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- Uli -
Wieso magst du keine Schneeglöckchen und Osterglocken?

Ich würde den Steinbrech nicht gerade über die Osterglocken setzen ich finde den doch ziemlich kompakt
und glaube dass es die Frühblüher da echt schwer hätten.
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WAYKOW
Genau das hab ich befürchtet, denn die Frühlingsblumen sind sogar mir wichtig

Rindenmulch schadet den Fürhblühern aber nicht - oder?
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petra75
Ich setze da alles, was man auch im Steingarten pflanzen kann, diese kleinen bodendeckenden Blühpolster und auch Hauswurz, Mauerpfeffer etc.
Es kommt aber trotzdem etwas Unkraut durch, sonst wärs ja fad
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Muecke
Zumm Thema Bodendecker: Ich galube, es heißt silbriges Hornkraut, das habe ich Massenweise. Hält Unkraut relativ sicher fern (zumindes wird es weniger), und meine Tulpen, Narzissen, etc, kommen alle durch. Ansonsten kannst Du, je nach geschmack, auch mit Kies mulchen. Das mache ich jetzt in meinem Kräuergartne bei der Lavendelhecke.
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---------- Beitrag hinzugefügt: 05.04.2012 um 21:53 Uhr ----------
Ach ja, und: In meiner "Hecke" sind alle Frühjahreszwiebeln durch ca. 6cm Ridenmulch durchgekommen. Es scheint ihnen nicht zu schaden.
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Marion27
Servus WAYKOW!
Ich habe mir letztes Jahr [1. Gartenjahr + umgestalten eines reinen Ziergartens zu einem ausschließlichen Nutzgarten- vielleicht wird's ja wirklich einmal ein richtiger Permakulturgarten...
] Bücher gekauft, wobei für mich die relevantesten folgende sind:
- Sepp Holzer: Permakultur - praktische Anwendungen für Garten, Obst und Landwirtschaft
- Sepp und Margit Brunner: Permakultur für alle
Haupsächlich schlage ich im 2. Buch nach....
Hier stehen Hinweise zum Mulchen:
Geeignete Mulchmaterialien:
.) für uns am Hof ist HEU ein ideales Mulchmaterial, da wir reichlich davon haben. Es ist für das Bodenleben bekömmlicher als Stroh und pappt nicht wie Rasenschnitt oder gehäckseltes Stroh aus der Strohmühle. Die Bodenluft kann leichter zirkulieren. Der Gasaustausch zwischen Boden und Pflanze funktioniert ideal.
.) STROH sollte vor dem Mulchen leicht angerottet werden, indem man es mit ein paar Schaufeln Erde oder Kompost versetzt und gut anfeuchtet. Es verbindet sich dann besser mit dem Boden und wird vom Bodenleben schneller angenommen.
.) Frischen RASEN- oder GRÜNSCHNITT verwenden wir zum Mulchen nicht, da sie- zu dick aufgetragen- faulen, übel riechen und Schnecken anziehen. Dünn und locker aufgetragen (3- 4 cm) taugen sie zwar, verbrauchen sich aber schnell. In lockerem, getrockneten Zustand ergeben sie ein traumhaftes Mulchmaterial.
.) HOLZHACKGUT, RINDENSCHROT, HOBEL- und SÄGESPÄNE bringen wir bei uns nur auf die Gartenwege. Als Mulch für die Beete sind sie zu sauer und sie rauben den Pflanzen die Nährstoffe. Wenn sie allerdings vorkompostiert und mit Gesteinsmehlen vermischt werden, kann man sie auch in den Beeten verwenden. Idealer noch eignen sich diese vorkompostierten Materialien zum Abdecken der Baumscheiben.
.) Karton und Zeitungen verwenden wir nicht, darum haben wir auch keine Erfahrungen mit diesen Material.
(Zitat aus Permakultur für alle- Sepp und Margit Brunner; S. 59 ff)
Ich fasse diese Zeilen so auf, dass sie sich auf die "Mulch- total- Methode" beziehen...: hier wird das gesamte Jahr über gemulcht...im Spätherbst mit einer dicken (20cm) Mulchschicht (Heu) begonnen...
Meine eigene Erfahrung:
Ich habe letztes Jahr alle Beete und Baumscheiben gemulcht...
Vorteil: wenig (Un-) Kraut und ich mußte kaum gießen; jedoch fanden sich sehr viele nützliche Lebewesen ("andere Leu'- s. Buch 2) ein
Nachteil: manche Pflanzen, welche ich aussäte hatten zu spät Licht, und mußten sich dann mittels langem, verbogenen Stängel ans Licht vorwurschteln...
Letztes Jahr versuchte ich mich im Mulchen. Wie bereits o. erwähnt, kam es bei manchen Pflanzen zu dieser "Wurschtlerei". Aber die Vorteile waren super! Ich hatte ja (noch) kein Heu und kaufte dieses beim Lagerhaus. Ein Ballen (s. Foto) kostete € 5,50. Damit kommt man für viele m2 aus, da die Schicht ja nicht zu dick sein sollte...
Das Mulchen in Verbindung mit dem neuen, großen Kompost hatte noch einen Vorteil: wir hatten davor eine Tausenfüßlerinvasion im Haus....immer wenn das Kellerfenster (auch nur einen Spalt) geöffnet war, kamen diese Dinger in Scharren im Keller.... ich habe sie zusammengekehrt, und im Kompost und auf die Beete verstreut....sie sind ein ausgezeichneter "Kompostverarbeiter"! Mittlerweile bekamen auch (Garten-) Freunde und Nachbarn diese Stinker für ihren Kompost....und mittlerweile haben wir im Haus sie nur noch vereinzelt herumkrabbeln...
Nachdem ich letzten Herbst nicht wußte, wieviel Heu (unsere unbehandelte, langgewachsene Wiese welche mein Schatz mit der Sense mähte und ich dann drehte, trocknete und in alten Tuchentüberzügen am Dachboden aufbewahrte- Schnitt machten wir 2011 2x + frisches Grünfutter für unsere Hasis) wir für unsere Hasen brauchen werden, mulchte ich nur das im Herbst (Nov. 2011) neu gestaltete Kartoffel- Gemüse- Beet mit Stroh (gebraucht von den Hasen) und laufend mit Hasenmist. Im Jänner hörte ich damit auf, arbeitete dann alles ein, und setzte zum vorletzten Wurzel- Pflanztag (M. v. Thun) die Kartoffeln.
Heuer habe ich NOCH nicht gemulcht, da es viel zu trocken war (kein Regen seit 16. 10. 2011- außer ein paar Schneeflocken im Winter) und ich (meiner Meinung nach) erst die ausgesäten Pflänzchen kommen lassen wollte...
Aber heute- wenn es nicht zu stark regnet- lege ich den Mulch (es ist viel von 2011 über geblieben) aus, damit es durch den angesagten (weiteren) Regen auch schön nass wird...
Liebe Grüße!
Marion
PS: unter "anderen Leut" meinen Sepp und Margit Brunner: Wir üben uns längst in Demut und haben längst begriffen: Die Bodenlebewesen sind keine primitiven Lebensformen, es sind nur "andere Leut". (o. g. 2. Buch, S. 58)Geändert von Marion27 (06.04.2012 um 09:35 Uhr)
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Bärle
Lieber Waykow
danke, dass du diese interessante Diskussion angestoßen hast. Die Tipps kann ich gut gebrauchen, denn auch bei mir steht nach dem Ausreißen von Überflüssigem (u.a. 10 Schubkarren Erika) in meinem Blumenbeet die Fragen an, wie mulche ich richtig. Da hab ich jetzt jede Menge Tipps bekommen. Besonders der von Marion mit dem Heu ist interessant, das könnten wir sogar selbst erzeugen.
Was ich in meinem Blumenbeet am Rand stehen gelassen habe, sind riesige Poster mit Steinbrech. Und alle Frühjahresblüher schieben sich da mit Volldampf durch Osterglocken und Tulpen und ??? (bin schon sehr gespannt) schaffen das locker. Allerdings keine Schneeglöckchen und Krokusse - da waren aber im ganzen Beet keine zu finden. Ob sie unterdrückt wurden oder vom Vorgänger nicht eingepflanzt wurden - keine Ahnung.
LG Bärle
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Marion27
...ich meine, dass ich es bereits vergangenes Jahr proierte...positiv...
Wie bereits erwähnt...für heuer weiß ich noch nicht, wie's wird.
Ja, WAYKOW! Das war eine SUPERTOLLE Idee von dir! DANKE!
Ich habe letzten Fr.- vor dem 24h- Regen gemulcht...mit unserem Heu vom Vorjahr...als ich es aufgebracht hatte...grübelte ich...es war das Heu vom Herbst! Also hoffentlich nicht zu viele Samen mit drinnen... (???).
Mit meinem Sensenschatz habe ich schon darüber gesprochen, und wir werden heuer das 1. Sensen VOR dem Ausreifen der Samen machen- für das Mulchen...und der 2. (+ viell. 3.) gehört dann den Hasis.
Jetzt habe ich auch Fotos vom Mulchen 2012...Nicht so dick aufgetragen, wie 2011- und bei den kleinen, jungen Pflanzen noch weniger. Die Stäucher und bei den Bäumen (wo ich nichts angesäht habe) etwas dicker. Dort wo ich noch nicht gesät bzw. ausgepflanzt habe und beim Bärlauch (Hundsknofl), ist auch noch nicht gemulcht.
Und gerade eben- als ich von der Terasse in den Garten schaute- kam mir die Idee *BING*!
: ich werde sämtliche Gehwege in und um den Beeten von Holzbrettern und Waschbetonplatten (igitt...die sind so häßlich und unnatürlich) "befreien" und dick mit Stroh decken...davon habe ich ja noch genug....
Geändert von Marion27 (08.04.2012 um 13:38 Uhr)
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WAYKOW
mulchen kann aber auch NAchteile haben.
Grasschnitt, Blätter etc zieht Schnecken an.
Unter Stroh verstecken sich Schnecken gerne.
Rindenmulch und Häcksel hingegen enthält Gerbsäure und behindert damit auch das Wachstum der Nutzpflanzen.
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Gast1021
Nicht alle Holzarten enthalten gleich viel Gerbsäure; wirklich problematisch ist es meines Erachtens nur bei Nadelbäumen, Walnuss und Eiche.
Wir mulchen im Gemüsegarten unsere Wege mit Holzhächsel vom Heckenschnitt (hauptsächlich Liguster, Schneeball und Hartriegel) und bis jetzt wäre mir noch nicht aufgefallen, dass die unmittelbar angrenzenden Nutzpflanzen schlechter wachsen würden als andere.
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WAYKOW
Stimmt - da hast du recht - wir bringen Häcksel auch gerne beim Himbeeren und Erdbeeren aus. die lieben den Häcksel sogar.
Dann allerdings sollte man unbedingt recihlich Hornspäne zufügen, da Häcksel Stickstoff aus dem Boden saugt.
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Gast1021
Kommt darauf an, was man alles verhächselt.
Stickstoff wird vor allem für die Zerlegung von Zellulose vermehrt benötigt; während Laubmasse sogar Stickstoff abgeben würde. Hächselt man jetzt Äste mit Laub, hält sich der Stickstoffhaushalt meiner Meinung nach halbwegs im Gleichgewicht.
Wir verwenden jedenfalls keine zusätzlichen Hornspäne.
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Marion27
Das habe ich ja bereits oben (mittels Buchausschnitt) erwähnt...
Das Stroh werde ich für die Gartenwege verwenden...und vielleicht zur Pilzzucht.
Mit dem Heu habe ich weder die Gerbsäuren- noch die Schneckenerfahrung gemacht...
Und um die Erdbeeren habe ich letztes Jahr den Vergleich gemacht. Sepp Holzer beschreibt dies in seinem Buch: Steine um die Erdbeeren (er nennt die Stoanaerdbea)...und das hat wirklich besser funktioniert, als ohne...sie trugen besser- auch der Geschmack war intensver (bei gleicher Sorte).
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Gast10491
Das hat aber jetzt nichts mit Mulch zu tun, sondern mit einem veränderten Kleinklima durch die Steine. Schau mal, wie in anderen Ländern Gartenbau betriebn wird, die von Klima nicht so gleichmäßig begünstigt sind.
Reben oder Gemüse geschützt im Steinwall. Weniger Wind, Wärmespeicher....
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wt15309
Hallo,
das ist ein Sehr interessantes Thema.
Da ich mein GHW im betrieb nehmen möchte habe ich ein kleines Problem.
Vor ca 1 Jahr habe ich co 2 cm abgelagerten Mist in Boden eingebracht und 4-5 umgestochen. leider war ich nicht so schnell mit dem GWH und so konnte Unkraut weiter spriesen - wahrscheinlich war ein kapitaler Fehler das ich den Mist/Boden nicht gesiebt habe.
Also nach den Winter habe in 2 mal ungestochen und ausgerecht, allerdings wächst alles wie wild vom neuen. Ausreisen ist nur eine halbe lösung.
Hackschnitzel, Zeitung + Blumenerde oder Rasenmulch was ist kurzfristig die Beste Lösung, oder doch Ausreisen?
Gruß
wt15309
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WAYKOW
Wir jäten immer klassisch (rausreisen).
Im sommer geht bei uns häufig das jäten nicht mehr weil alles zu dicht bepflanzt ist, dann wird nicht selten nur abgerissen, damti sich nichts versamt.
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ategoo
Besorge Dir Häcksel, mit etwas Magensium-Kalk bestreuen und 1 Jahr offen auf einem Haufen lagern. Danach kannst Du ihn im Garten
verwenden, funktioniert wunderbar.
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WAYKOW
@ategoo Willkommen
sieht man selten das ein Neuling nicht mit Fragen, sondern mit Tipps kommt - Danke
Dem Häcksel (bei Holzhäcksel) würde ich aber zumindest noch Hornspäne für den Stickstoffbedarf zufügen.
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WAYKOW
Ich hab eine neue Idee entwickelt mit meinem Unkruat im GWH zurecht zu kommen.
14 Tage oder 3 Wochen bevor die Pflanzen einzeihen gieße ich regelmäig das GWH.
Dann sprießt das Unkraut bereits und kann leichter entfernt werden als wenn die Pflanzen schon gesetzt sind.
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wt15309
Guten Morgen,
nun ja das ist ja mein Gedanke. So in 2-3 Wochen werde ich die ersten Pflanzen einplanzen.
Gießen ist nicht notwendig - das Unkraut gedeiht wunderbar.
Also doch wieder jäten
Gruß
wt15309
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WAYKOW
Wenn das Unkraut da ist musst du jäten.
Du kannst aber dann mulchen um künftiges Unkraut zu unterdrücken.
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Doch, das kann schon sein! liebe Grüße morus nigra