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Antje
Verwesender Fisch in der Erde soll Maiswachstum fördern?
Hallo,
Meine Tochter liest gerade ein Kinderbuch über die Gründungsväter Amerikas. (Aus der Serie das magische Baumhaus)
Darin erklärt ein Indianer, wie man Mais säen soll.
Man soll 2 verwesende Fische in ein Loch in der Erde legen und darauf 4 Maiskörner.
Weiß jemand ob das früher wirklich so gemacht wurde? Und was könnte die Ursache sein, dass Mais durch Fisch im Boden besonders gut gediehen ist? Der Salz- oder Jodgehalt des Fisches?
Ich bin auf eure Theorien schon sehr gespannt...
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Antje
Vielen Dank für den Link. Das in dem Buch erschien mir so absurd, dass ich da nicht die Forensuche bemüht habe. Den Thread werde ich gleich mal zusammen mit meinen Kindern lesen
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Wassergärtner
So absurd ist das nicht. Vor kurzem war ein Film über Grizzlybären, die die wandernden Lachse fangen. Dabei lassen sie in Flussnähe ziemlich viel von den Fischen übrig, was dann teils von anderen Lebewesen verwertet wird oder verwest. Das wiederum erzeugt üppiges Wachstum, das ziemlich genau da aufhört, wo Bären nicht mehr dinieren. Warum sollte Indianer nicht die gleichen Beobachtungen gemacht und daraus einen Transfer für ihre Landwirtschaft gezogen haben?Im übrigen enthält jeder Kadaver Stoffe, die nach voller Zersetzung als Dünger dienen, N aus Eiweiß, P aus der DNA, Ca aus Knochen, Fe aus Blut.
MfG.
Wolfgang
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Natrix
ich hab das auch erst hier zum ersten mal gehört. Aber es ist/war wohl eine übliche Vorgangsweise. Die Bauern vergraben diese verendeten Fische nahe an Pflanzen, die viel Dünger benötigen. Und da hier viel Teichwirtschaft betrieben wird und so mancher Teich bei Sommerhitze kippt, schwimmt dann auch mal so ein Fisch oder mehrere bauchoben. Die landen dann alle im Misthaufen oder gleich im Acker.
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imported_Ede
Ich habe einmal irgendwo gelesen, dass in den Niederlanden unter die Tomatenpflanzen Heringe gebuddelt wurden. Als die Heringe noch billig waren.
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Eva-Sophie Waechtersbach
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Gafo
Es ist alles eine Sache der Anschauung.
Im Osten an Englands Küste haben sich in früherer Zeit die Dienstkräfte beklagt, sie bekämen immer nur Lachs zum Essen.
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Natrix
Auf dem Teller würde ich mich weder bei Lachs, noch bei Hering (Rogner, geräuchert) beschweren.
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Wassergärtner
Mich würde interessieren. wo und wann das gewesen sein soll? So wie ich die Niederländer als sehr ökonomische Leute kenne, könnte es sich bestenfalls um Fischabfall gehandelt haben z.B. von Matjesfilets. Aber die Rückstände wurden ja auch überwiegend zu Fischmehl als Tierfutter verarbeitet, was mit Sicherheit höherwertig als Dünger ist. Mit Sicherheit hat man keine Heringe zu diesem Zweck gefangen. Und in der Vergangenheit vor mehr als 100 Jahren wurde Hering fast ausschließlich als Salzhering angelandet, da es weder Fabrikschiffe gab, noch Kühlmöglichkeit bei längerer Fahrt bestand. Und salzige Fischabfälle taugen nicht als Dünger, da Landpflanzen kein NaCl mögen.
MfG.
WolfgangGeändert von Wassergärtner (28.09.2020 um 09:22 Uhr)
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shogun
Fischabfälle als Tierfutter konnte man früher sogar in den holländischen Eiern deutlich schmecken.
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Michi1
shogun, kam das nicht vom Fischmehl? Das wird doch immer noch als Tierfutter verwendet.
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shogun
ja Fischmehl - besteht wohl auch aus Fischabfällen.
Ich denke auch das das weiterhin irgendwie verwendet - aber in der Geflügelhaltung wohl nicht mehr. Dadurch wurde der Geschmack sowohl von Eiern als auch von Fleisch beeinträchtigt.
Ich achte zwar mittlerweile längst darauf, wo die Eier herkommen und kaufe nur welche aus der Region. Früher gab es aber da kaum eine Kennzeichnung.
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Michi1
Ich kann mich noch erinnern, das früher mein Vater immer gesagt hat, wenn Gänse oder Enten für Feiertage gekauft wurden dann sollten es Polnische sein, die verwenden kein Fischmehl. Was aus der Aussage dran war, keine Ahnung.
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Eva-Sophie Waechtersbach
Naja, ich habe verallgemeinert und verkürzt.
Gehört hatte ich, dass in Deutschland an der Küste ein halber Hering in das Tomatenpflanzloch kommt. Da war von Abfällen keine Rede, es klang, als ob das ein normaler Hering gewesen wäre. Über Abfälle hätte ich mich gewiss nicht empört, muss ich auch dazu sagen.
Wenn das aber auf so vielen verschiedenen Wegen weitergegeben wird, ist sicher etwas dran, denke ich.
Ansonsten bin ich nicht ganz zufrieden mit der Wiedergabe des Zitats ... es liest sich, als ob der ganze Text von mir stammen würde. Tut er aber nicht.
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Trüffel
Wir hatten früher immer ein Schwein im Winterhalbjahr gemästet.
Eines Tages jedoch schmeckte der Schweinebraten seltsam nach Fisch. Nach anfänglichem Verneinen erzählten dann meine Eltern, dass sie vor dem Schlachten vergessen hätten, das Futter zu wechseln. Das Schwein wurde also immer mit Fischmehl haltigem Mastfutter gefüttert und wegen der Geschmacksübertragung mußte einige Wochen vor dem Termin das Futter gewechselt werden.
Die gute alte Zeit...
Viele Grüße
Petra
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morus nigra
Ja, auch in Lübeck, da gab es sogar die Vereinbarung , das die Dienstboten nicht mehr als zweimal die Woche Lachs bekommen dürfen, sondern an den anderen Tagen mit andern Speisen versorgt werden müssen.
https://de.wikisource.org/wiki/Seite...Sagen.djvu/109https://de.wikisource.org/wiki/Seite...Sagen.djvu/109
Liebe Grüße
morus nigra
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Hier (Brandenburg) treibt der Wein von nur geschwollenen Knospen (an den sehr alten Reben) bis wollig und ein Blatt eingerollt!