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Geno
Kartoffeln Triebe 40 cm!!!
Hallo allerseits!
Ich bin Geno und wünschte jemand könnte mir einen Tipp geben was ich jetzt machen sollte. Ich habe das Gärtnern erst vor kurzem für mich entdeckt. Es ist mein 2. Gartenjahr
Ich habe einen kleinen Schrebergarten der Gemeinde gepachtet und dort ist die Erde nicht sehr gut.
Letztes Jahr habe ich fast gar keine Kartoffeln geerntet. Anderes ging ganz ok. Die Erde an der Stelle war wohl sehr sandig und Nährstoffarm. Hummusanteil bestimmt sehr gering...
Naja, weil ich Kartoffeln sooo liebe wollte ich es dieses Jahr richtig machen und habe ein paar tolle Sorten von Kartoffeln aus so mix-paketen. Ich habe die in einer Schicht Komposterde zum Vorkeimen an ein hohes Fenster im Treppenhaus gestellt. Leider ist die Kiste so hoch, dass ich sie nie sehe und da habe ich sie irgendwie total vergessen über Kleinkind und alles mögliche. Als ich die Kiste heute runtergeholt habe kam der Schock...viele ewig lange Triebe mit kleinen grünen Blättern dran! Bis zu 40 cm lang!!! Ich weiß nin gar nicht, was ich nun machen sollte. Und das Beet habe ich auch noch nicht ganz fertig
Ist gerade so viel zu tun!
Wenn jemand mir hier einen Tipp geben könnte wäre ich sehr dankbar dafür!!!
Vielen Dank und Grüße., Geno
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Bastrom
Guten Morgen, also ich würde die langen Triebe entfernen. Es treiben ja noch genügend kleine Triebe nach.
DieTrennstelle wird ich aber mit Holzkohlengruss einreiben. Das mache ich auch bei Teilung von Pflanzen. Gruß
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GabyH
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GabyH
Holzkohle soll vermeiden das sich Bakterien und Pilze verbreiten/vermehren
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Sicker
In der Aquaristik verwendet man Aktivkohle (poröser, feinkörniger Kohlenstoff) um z.B. nach einer Medikamentenbehandlung quasi 'Reste' des Medikaments aus dem Wasser zu filtern.
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fisole
Hm. Die einzige seriös wirkende Quelle, die ich jetzt auf die Schnelle gefunden hab, sagt genau das Gegenteil -- dass Kohle Bodenbakterien beim Überleben hilft:
»Biokohle hat mikroskopisch kleine Poren, in denen sich die Bakterien ansiedeln, und wo sie vor Trockenheit und Temperaturunterschieden geschützt sind«, erklärt [Agrarforscherin Dr. Dilfuza Egamberdieva]. Das Substrat wirkt wie eine Überlebenskapsel, in der die Mikroorganismen ungünstige Phasen überdauern.
„Biokohle als Überlebenskapsel für Mikroben“ -- https://www.quer-feld-ein.blog/finde...fur-den-acker/ (Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung)
Obs einen Unterschied macht, woraus die Kohle genau besteht (Holz oder andere Pflanzenteile), steht da nicht
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GabyH
Also im Netz finde ich da auch nicht wirklich etwas zu. Jedenfalls nur in anderenfalls Foren, nichts wissenschaftliches. Bastroms Beitrag hat mich nur dran erinnert, das meine Mutter das früher gemacht hat. Ich selber habe das noch nie gemacht.
Holzasche verwende ich im Kompost oder streue sie in den Garten
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fisole
Ja, dass Holzkohle im Kompost gut ist, hab ich auch schon oft gelesen/gehört (eben genau mit dieser Begründung: die vieleln kleinen Poren speichern Wasser und da fühlen sich Bodenbakterien wohl). Deswegen ja auch terra preta usw .. nur dass sie dann auf einmal genau das Gegenteil bewirken soll, halt mich halt gewundert.
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GabyH
Vielleicht kann Bastrom uns das noch erklären. Jetzt möchte ich das auch genauer wissen.
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Dachgärtner
Der Ursprung ist wohl nicht wichtig - aber vermutlich macht beides Sinn.
Es ist bekannt, dass sich Bakterien gerne in porösen Materialien festsetzen, und daraus können sie natürlich auch die Umgebung besiedeln. In 'frische' Holzkohle müssen sie aber erstmal eingetragen werden.
Der Sinn der Holzkohlebehandlung liegt m.E. darin, das Abtrocknen frischer Schnitt- oder Bruchstellen zu fördern. Damit wird die Besiedlung durch Bakterien erschwert. Und natürlich verlängert eine dünne Kohleschicht auch den Weg der Bodenbakterien bis zur Pflanzenoberfläche.
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Geno
Vielen Dank für die Antworten!!! Dann mache ich die langen Triebe wohl mal ab.
Was ich schon öfter gelesen zu haben glaube war die Schnittstelle mit Holzasche beizen, vor allem wenn sie sofort in die Erde sollen und die Schnittstelle nicht mehr abtrocknen kann.
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Sicker
Nur mal so nebenher.
Mein Großvater hat nach dem Krieg (WW 2) jede Pflanzkartoffel halbiert (und da wurde nichts gebeizt geschweige denn mit Holzasche), mit seinem Hacken eine Mulde in die Erde getreten, halbe Kartoffel rein und mit dem Fuß Erde drüber geschoben - fertig! Die Reihen sahen danach aus wie mit dem Lineal gezogen! Und erst als das Kraut aus der Erde gewachsen ist (eine gewisse Höhe - weiß ich jetzt leider nicht mehr das Maß) wurde begonnen anzuhäufeln.
Und noch ein Tipp: Du solltest die Pflanzkartoffeln im besten Fall bis zum Tag der Pflanzung kühl und dunkel (und natürlich auch trocken) lagern! Dann passiert das auch nicht mehr mit diesen langen Trieben!Geändert von Sicker (06.05.2021 um 12:54 Uhr)
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Bastrom
Mahlzeit ,Dachgärtner hat es schon gut geschrieben. ......Der Sinn der Holzkohlebehandlung liegt m.E. darin, das Abtrocknen frischer Schnitt- oder Bruchstellen zu fördern. Damit wird die Besiedlung durch Bakterien erschwert. Und natürlich verlängert eine dünne Kohleschicht auch den Weg der Bodenbakterien bis zur Pflanzenoberfläche. .....
Die Holzkohle oder auch Holzkohlenstaub verhindern, daß sich Bakterien und Pilze vermehren können und somit zur Fäulnis beitragen.
In unseren Breiten sagt man, das ist wie ein Desifektionsmittel. Ich nutze seit vielen Jahren den sogenannten Holzkohlegruß aus einer Köhlerei.
Der Köhler füllt das Kleinzeig was bei der Holzkohle entsteht , in Säcke ab. Es wird hier für die Terra Preta Produktion erworben.
Und die Holzkohle zum Grillen ist einfach Spitze. Gruß
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Sicker
Hier noch ein paar Ratschläge wie man Kartoffeln lagert (egal ob Pflanz- oder Speisekartoffeln) https://www.helpster.de/keimstopp-fu...hinweise_71414
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Andy_K
Da offensichtlich auch noch eine Menge Augen vorhanden sind, die nicht so lange Triebe haben, kann man auch "Äugeln" = man schneidet das Auge mit einem kegelförmigen Teil der Knolle heraus und pflanzt es ein. Macht man eher, wenn man nur wenige Saatkartoffeln möglichst stark vermehren will.... Ansonsten so einpflanzen wie es ist und die Triebe möglichst schonen, was soll es bringen die Triebe absichtlich abzumachen? Die geben in der Anfangszeit Blattmasse für Photosythese und den Rest erledigt die Pflanze. Der lange Teil des Stengels kommt beim Häufeln ohnehin unter die Erde.
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Geno
Danke Andy, ich habe die Kartoffeln schon in die Erde gebracht... Ich habe die längsten Triebe abgeschnitten und beim aus der Kiste nehmen (wobei die stummel abgebrochen sind) gesehen das einige wie eigenständige Pflanzen Wurzeln hatten. Zwei davon habe ich separat eingepflanzt um mal zu schauen ob da was passiert...
Da ich die Kartoffeln zum Keimen in Erde gelegt hatte hatte eine Sorte sogar schon angefangen kleine kartöffelchen auszubilden
Naja, ich werde sehen wie das weitergeht
Danke danke danke
Geno
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Trüffel
Jein, kühl, trocken und dunkel - die Idealbedingungen kann erstens nicht jeder erfüllen und zweitens treiben die Knollen trotzdem irgendwann mal aus, wenn der Zeitpunkt da ist.
Diese langen Triebe sind nichts anderes als Geiltriebe, die entstehen, wenn es zu dunkel war. Stellt man die Kartoffeln von Anfang an hell, dann entstehen auch bei monatelanger Lagerung nur kleine kurze Triebe.
Stand neulich in einem Artikel einer Zeitschrift über russische Methoden des Kartoffelanbaus. Ich habe das noch nicht probiert, aber die Triebe wurden tatsächlich nicht viel länger, als ich meine wochenlang zum Vortreiben ließ. Das kann auch in der Wohnung am Fenster sein.
Viele Grüße
Petra
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Michi1
Ich weiß nicht, die ganze Theorie? Habe gestern bei mir im Gartenhaus gesehen, das die zwei Kartoffeln, die noch übergeblieben sind, nur einen ganz kleinen Ansatz eines Triebes habe. Sie stehen die meiste Zeit dunkel und die Temperatur ist halt an das vorhanden Wetter angepasst.
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Trüffel
Ich habe nichts von Theorie geschrieben!
Viele Grüße
Petra
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Michi114.05.2021, 08:51
Sind Zeitungsartikel was anders? Keine praktische Erfahrung.
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GabyH14.05.2021, 08:57
Micky, ich habe dich praktische Erfahrung und es ganz sicher so wie Trüffel es schreibt.
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Michi114.05.2021, 09:00
Ich bin halt mit 38 Jahren Gartenerfahrung noch Anfänger. Vielleicht lernt ihr mir noch was.

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GabyH14.05.2021, 09:08
Na da können andere auch locker mithalten. Du bist nicht der einzige hier der über Jahrzehnte Erfahrung hat. Und wie heißt es so schön... auch im Alter lernt man nicht aus. Wenn man denn möchte
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TineB.14.05.2021, 10:57
Kein kluger Bauer pflanzt K. mit solchen Keimen. Abzwicken. Die Kartoffeln treiben nach.
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Stichsaege14.05.2021, 11:31Hallo unfehlbarer und immer recht habender Michi1: Die korrekte Formulierung würde lauten: "Vielleicht lehrt ihr mich noch was" ... oder so ähnlich ....
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Michi114.05.2021, 11:36
Danke, Herr Oberlehrer!!! a.D natürlich, das sind die schlimmsten.
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E ist eine Stapelia! Wahrscheinlich eine St. gigantea, aber das könnte man erst nach dem Blühen genauer sagen. MfG. Wolfgang