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WAYKOW
Ich bin darin noch recht unerfahren, nAchdem meine Bodenuntersuchungen jedoch so gute Resultate gebracht hatten, liege ich wohl ziemlich gut mit meinem Augenmaß.
Verdünnung 1l Jauche auf 9 l. Wasser (ist einfach als 1:10). Mit einem Messbecher ein l. Jauche in die 10l. Geißkanne und auffüllen. Damit gieße ich meine Pflanzen normal, d.h. wie beim täglichen gießen üblich.
Gedüngt werden aber nur Starkzehrer (Tomaten, Kartoffeln un co), sowie Büsche und Bäume.
Dies mache ich 2mal im Jahr.
Im Frühjahr habe ich auf den qm noch ca. 3l Kompost und eine gute Handvoll Mist eingebracht.
Mehr gedüngt wird nicht.
Ich sollte aber hinzufügen, dass unsere lockere Gartenerde noch immer zum Teil mit Lehm durchsetzt ist und unter der 10-20 cm lockeren Erde Lehm pur ist. Auf Sandböden muss ggfs. öfters gedüngt werden.
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maus16.1
Bodenuntersuchungen haben bei mir vermutlich (noch) keine Sinn - das Beet ist erst im Herbst 2011 komplett umgebuddelt worden, nachdem wir den Apfelbaum rausgeworfen hatten. Wir haben die ganze Erde aus dem alten Beet durchgeworfen, bis auf Kiestiefe runter - mein GöGa fand das "ganz toll", meine Ideen halt wieder und dann wurde der fehlende Part (so 1-2 Kubikmeter ) nachgekauft. Wie sich herausgestellt hat war der ganz schön mit Unkraut versetzt (Melde oder so was - leicht zu entfernen). Also noch auf den paar (12) Quadratmetern noch ein unharmonischer Mix. Schwer zu analysieren.
"Meine" Erde ist auch ganz gut, denke ich. Humus, etwas lehmig, pappig, kein Sand, viel Kies (auf 50/60 cm) und recht unverbraucht. Es waren nur besagter Apfelbaum, Johannisbeeren und ein paar Rosen drin (und tausende von Schneestolz, die ich jetzt mühsam ausgrabe).
Kompost habe ich noch nicht viel (nur einen Mörtelkübel von ca. 45 Liter voll), d.h. der ist auch noch nicht verbraten. Und Mist habe ich auch bisher nicht. Aber die 2 x im Jahr Brennesseljauche für die Stickstoffhungrigen werde ich auch mal probieren - guter Tipp.
Sonderfall - meine Tomaten: die müssen wieder in Topfen wachsen und bekommen in die Erde vom Vorjahr Hornmehl + Hornspäne zum Start. Und dann (ab der Blüte oder so) noch Brennesseljauche (1 : 10 - hab ich auch so gemacht) immer wenn ich dran denke und die anderen Kübelpflanzen gleich mit. Das hat schon letztes Jahr ganz gut hingehauen - von 6 Tomatenpflanzen, jeweils zu zweit in 3 Blumenkästen (je 60 x 30 x 25) auf der Terrasse unter dem Balkon hatte ich mehr als 15 kg Ertrag. Das fand ich gut (hab aber keine Vergleichswerte).
LG
Marion
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WAYKOW
Zu den Tomaten
Du düngst deine Tomaten zweimal extrem stickstoffbetont.
Das halte ich für wenig sinnvoll
Im Frühjahr ein Volldünger z.B. Kompost und etwas Pferemist oder auch gekaufter Vollwertdünger und im Herbst wenn es schon die ersten Früchte gibt nochmal Stickstoffdünger z.B. Hornmehl.
Dein Ertrag ist aus meiner Sicht hervorragend - aber Ertrag ist eben nicht alles.
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igelchen83
Warum ist Ertrag nicht alles, ich schätze deswegen bauen doch viele erst selbst an. Was bringt es mir einem Garten zu bewirtschaften, wenn zum Ende nicht viel bei rumkommt?
Wir bringen zwei- bis dreimal im Jahr Brennessel aus, je nach Pflanze. Und sonst hat mein Freund einen Schrank voller Wässerchen, wo er immer nur was von Enzymen und Aminosäuren murmelt....da lass ich ihn machen, geholfen hats immer
Und sonst das übliche wie Dolomitkalk, Hornspähne, Animalin, irgendwelche Pellets...weiß der Geier. Von Perlit murmelte er jetzt auch mal was....ich nicke da meist nur
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Wildkraut
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Gast10153
Ich gebe dir recht, aber worin besteht nun die Gefahr von zuviel Stickstoff bei Tomaten? In der Regel nimmt dadurch die Grünmasse zu und der Ertrag ab. Von Qualitästeinbußen ist mir nichts bekannt. Da ja der Ertrag sichtlich in Ordnung war kann es somit auch nicht so dramatisch gewesen sein. Bei Topfpflanzen halte ich übrigens eine 2 malige Stickstoffdüngung nicht für übertrieben.
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Gast8226
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WAYKOW
ICh bin kein Chemiker und hab meine Pflanzen auch nie analysieren lassen daher verzeih mir, wenn ich mich nur auf Google Quellen berufen kann.
Recherchiere mal nach Stickstoffüberdüngung so wie ich dies verstanden habe kommt somit zuviel Nitrat in den Körpber das zu giftigem Nitrit umgewandelt wird.
Ferner soll zuviel Stickstoff andere Elemente blockieren die für die Pflanze wichtig sind.
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Sonnenkalb
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Gast1021
Meiner Meinung nach führt zuviel Stickstoff zu vermehrter Wassereinlagerung in den Früchten - da ist es nur mehr ein kleiner Schritt zu den früher so verschrieenen Wassertomaten aus Holland.
Grundsätzlich richtig - aber das Nitrat wird hauptsächlich in der Blattmasse gebildet. Es sit also vor allem ein Problem bei Salat oder Spinat - weniger bei Tomaten, wo man ja nur die Früchte, nicht aber das Laub isst.
Blockieren ist vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck.
Wenn der Sättigungsgrad von einem Nährstoff erreicht ist, hören viele Pflanzen auf, weitere Nährstoffe aufzunehmen - egal ob von anderen Nährstoffen noch etwas benötigt würde oder nicht. Das kann man sich wie einen Überlauf beim Regenfass vorstellen - ist der Speicher gefüllt, geht nichts mehr.
Wobei das kein einzelnes Phänomen vom Stickstoff ist - das geht auch mit anderen Nährstoffen.
Allerdings hat meiner Meinung nach der ph-Wert einen viel grösseren Einfluss auf die Aufnahme bestimmter Nährstoffe als ein etwaiges Überangebot von einzelnen Bestandteilen.
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Wildkraut
Bitte versteh mich nicht falsch aber über diese Aussage muss ich schmunzeln. Das ist typisch, für's Auto kaufen die meisten das teuerste Motorenöl für sich selber als den eigenen Motor (auch wenn hier der Umweg über die Tomate genommen wird) wird aber auf günstige Produkte zurück gegriffen.
Wobei ich jetzt hier kein Diskussion über den Zaun brechen will ob günstige Milch besser oder schlechter ist. Mit dem Kauf von Produkten der günstigsten Sorte unterstützt man aber leider oftmals die extreme Massenproduktion, die wiederum meistens nur mit Chemie machbar ist.
Aber wie gesagt, dass soll keine Kritik sein, eher eine Feststellung meinerseits. Ausserdem weiss ich auch gar nicht, wie sich Milch auf Tomaten auswirkt. Deinen scheint es ja gut zu tun.
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Gast8226
Ich 'sage' es mal so: Für mich ist die (Klein)Gärtnerei ein aus Spaß an der Freude Hobby...

Und warum eigentlich nicht mit verdünnter Milch gießen (lass mich doch bitte mein Gewissen beruhigen resp. das ich auch ruhig schlafen kann
)? (goole mal nach 'Tomaten Milch Dünger'
)
Milch ist doch (eigentlich - zumindest ist mir das so bekannt) ein totales Naturprodukt. Du erinnerst dich?: Kuh frisst (hauptsächlich) Gras und gibt Milch... Wobei ich immer noch nicht weiß wie das funktioniert -> Kuh frisst grünes Gras, gibt aber weiße Milch

Und denke mal ja nicht, das früher die Molke (eigentlich ein Abfallprodukt bei u.a. der Käseherstellung) in die Kanalisation (oder einfach so auf den Misthaufen) gegossen wurde. Denkste! Die Molke wurde (hauptsächlich) auf dem (z.B. Kartoffel)Acker (vorbeugend gegen K&B-Fäule) verteilt und auch für die Schweine unter deren Futter gemischt... Die Bauern verwehrten alles - da wird nichts weggeschmissen! (Zumindest war das früher so und ich kenne das auch nur so.)
Nun aber bitte wieder b.t.t. - Wir schweifen nämlich ganz schön vom eigentlichen Thema ab..Geändert von Gast8226 (23.04.2012 um 09:25 Uhr)
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muffinepuffin
Hallo,
mal eine doofe Frage, gibt es auch Brennesseln die nicht brennen??? Ich kann bei uns einfach keine finden! Letztens habe ich dann aber hinterm Hùhnerstall eine masse an Pflanzen entdeckt die tàuschend àhnlich aussehen aber nicht brennen (wurde bei meinem Mann ausprobiert
) Kann auch gerne mal ein Foto einstellen!
Lg Bianca
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WAYKOW
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Gast1021
Hi,
einige Arten der Taubnessel (Lamium) schauen der Brennessel tatsächlich etwas ähnlich.
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muffinepuffin
Und aus diesen Taubnesseln kann man nicht zufàlligerweise auch Jauche herstellen???
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Gast1021
Jauchen kannst Du aus allem herstellen - aber u.U. hat es nicht dieselbe Stickstoffdünge- oder Blattlausvertreibewirkung wie eine Jauche von Brennnesseln.
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WAYKOW
Ich könnte mir vorstellen, das diese auch gute Stickstofflieferanten sind aber als Mittel gegen Insekten eher untauglich.
Für das brennen sind kleine Häärchen verantwortlich die bei Berührung abbrechen. So schützt sich die Pflanze gegen Insekten. Das enthaltene Gift ist glaube ich Ameisensäure oder zumindest ähnlich der Ameisensäure.
Da die Taubnessel nicht brennt fehlt vermutlich auch diese positive Nebenerscheinung.
Übringens soll es gesund sein wenn man von Brennesseln gestochen wird.
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Wildkraut
jege2309, nur ganz kurz weil es ja eigentlich wirklich vom Thema abweicht. Ich bezweifle nicht, dass Milch und alle Produkte daraus verwendet werden können und es ist sicher wertvoller alles der Natur zurück zu führen anstatt über die Kläranlage teuer zu entsorgen - keine Frage.
Was ich angesprochen hatte war mehr der Umstand, dass in der Massentierhaltung oft fragwürdige Futterzusätze und Medis (vor allem auch Antibiotika etc.) verwendet wird und darum vieles in den natürlichen Kreislauf gelangt, was da nichts verloren hat.
Deshalb versuche ich Billigprodukte so gut wie möglich zu vermeiden, Garantie habe ich deshalb aber keine, das ist mir schon klar.
Und nun zurück zum Thema. Mit Jauchen kenne ich mich noch wenig bis gar nicht aus. Wenn ich Brennesseln und Schachtelhalm mische müsste dies also gegen Blattläuse und auch gegen Pilzerkrankungen (also z.B. Sternrusstau, Mehltau) wirken. Wann und wie oft müsste/könnte ich z.B. meine Rosen damit ein sprühen? Oder müsste ich die Jauche zum Giessen verwenden?
Macht es einen Unterschied welchen Schachtelhalm ich verwende? Ich bin mir nicht sicher welcher das ist der bei mir wächst.
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Gast8226
Ja klar ist auch mir das mit den 'Futterzusätzen, Arzneimitteln, Düngern ...' bekannt und habe das mit Absicht weggelassen weil diese Diskussion dann imo ins Unendliche gehen würde...
ICH denke beim Verzehr von z.B. tierischen Nahrungsmitteln (ob nun in flüssiger und/oder fester Form) einfach nicht an diese 'Zusätze'...
Denn dann dürfte ICH (resp. WIR) eigentlich gar nichts mehr essen (und auch KEIN Öko Gedöns!)...
b.t.t.
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