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Mirj
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Gast10153
Die Salad blue ist beinahe identisch mit der Blue Congo.
Eine sehr ertragreiche und ausgezeichnete Sorte ist Blaue Elise (nicht die vom Rosaroten Panther, obwohl ich diese Sorte auch habe
) Die Blaue St. Galler hatte ich noch nie.
Bezüglich Angaben zum Geschmack und zur Konsistenz muss man bei Kartoffeln allerdings immer etwas vorsichtig sein, da das auch stark standortabhängig ist. Die selbe Sorte kann bei dir und bei mir ganz unterschiedlich schmecken.
Am besten einfach mehrere bestellen, probieren und die besten weiterkultivieren. Viele Kartoffelzüchter bieten sog. Probierpakete an. Da hast du dann 10 oder mehr verschiedene Sorten zu je 3-5 Knollen. Diese pflanzt du dann an und nach der Verkostung entscheidet ihr welche nächstes Jahr wieder kommen dürfen. Das geht am einfachsten und macht auch richtig Spaß.
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Mirj
Ja das mit dem Standort = Geschmack hab ich schon gehört.
aber das mit den Probierpaket hört sicht super an, muss ich mal meinen Mann vorschlagen, der wir wahrscheinlich nur die Augen verdrehen
und denken die spinnt, noch mehr Kartofeln?
(hihihi)
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Grünspan
Hallo stone,
aus deinem Post #4, schon etwas her,
welche Sorten/Arten sind eigentlich kompatibel zueinander und welche nicht,Gezielte Kreuzung von kompatieblen Sorten mittels künstl. Bestäubung
und warum?
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Gast10153
Bei den Kartoffeln musst du auf die Ploidität achten, das heißt wie oft der Chromosomensatz vorkommt. Während Wildkartoffeln vorzugsweise diploid sind, das heißt 2x12=24 Chromosomenpaare besitzen sind die meisten Kulturkartoffeln Tetraploid und besitzen 4x12=48 Chromosomenpaare. Es gibt dann auch noch hexaploide und Mischformen wie Dihaploide usw.
Kurz gesagt, Kartoffelsorten mit unterschiedlichen Chromosomensätzen lassen sich in der Regel nicht untereinander kreuzen (es gibt jedoch einige Tricks und Ausnahmen wie es manchmal doch geht).
Weiters spielt die Fruchtbarkeit eine Rolle. Viele Kulturkartoffeln sind unfruchtbar oder zumindest teilweise steril, bilden also entweder keinen Blüten oder keinen Pollen aus oder der Fruchtknoten ist verkümmert. Diese kann man natürlich auch nur bedingt miteinander kreuzen oder für die Zucht verwenden.
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Grünspan
Hallo stone,
vielen Dank für die Infos, sehr lehrreich.
Jetzt weiss ich auch, warum im letzten Jahr meine Marabel keine Blüten hatte.
Lese mich z.Z. in den Kartoffelanbau ein, ich glaube, ich werde noch ein
richtiger Kartoffelfan.
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Gast10153
Das kann sein, muss aber nicht. Kartoffeln bilden nicht immer zuverlässig Blüten aus. Ich hatte auch schon Jahre, in denen sonst gut blühende Sorten mal Pause gemacht haben. Aber prinzipiell ist es schon so, dass gerade Hochleistungssorten extra so gezüchtet werden, dass sie unfruchtbar sind, da dann der Knollenertrag höher ist wenn keine Energie für Samen aufgewendet werden muss.
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Chris Arndt
Hallo Stone,
mir erscheinen deine Beiträge sehr Wissenschaftlich.
Ich habe schon verschiedene Sorten ausprobiert. Meist war der Ertrag
nicht besonders, aber irgendwelche Vorzüge hatten sie schon.
Hast du schon mal was von der Sorte "La Bonnotte" gehört.
Viele Grüße von Chris
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Gast10153
gehört schon, aber noch nie angebaut.
Und was den Ertrag angeht sind viele bunte Knollen weit hinter den hellfarbigen, aber nicht alle. Ich hab auch blaue und rote Sorten die durchaus im Ertrag mit modernen Hochleistungssorten mithalten können.
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Gast1021
Diese Sorte hatte ich letztes Jahr im Anbau.
Ist vom Ertrag und Geschmack her ganz o.k. - aber nicht herausragend - insbesondere der Geschmack wird ja in einigen Quellen über den grünen Klee gelobt aber dafür hat's in meinem Boden wohl nicht ganz gereicht. Für mich war's eine sehr durchschnittliche Frühkartoffel, die ich nicht mehr anbaue.
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Gast10153
Zum Geschmack möchte ich wirklich nochmal betonen, dass dieser extrem vom Boden abhängig ist. Bei den Kartoffeln sollte man daher immer auf dem eigenen Boden Versuche machen. Frühkartoffeln haben aber generell einen "faden" etwas Geschmack und meist etwas wässrige Konsistenz. Ich baue daher ausschließlich halbfrühe Sorten mit 120-150 Tagen Reifedauer an, die schon gut vorgetrieben recht zeitig in den Boden kommen. Die sind fast genauso schnell erntereif wie Frühkartoffeln, schmecken jedoch deutlich besser.
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Trüffel
Wie beurteilst Du die Sorte Laura?
Ich habe da unterschiedliche Meinungen gehört.
Verkauft wurden sie mir als Frühkartoffeln, woanders waren sie wieder keine Frühkartoffeln...
Gibt es irgendwo im Netz eine nutzbare Tabelle mit Sortenbeschreibungen wie Knollengröße, Ertrag?
Hier habe ich schon etwas gefunden, aber es könnte doch noch ausführlicher sein!
http://www.alf-dg.bayern.de/pflanzen...schreibung.pdf
Viele Grüße
Petra
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Gast10153
Die Laura ist eine meiner Lieblingssorten. Genaugenommen ist es eine halbfrühe mit 120-150 Tagen Reifedauer.
Sie ist geschmacklich sehr gut, hat eine wunderschöne gelbe Fleischfarbe und ist ideal als Bratkartoffel, für Püree oder Pommes.
Mit dem Begriff "Frühkartoffel" in Geschäften muss du vorsichtig umgehen. Der bezieht sich meist nicht auf die Reifedauer sondern lediglich auf die Jahreszeit. Die bieten die ersten frischen Kartoffeln fast immer unter "Frühkartoffel" an. Das können dennoch ganz "gewöhnliche" Kartoffeln aus Südspanien oder so ein.
Listen gibt es viele im Netz. Deine ist ja schon mal ganz gut. In Genbanken bekommst du umfangreichere Listen (Wageningen oder GLKS zum Beispiel) Dort muss man sich allerdings anmelden.
In der Regel reichen mir die ngaben des Herstellers. Wenn du online bestellst bieten doch e die meisten Erzeuger gleich eine detaillierte Sortenbeschreibung mit an, wobei man da wie gesagt immer vorsichtig sein muss mit den Angaben, denn die sind sehr vom boden und vom klima abhängig. Auch die reifedauer kann je nach Boden und Grad der Vorkeimung sehr weit streuen, also ganz eindeutige Angaben wirst du deshalb nirgens im Netz finden.
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Chris Arndt
Hallo Stone,
das hat seinen Grund, warum ich nach der Sorte "La Bonnotte" frage. Ich habe die Kartoffelsorte im Internet zu relativ normalen Preisen im Angebot gesehen. Nun habe ich vor zwei Jahren einen Artikel aus den Internet ausgedruckt. Da
es wegen der Übertagungsrate vielleicht unleserlich ist, schreibe ich es mal wörtlich auf.
Was der Ferrari unter den Autos, das ist die "La Bonnotte" unter den Kartoffeln. Auf Noirmoutier wächst die Knolle
durch Klima, Brise, reichlich salziges Meerwasser und Algen zu einer aromatischen Kartoffel heran.
Doch ein auf der kleinen Insel angebautes Kilo "La Bonnotte" ist nicht gerade günstig:
Liebhaber zahlen bis zu 500 € für den Ein-Kilo-Sack. Kartoffelsalat mit Würstchen wird so schnell
zu einen teuren Spaß. (Bild: fotolia)
Ich vermute mal, das wird wieder ein typischer Beitrag der Asphaltpresse sein.
Viele Grüße von Chris
Antworten
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Hier (Brandenburg) treibt der Wein von nur geschwollenen Knospen (an den sehr alten Reben) bis wollig und ein Blatt eingerollt!