffusoren.
Ausserdem sieht der hungrige Nachbar nicht, wie groß die Gurken schon sind.
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Ptilotrichum
Wir besitzen bloss einen kleinen Anzuchtkasten aus Doppelstegplatten. Etwa 20 x 70x 100 cm gross. Ich fände es toll, Tomaten, Peperoni und Co. schon während den kalten Jahreszeiten anzuziehen. Kann man so ein kleines "Ding" irgendwie auf ca. 5 Grad heizen?
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Gast1021
Hi,
also wenn das so ein günstiges Ding aus dem Baumarkt ist, hast Du mit einer Heizung schlechte Chancen - da ist für die Nacht max. zwei, drei Grad über Aussentemperatur möglich. Mit der niedrigen Höhe kannst Du auch kaum eine Grabkerze hineinstellen ohne dass schon fast der Deckel zu schmelzen beginnt (weil zu knapp über der Kerze).
Verbessern könntest Du die Sache wohl nur mit einer "Bodenheizung" aus frischem Pferdemist.
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Ptilotrichum
Es steht schon ganz lange herum, also keine Ahnung von wo. Aber ich dachte schon, dass es eher schwierig wird. Wie sieht denn so eine "Bodenheizung" aus? Legt man einfach eine Schicht Mist unten rein? Ich überlege mir auch, das Haus mit Vlies oder anderen Dingen zu umkleiden. Aber dann wirds wahrscheinlich wieder zu dunkel drinnnen?!
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Gast1021
Hi,
ja - für eine Mistbodenheizung müsstest Du den Boden ausheben, eine mind. 20 cm dicke Mistschicht einfüllen, mit ca. 5 cm Erde abdecken und darauf die Pflanzen.
Eine zusätzliche Abdeckung mit Luftpolster-/Noppenfolie ist zwar nachts auf jeden Fall hilfreich - aber richtig erkannt: tagsüber müsste es weg, wegen Lichtmangel. (Ausser die Temperaturen innen bleiben unter 10 Grad plus - dann reduziert sich der Stoffwechsel/das Wachstum der Pflanzen und das Licht ist nicht mehr so wichtig.)
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Chris Arndt
Hallo Federmohn,
schaffe dir einen Wärmespeicher in Form einer Zisterne oder Wasserfasses, um so weniger
zusätzliche Heizungsenergie wird benötigt.
Willst Du das Gießen einsparen. betoniere den Gewächshaus Boden. Schaffe eine oder mehrere
Rinnen in der das Regenwasser vom Gewächshaus Dach hineinlauft mit verstellbaren Überlauf.
In die Rinne (großes Wasservolumen) kannst Du Eimer mit Tomaten Pflanzen, Gurken Pflanzen
oder andere stellen. Ich mache das schon jahrelang mit Erfolg.
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Gast1021
Also das empfinde ich kaum als Ersparnis.
Ausgepflanzt gedeihen die Pflanzen viel besser und wenn ich mir zweimal die Woche den Gartenschlauch ins Gewächshaus lege, ist das sicher nicht mehr Aufwand als die Eimer zu tauchen. (Ausserdem regnet es bei uns im Sommer so selten, dass ich auf diese Wasserquelle kaum verlässlich zugreifen kann.)
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Chris Arndt
Hallo,
Danke für die schnelle Reaktion.
Ich glaube hier ist noch einiges unklar. Ich tauche die Eimer nicht in die Rinne, sondern
die Eimer stehen in der Rinne. Wenn das Wasser länger reichen soll, drehe ich den verstellbaren
Überlauf etwas nach oben, um das Wasservolumen zu vergrößern.
Ich muss noch ergänzen, das Wasser vom Schuppen läuft auch noch ins Gewächshaus.
(siehe Galerie Bilder)
Wird es im Gewächshaus zu warm, haben einzelne Pflanzen Spinn Milben oder Blattläuse,
kommen die Eimer ins Freiland.
In den Eimern befindet sich Komposterde mit hohen Regen Wurmhumus Anteil.
Über den Ertrag berichte ich später.
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passiflora
Habe ein nur rel.kleines GH - so 3,5 x 2,5 m. Ich habe mir abklappbare Regale an der Seitenwand und einen entsprechenden Tisch gebastelt - aus Teilen einer alten Wäschespinne (Alu und Kunststoff !) Hat sich besonders im Frühjahr sehr bewährt, wenn noch einige Topfpflanzen und Anzuchtschalen im GH stehen. Wenn die Tomaten etc. Platz brauchen, wird die Einrichtung platzsparend zusammengeklappt.
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Gast1021
Jeep - auch beim Thema "Gewächshaus" gibt es nicht eine einzig seligmachende Lösung.

Je nach Anforderungen und Wünschen muss jeder für sich die beste Variante herausfinden.
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Justus1983
Wenn ich mir deine ganzen Tipps so durchlese wird das mit unserem Gewächshaus wohl ein größeres Projekt. Unglaublich, was man da alles beachten muss. Meine Sommerbeschäftigung ist auf jeden Fall schon einmal gesichert!
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haduwy
Vor wenigen Tagen habe ich ein Baugrundstück erworben, auf dem ich im hinteren Teil mit dem Garten beginne. In ein paar Jahren soll dann ein kleines Wonhaus drauf.
Nun meinte ein guter Freund, ich solle mir Gedanken machen, wo ich evt. mal einen Wintergarten oder ein Anlehngewächshaus möchte und da beim Bauen gleich Wasser (kalt und warm), Strom und Heizungsanschlüsse hinlegen.
Diese Idee finde ich gut. Das Gewächshaus mit der Hausheizung mit zu heizen ist doch viel effizienter als mit Strom oder Gas. (Die Hausheizanlage wird voraussichtlich eine Solewärmeanlage. Heißt, es wird ein unter dem Grundstück fließender kleiner Fluß angezapft und die Wärme dieses Grundwassers genutzt. Im SOmmer kann damit auch gekühlt werden.)
Stellt sich mir die Frage, wie / wo die Heizung gestaltet / verlegt sein sollte.
Gefließter Wintergarten: Fußbodenheizung.
Gewächshaus, nicht gefließt sondern mit Erde drin:
Fußbodenheizung im Weg?
Flexible Heizschläuche lose oben auf den Boden gelegt? Evt. Je nach Bedarf näher zu bestimmten Pflanzen oder weiter weg, so dass es Temperaturunterschiede innerhalb gibt?
Oder einen "altmodischen" Heizkörper, der wenig Strahlungswärme abgibt sondern die Luft erwärmt und Zirkulieren lässt?
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MartaBugatti
Federmohn ,20cm ausheben und 5 cm Erde darauf , die Pflanzen dann einpflanzen oder in Töpfe darauf stellen ?
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Gast1021
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rabo
Wenn das ein Anlehngewächshaus wird, ist es das beste ein oder mehrere einlagige Plattenheizkörper an die Anlehnwand zu bauen.
Dieselbigen rückwärts mit Wärmedämmung versehen und vorn mit Schwarzer Wandtafelfarbe streichen.
damit sind sie aus dem Bodenbereich, heizen zu ca. 80% mit Wärmestrahlung und die Wärmebedürftigen Pflanzen
werden einfach näher gepflanzt.
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MartaBugatti19.01.2014, 23:20sorry, für diese Heizungsart , die Pflanzen im Kübel darauf stellen oder ?
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Gast102120.01.2014, 07:03Ach so, dass hast Du gemeint.
In Töpfen wäre es besser sonst schieben die Pflanzen zu schnell zuviele Wurzeln in den Mistbereich und der ist auf Grund des (wärmenden) Amoniakgehaltes für fast alle Pflanzenwurzeln zu scharf; das könnte Verätzungen geben. Erst wenn der Mist seine Wärme abgegeben hat (der Amoniak abgebaut ist) kann man in den Rest auch nährstoffhungrige Pflanzen aussetzen. -
haduwy20.01.2014, 22:15Ich bin ja doof, dass mir das nicht selbst einfiel. Wandheizung!
Im Wohnhaus möchte ich in einigen Räumen (Bad) ja auch eine Wandheizung (zusätzlich zur Fußbodenheizung)
Im Anlehngewächshaus wirkt die Wandheizung dann genauso, wie wenn an sonnigen Tagen die Mauer von der Sonne aufgewärmt worden wäre. Bei mir kommt die Wärme dann an nicht sonnigen Tagen halt aus der Hausheizungsanlage. Der Aufbau ist dann grundsätzlich der gleiche wie innen: Isolierung, Heizungsrohre (solche die auch für Fußbodenheizungen verwendet werden), Verputz, Farbe.
Naja, schwarz vielleicht nicht unbedingt. Sonst müsste ich mein Bad ja auch schwarz Fliesen
Aber ich weiß schon, was Du meinst.
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rabo21.01.2014, 15:57
Wenn die Heizflächen gut stumpfes Schwarz haben, strahlen sie nicht nur gut ab, sondern können an sonnigen Tagen in der Übergangszeit im Frühjajr und Herbst auch die Heizung im Haus entlasten. Die wirken dann wie Sonnenkollektoren. Einfach mal den Heizungsbauer deines Vertrauens fragen zwecks eventueller Umschaltung von Hand oder Thermostatgesteuert.
Und im Sommer könnte man auch noch Warmwasser machen oder den Pool heizen.
Möglichkeiten gibt es viele.
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