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  1. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 1
    Linde 2020

    Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus?

    Um mal einen Kontrapunkt zu den dauernden Rasendebatten zu setzen, frag ich jetzt mal in die Gegenrichtung.
    Wir haben ja vor einer Woche 5.000 m² Grünlandmischung ausgesät - und sind schon sehr gespannt, was von der Saatgutmischung an unserem Standort dann tatsächlich wachsen möchte. Mittelfristig wird dieser Bereich regelmäßig gemäht, aber nicht gedüngt - das Mähgut wird als Mulch liegenbleiben.

    Hat jemand hier eine ähnliche Kräuterwiese und kann Bilder zeigen, wie so etwas dann auf Dauer aussieht?

  2. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 2
    Natrix
    Mein "Rasen" wurde vor vielen Jahren angesäht und hat sich mit den Jahren in eine Wiese entwickelt. Gemäht wird nach Bedarf, das Mähgut bleibt liegen. Der Boden ist tief lehmig und wir haben wohl das gleiche Klima wie Du.
    Diesen Sommer war die Wiese durchgehend grün, in den letzten Wochen zeigte sie leichte Trockenschäden. Daher habe ich vor etwa 2-3 Wochen vertikutiert und das rausgerechte Zeug als Mulch unter Sträuchern verwendet. Wir hatten - wie Du - heut nacht mehr als 50 Liter Regen. Die Wiese ist sattgrün, aber natürlich mit Unkräutern durchsetzt. Sie wurde seit etwa 25 Jahren noch nie gedüngt.

    Wenn sich der Sommer anders entwickelt und schon der Juni sehr heiß und trocken ist, dann wird sie halt gelb, wie im Süden auch. Damit finde ich mich einfach ab, macht keine Arbeit mit Mähen. Das Procedere im Herbst (vertikutieren) ist das gleiche, nicht jedes Jahr, hängt vom Zustand der Fläche ab.

  3. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 3
    Linde 2020
    Vielen Dank für die Rückmeldung!
    Zitat Zitat von Natrix Beitrag anzeigen
    Mein "Rasen" wurde vor vielen Jahren angesäht und hat sich mit den Jahren in eine Wiese entwickelt. Gemäht wird nach Bedarf, das Mähgut bleibt liegen. Der Boden ist tief lehmig und wir haben wohl das gleiche Klima wie Du.
    Diesen Sommer war die Wiese durchgehend grün, in den letzten Wochen zeigte sie leichte Trockenschäden. Daher habe ich vor etwa 2-3 Wochen vertikutiert und das rausgerechte Zeug als Mulch unter Sträuchern verwendet. Wir hatten - wie Du - heut nacht mehr als 50 Liter Regen. Die Wiese ist sattgrün, aber natürlich mit Unkräutern durchsetzt. Sie wurde seit etwa 25 Jahren noch nie gedüngt.
    Weshalb ist denn das Vertikutieren Deiner Meinung nach nötig?
    Bei uns wird der größere Teil der aktuell angelegten Fläche den zukünftigen Obstgarten und ein paar Reserveflächen bedecken - es darf gerne nach Kräuterwiese aussehen und muß auch nicht grün sein - bunter wäre uns sogar lieber.

    Zitat Zitat von Natrix Beitrag anzeigen
    Wenn sich der Sommer anders entwickelt und schon der Juni sehr heiß und trocken ist, dann wird sie halt gelb, wie im Süden auch. Damit finde ich mich einfach ab, macht keine Arbeit mit Mähen. Das Procedere im Herbst (vertikutieren) ist das gleiche, nicht jedes Jahr, hängt vom Zustand der Fläche ab.
    Wir haben dort wechselfeuchten Boden mit Überhang der trockenen Phase - daher müssen wir damit rechnen, dass ohnehin nur ein Teil des Saatgutes Basis für eine dauerhafte Bepflanzung sein kann (durch die Hanglage rinnt überschüssiges Wasser weg). Obendrein ist es dort auch noch 1-2 Grad wärmer als hier - wir sind gespannt, wie das dann wirklich aussieht.

    Wie hoch schätzt zu den Gräser- bzw. Kräuteranteil in Deiner Wiese ein? Hat das Vertikutieren darauf eine Auswirkung?

  4. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 4
    Michi1
    Ich lasse eine Hang neben meinem Garten so wie er ist, er wird nur 3-4 mal im Jahr gemäht und das Mähgut bleibt auch liegen. Nach jetzt 38 Jahren ist auf der Fläche fast nur Girsch und Gundermann. Aber er ist grün und das ist die Hauptsache.

  5. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 5
    Philter
    Zitat Zitat von Linde 2020 Beitrag anzeigen
    regelmäßig gemäht, aber nicht gedüngt - das Mähgut wird als Mulch liegenbleiben
    Das wird in manchen Kreisen auch "düngen" genannt
    Das Vorgehen wird ferner dazu führen, daß das Gras, nicht aber die Kräuter gestärkt werden.

    Was Du suchst, nennt sich "Fettwiese". Dazu gibt es auch Saatgutmischungen.

  6. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 6
    Natrix
    zu Deinen Fragen:
    "nötig" wäre es gar nicht. Aber wenn die Fläche komplett vertrocknet ist, dann will ich im September das trockene Zeug weg haben, möglichst vor einem kräftigen Regen wie heut nacht. Oder auch mal im Frühjahr, wenn lange Schnee lag. Hängt ganz von der Sitiation ab.

    Der schattigere Teil meines Gartens ist eigentlich immer grün, weil er eben schattig und ohne Hangneigung ist. Der sonnige Teil, südwest Hanglage leidet viel mehr unter der Sonne, dort haben sich ganz andere Kräuter angesiedelt. Ganz unten, an der Hecken- Nordseite, unter den Obstbäumen ist viel Moos. Das Vertikutieren hat keinen Einfluß auf die Menge der "Unkräuter". Die sind dominant und setzen sich immer wieder durch. Das macht mich aber nicht unglücklich, diese Pflanzen haben dort die optimalen Bedingungen. Abmähen, wenn sie zu hoch werden, genügt mir.

  7. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 7
    Linde 2020
    Zitat Zitat von Philter Beitrag anzeigen
    Das wird in manchen Kreisen auch "düngen" genannt
    Düngen ist per Definition die Zufuhr von Nährstoffen - das passiert nicht, es bleiben nur die ohnehin schon vorhandenen Nährstoffe vor Ort.

    Zitat Zitat von Philter Beitrag anzeigen
    Das Vorgehen wird ferner dazu führen, daß das Gras, nicht aber die Kräuter gestärkt werden.
    Wie sollte das funktionieren? Das vorhandene Nährstoffangebot wird ja nicht verändert.

    Zitat Zitat von Philter Beitrag anzeigen
    Was Du suchst, nennt sich "Fettwiese". Dazu gibt es auch Saatgutmischungen.
    Nein. Der Boden dort ist nicht fett - nur sauer (Pseudogley).

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    Zitat Zitat von Natrix Beitrag anzeigen
    zu Deinen Fragen:
    "nötig" wäre es gar nicht. Aber wenn die Fläche komplett vertrocknet ist, dann will ich im September das trockene Zeug weg haben, möglichst vor einem kräftigen Regen wie heut nacht. Oder auch mal im Frühjahr, wenn lange Schnee lag. Hängt ganz von der Sitiation ab.

    Der schattigere Teil meines Gartens ist eigentlich immer grün, weil er eben schattig und ohne Hangneigung ist. Der sonnige Teil, südwest Hanglage leidet viel mehr unter der Sonne, dort haben sich ganz andere Kräuter angesiedelt. Ganz unten, an der Hecken- Nordseite, unter den Obstbäumen ist viel Moos. Das Vertikutieren hat keinen Einfluß auf die Menge der "Unkräuter". Die sind dominant und setzen sich immer wieder durch. Das macht mich aber nicht unglücklich, diese Pflanzen haben dort die optimalen Bedingungen. Abmähen, wenn sie zu hoch werden, genügt mir.
    Danke - dann wird dort Vertikutieren kein Thema werden - der Bereich ist nicht in Hausnähe und optisch nicht relevant. Gemäht wird dort in weiterer Folge aber regelmäßig automatisch.

  8. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 8
    Philter
    Zitat Zitat von Linde 2020 Beitrag anzeigen
    Wie sollte das funktionieren? Das vorhandene Nährstoffangebot wird ja nicht verändert.
    Es geht ja nicht nur um Nährstoffe, sondern auch darum, was der Mulch macht. Der deckt Blattpflanzen ab und verklebt sich schlimmstenfalls sogar. Das ist dem Gras egal, weil es dort hindurchstechen kann. Das schafft dagegen längst nicht jede Wiesenblume.

  9. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 9
    shogun
    Auf unserm Grundstück wurde zwar seinerzeit eine Rasenmischung gesät, aber außer einigermaßen regelmäßigen Mähen gab es mehr oder weniger keine Pflegemaßnahmen. So hat sich natürlich auf der Fläche alles angesiedelt, was der Lehmboden so hergibt. Manchmal bleibt das Mähgut liegen; meistens wird es jedoch entfernt. Es wachsen hier verschiedene Ehrenpreisarten, Gundermann, Günsel, Buschwindröschen, Scharbockskraut, Milzkraut, Duftveilchen, Schlüsselblumen, Lerchensporn, Schafgarbe, Spitz- und Breitwegerich, Braunellen, kriechendes Fingerkraut, Hahnenfuß, Lichtnelken, Gänseblümchen, Löwenzahn u.s.w.
    Im Frühjahr wird mit der ersten Mahd gewartet bis die Frühlingsblüher durch sind. Danach wird die Wiese einigermaßen kurz gehalten.
    Auch in trockenen Sommern bleibt die Wiese ohne jegliches zusätzliches Wässern grün. Anfangs gab es an den Rändern zur Terrasse vertrocknete, braune Stellen, die mittlerweile von Schafgarbe dauerhaft begrünt sind.
    Blätter von Sträuchern und Obstbäumen bleiben teils liegen oder werden beim Rasenmähen mit aufgenommen.
    Wissenschaftliche Erkenntnisse dazu habe ich nicht - es ist von alleine so geworden, wie es ist.
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  10. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 10
    Linde 2020
    Zitat Zitat von Philter Beitrag anzeigen
    Es geht ja nicht nur um Nährstoffe, sondern auch darum, was der Mulch macht. Der deckt Blattpflanzen ab und verklebt sich schlimmstenfalls sogar. Das ist dem Gras egal, weil es dort hindurchstechen kann. Das schafft dagegen längst nicht jede Wiesenblume.
    Der Mulch ist 1-2 cm lang - glaubst Du wirklich, daß das (Un-)Kräuterwuchs hemmt?
    Großartig hohe Wiesenblumen können dort ohnehin nicht überleben - nur Pflanzen, die flache blühfähige Rosetten bilden, wie z. Gänseblümchen, div. Wegerich-Arten, Günsel, .....

  11. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 11
    Philter
    Mach, wie Du es meinst.

  12. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 12
    Michi1
    Linde, wenn man nur 3-4 mal im Jahr mäht, ist die Mulch schon ein wenig länger. Es wird ja hier nicht von Rasen gesprochen.Da würde der Robi überhaupt nicht vorwärts kommen.

  13. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 13
    Linde 2020
    Zitat Zitat von shogun Beitrag anzeigen
    Auf unserm Grundstück wurde zwar seinerzeit eine Rasenmischung gesät, aber außer einigermaßen regelmäßigen Mähen gab es mehr oder weniger keine Pflegemaßnahmen. So hat sich natürlich auf der Fläche alles angesiedelt, was der Lehmboden so hergibt. Manchmal bleibt das Mähgut liegen; meistens wird es jedoch entfernt. Es wachsen hier verschiedene Ehrenpreisarten, Gundermann, Günsel, Buschwindröschen, Scharbockskraut, Milzkraut, Duftveilchen, Schlüsselblumen, Lerchensporn, Schafgarbe, Spitz- und Breitwegerich, Braunellen, kriechendes Fingerkraut, Hahnenfuß, Lichtnelken, Gänseblümchen, Löwenzahn u.s.w.
    Im Frühjahr wird mit der ersten Mahd gewartet bis die Frühlingsblüher durch sind. Danach wird die Wiese einigermaßen kurz gehalten.
    Auch in trockenen Sommern bleibt die Wiese ohne jegliches zusätzliches Wässern grün. Anfangs gab es an den Rändern zur Terrasse vertrocknete, braune Stellen, die mittlerweile von Schafgarbe dauerhaft begrünt sind.
    Blätter von Sträuchern und Obstbäumen bleiben teils liegen oder werden beim Rasenmähen mit aufgenommen.
    Wissenschaftliche Erkenntnisse dazu habe ich nicht - es ist von alleine so geworden, wie es ist.
    Danke für den Bericht und die Fotos. Da wächst also einiges - bei uns wird es sicher ein wenig anders aussehen aber hoffentlich ähnlich bunt gemischt, Lehmboden und Pseudogley sind zwar ähnlich undurchlässig, haben aber andere Nährstoffzusammensetzungen.

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    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    Linde, wenn man nur 3-4 mal im Jahr mäht, ist die Mulch schon ein wenig länger. Es wird ja hier nicht von Rasen gesprochen.Da würde der Robi überhaupt nicht vorwärts kommen.
    Ich habe schon eingangs geschrieben, daß die Fläche in weiterer Folge laufend automatisch gemäht wird.
    Es wird ja hier genau davon gesprochen: Was an Kräutern bleibt übrig und gedeiht trotz regelmäßigem Mulchmähen?

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    Zitat Zitat von Philter Beitrag anzeigen
    Mach, wie Du es meinst.
    Schade, daß Du meine konkrete Frage nicht beantwortest.

  14. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 14
    Michi1
    Ich kann mir nicht vorstellen, das nur ein Blümchen zur Blüte kommt. Dann kannst du eine Kräuterwiese vergessen.

  15. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 15
    Linde 2020
    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    Ich kann mir nicht vorstellen, das nur ein Blümchen zur Blüte kommt. Dann kannst du eine Kräuterwiese vergessen.
    Weil?

    Freunde von uns haben eine Nebenerwerbslandwirtschaft (eine Autostunde entfernt, anderes Klima, anderer Boden) und dort werden seit Jahren ca. 4.000 m² rund ums Haus unter den Obstbäumen automatisch gemäht - dort blüht einiges, aber der Boden ist fett und es gibt viel Löwenzahn und Klee in 'Flachversion'. Dort wurde aber niemals eine 'Kräuterwiese' ausgesät - bloß Futtergras.

  16. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 16
    Natrix
    shogun, die Entstehungsgeschichte Deines "Rasens" gleicht meinem, auch die Beikräuter ( bei mir kommt noch Tausendguldenkraut dazu). Bei Dir bleibt die Wiese auch im Sommer grün - es lebe das nördliche Alpenvorland!

    Gucken wir auf die Klimaerwärmung. Mein "!Rasen" wird auch künftig weder Dünger noch Wasser kriegen. Die Sommer, wo der "Rasen" dann Sizilien spielt, werden halt öfter vorkommen. Machen auch nichts

  17. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 17
    shogun
    Das Tausendgüldenkraut ist ja eine streng geschützte, sehr seltenen Pflanze, die man hier kaum zu sehen bekommt. Das hätte ich natürlich auch gern - da würde dann sogar drum herum gemäht.
    Manches steche ich auch mal aus und setze es an passenderer Stelle wieder ein, wie z.B. die Wilde Karde.

  18. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 18
    Natrix
    Dann merk ich mir das für das nächste Jahr und schau, ob ich ihr ein paar Samen abluchsen kann für die Waldfee aus den baloon-Gefilden

  19. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 19
    Linde 2020
    Wir haben folgende Mischung ausgesät:
    Weißklee, Hornklee, Schwedenklee, Knaulgras, Timothe, Rotstraußgras, Wiesenschwingel, Deutsches Weidelgras, Rotschwingel, Wiesenrispe

    Der Saatgutanbieter hat uns aber noch als Draufgabe das hier in unbekannter Menge beigemischt:
    Schafgarbe, Ackerglockenblume, Hirtentäschel, Wiesenkümmel, Kornblume, Wiesen-Flockenblume, Skabiosen-Flockenblume, Gewöhnliche Wegwarte, Wilde Möhre, Gewöhnlicher Natternkopf, Buchweizen, Fenchel, Wiesen-Löwenzahn, Gewöhnliche Margerite, Hornklee, Kuckuckslichtnelke, Echte Kamille, Hopfenklee, Gewöhnliche Luzerne, Gewöhnliche Esparsette, Phacelia, Spitzwegerich, Wiesen-Salbei, Kleiner Wiesenknopf, Rote Lichtnelke, Rotklee, Weißklee, Schafschwingel, Horst-Rot-Schwingel, Ausläufer-Rot-Schwingel, Englisches Raygras

    Könnte durchaus gut aussehen - in den ersten beiden Jahren wird ohnehin nur 1-2 x pro Jahr mit dem Hochgrasmäher gemäht, da kann man sich ein Bild davon machen, was am Standort gedeihen kann. Die Renaturierungsfläche wird später mit einem höheren Anteil der 2. Mischung begrünt - ev. kommt noch Einzelsaatgut dazu, daß mit dem sauren Boden besser zurechtkommt.

  20. Kein Rasen, sondern Kräuterwiese aber gemäht - wie sieht sie bei Euch aus? # 20
    tree12
    In guten Mischungen ist weder Rot- noch Weißklee enthalten... Diese passen nur zu Fettwiesen, nicht zu eher mageren Standorten, wo die schönsten und wertvollsten Stauden wachsen. Und Phacelia ist da auch irgendwie fehl am Platze... Eine sehr seltsame Mischung ist das.

    Kleearten reichern den Boden mit Stickstoff aus der Luft an. Außerdem würden sie im Laufe der Jahre vermutlich sowieso von selber zuwandern. Klee und so herrliche Sachen wie Kornblumen, Kamille und Flockenblumen - das paßt überhaupt nicht zusammen. Besonders Weißklee profitiert vom regelmäßigen Abweiden/Abmähen und breitet sich mehr und mehr aus. Was zu Lasten der anderen tollen Pflanzen gehen wird, z. B. der nicht konkurrenzstarken Kuckuckslichtnelke.

    Irgendwann ist das ganze dann eine fette Klee- und Löwenzahnwiese.

    Da habt Ihr Euch aber schlecht beraten lassen bzw. selber im Vorfeld schlecht recherchiert.

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  • Linde 202027.09.2020, 13:04

    Zitat Zitat von eve Beitrag anzeigen
    Linde sicher behaupten kann ich es nicht ob es durch das mulchen ist. Früher hatten wir einen Aufsitzmäher mit Auffangkorb, da waren nicht soviele Beikräuter.
    Nun ist es der Mulchmäher seit 4 Jahren. In der gesamten Grünfläche fällt es oberflächlich gar nicht so ins Auge.

    Ja, Fotos zum vergleichen sind immer gut und überhaupt um den Fortschritt festzuhalten.
    Ich bin immer noch über Deine Fotos erstaunt - ich hätte mir eine struppigere Optik erwartet, aber das sieht nach weicher Textur aus - ist die Fläche denn bei Dir wirklich saftig weich?
    Für uns ist dort die Optik nicht relevant - struppig wäre auch kein Problem, aber wenn es so schön aussieht, freue ich mich umso mehr.

  • Linde 202027.09.2020, 13:10

    Danke auch für Dein Feedback!

    Zitat Zitat von Trüffel Beitrag anzeigen
    in unserer Kleingartenanlage gibt es zwei Grünbereiche.
    Einmal die Grünflächen an den Wegen, die mit Mulchmähern kurz gehalten wird. Dort wird je nach Wuchs ca. 2 wöchig mit dem Mulchmäher gemäht. Es wächst so ziemlich alles, von Gänseblümchen, Gundermann, Löwenzahn, Braunelle, Sandthymian (weiß der Geier, wo der her kommt) und sehr viele Margariten obwohl die nie blühen und nie höher als 10 cm werden, Habichtskraut, Beinwell und wahrscheinlich viele andere, die ich übersehen, vergessen oder nicht kenne.
    Das klingt auch nach Vielfalt - ich hoffe, dass der Boden dort ähnliches erlaubt.

    Zitat Zitat von Trüffel Beitrag anzeigen
    Auf einer anderen Fläche wird zweimal im Jahr von einem Landwird gemulcht. Dort sieht es hauptsächlich nach Gras aus, es werden aber sicherlich einige Kräuter/Blumen drin sein, die man erst beim näheren Hinguckern sieht.
    Da muß heute mal Fotos machen und gucken. Dort ist viel Jakobskreuzkraut, zumindest fällt das ins Auge, einige Disteln (keine Ahnung welche) und Wicken.

    Viele Grüße
    Petra
    Danke im voraus bezügl. Fotos.

    Ich hab inzwischen beim Besitzer des benachbarten Pferdehofs nachgefragt - dort wächst auf den Wiesen eine spezielle Weidemischung für Pferde bzw. was davon noch übrig ist - die Bodenverhältnisse scheinen ziemlich limitierend zu sein. Der Besitzer dort findet unsere Idee für die zukünftige Nutzung sehr erfreulich, hat auch die Aussaat für uns organisiert - eventuell können wir ihn später für die Mahd der großen Renaturierungsfläche engagieren - vielleicht ist das Mähgut auch als Pferdefutter verwendbar, ich würde es ungern kompostieren, aber sonst hat dort niemand weit und breit Weidetiere.

  • eve27.09.2020, 18:55

    Zitat Zitat von Linde 2020 Beitrag anzeigen
    Ich bin immer noch über Deine Fotos erstaunt - ich hätte mir eine struppigere Optik erwartet, aber das sieht nach weicher Textur aus - ist die Fläche denn bei Dir wirklich saftig weich?
    Für uns ist dort die Optik nicht relevant - struppig wäre auch kein Problem, aber wenn es so schön aussieht, freue ich mich umso mehr.
    Ja Linde, es ist saftig weich. Unsere Besuche lieben es barfuß in dieser Wiese zu gehen.
    Aber wie schon erwähnt, es ist in unserem Gebiet -speziell in diesem kleinen Ort- ziemlich feuchte Luft, die Wiese wird am Abend schon nass und trocknet meist erst in den vormittags-Stunden ab. Das macht es wahrscheinlich auch saftig grün.

  • Linde 202027.09.2020, 19:14

    Das ist auf jeden Fall erfreulich - so toll wird es bei uns wohl nicht werden, aber vielleicht anders toll

  • Tula27.09.2020, 19:22

    Anhang 524643

    Anhang 524641

    Anhang 524645

    Anhang 524647

    Anhang 524651

    Anhang 524649

    Ich war jetzt grad nochmal draußen zum Fotos machen.
    Gestern hat mein Mann frisch gemäht, an den Flecken siehst du gut die unterschiedliche Beschaffenheit.
    Einzig das Foto, wo das HabichtsKraut blüht, ist nicht gemäht, war erst vor einer Woche zuletzt gemäht worden.
    Ein paar Detail Fotos für dich, damit du die Beschaffenheit und Zusammensetzung etwas genauer erkennen kannst. Im Sommer ist es wirklich ein Traum, ich mag den ganzen weißen Klee und die Scharfgabe dazu, ab und an kommen auch Margeriten, die ich dann ab stecke, damit mein Mann sie nicht mäht.

  • Linde 202027.09.2020, 19:29

    Zitat Zitat von Tula Beitrag anzeigen
    Ich war jetzt grad nochmal draußen zum Fotos machen.
    Gestern hat mein Mann frisch gemäht, an den Flecken siehst du gut die unterschiedliche Beschaffenheit.
    Einzig das Foto, wo das HabichtsKraut blüht, ist nicht gemäht, war erst vor einer Woche zuletzt gemäht worden.
    Ein paar Detail Fotos für dich, damit du die Beschaffenheit und Zusammensetzung etwas genauer erkennen kannst. Im Sommer ist es wirklich ein Traum, ich mag den ganzen weißen Klee und die Scharfgabe dazu, ab und an kommen auch Margeriten, die ich dann ab stecke, damit mein Mann sie nicht mäht.
    Danke! Man sieht sehr gut, was Du beschreibst. Und es sieht auf die große Fläche hin sogar ziemlich einheitlich und saftig grün aus. Wir sind schon gespannt, ob es ähnlich werden kann.

    Wir haben am Straßenrand vor dem Grundstück in der öffentlichen Zone einen ca. 1,5 m breiten Streifen, durch den ein Entwässerungsgraben zieht - dort wächst auch jetzt schon einiges, z. B. Blutweiderich - dort können wir auf jeden Fall noch div. Wiesenblumensaatgut ausbringen - die Gemeinde mäht dort sehr unregelmäßig, da sollte auch mal Samen ausfallen können.

  • morus nigra01.10.2020, 17:56

    Wir haben unseren Hausrasen mit ein paar hundert qm. Da wächst außer Gras eine Menge der schon genannten Kräuter und noch viel schönes, blumiges:

    Winterlinge, Elfenkrokus, Schlüsselblümchen, Schneeglöckchen, Duftveilchen, Vergissmeinnicht, Glockenblumen und und und . . .
    Dort wird nach Bedarf alle paar Wochen gemäht.

    Die Wiesen im Parkgarten, Wiesengarten und der Streuobstwiese (ein paar tausend qm) erhalten ein paar Wege eingemäht und werden dann in Etappen (damit die Tiere darin umziehen können und die Insekten immer was zu fressen finden) ein- oder zweimal im Jahr mulchgemäht. Da ist es jedes Jahr spannend, wie es wird. Letzten Sommer hatten wir zum Beispiel viel orangenes Habichtskraut und gelbes Ferkelkraut und Löwenzahn, heuer eher weiße Lichtnelke, weißes Labkraut und Luzerne.

    liebe Grüße

    morus nigra

    PS: Ragweed und Ambrosia ist das Gleiche (Klugsch... modus aus)

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