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Gast42195
In Berlin gibt es wohl einige von Bautätigkeiten bedrohte Kleingartenanlagen. Dort wäre für dich vielleicht ein - zeitlich begrenzt existierender - "Übungsgarten" zu bekommen. Die Pächter dort suchen sich teilweise etwas neues und die frei werdenden Parzellen will wohl niemand haben. Da könntest du vielleicht Erfahrungen sammeln. Wenn ich das in einem anderen Thread hier richtig gelesen habe, wäre wohl auch sofort noch einiges frei. Musst halt mal schauen, ob das räumlich zu euch passt.
Ansonsten: Mit einer größeren Fläche, auf der du machen kannst, was du willst, wirst du auch mehr Spaß haben. Du hast Platz genug, um herauszufinden, was man wann wie anbaut, was zusammen passt, kannst Kulturfolgen selbst bestimmen und aus Misserfolgen lernen. Du hast Platz genug, um von allem, was du magst
So eine vom Bauern bestellt Saisongemüsefläche ist für die gedacht, die sich davon/damit ernähren wollen. Außer in praller Sonne Unkraut zu zupfen, ist dort ja nicht mehr wirklich irgend etwas gärtnerisches zu tun. Dazu der Nachteil, dass der Bauer "bestimmt", was du isst und die anderen Leute bestimmen, was sie dir da lassen (wenn ihres nichts geworden ist
). Was sollst du mit einer Reihe Porree, wenn du so was zum Beispiel gar nicht isst? Das ist dann eher lästig.
Da kann sich keine richtige Liebe entwickeln, es fehlt was zum streicheln und knuddeln. Streicheln und knuddeln wird man eher das, was man selbst - am besten irgendwie mühevoll oder schlau/listig/trickreich - groß bekommen hat und was durch diesen Erfolg auch eine große Zufriedenheit auslöst.
LG
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Piccolina
Für uns ist unser Mietgarten der ideale Garten.
Wir leben in der Großstadt, 4km vom Garten entfernt, gut erreichbar mit Auto, Fahrrad oder den Öffentlichen.
Es ist sehr bequem, weil schon einiges vom Bauern angesäet ist, Jungpflanzen in großer Auswahl zum selbst pflanzen bekommt man zusätzlich und trotzdem ist noch genügend Platz um eigene Sämereien und Pflanzen unter zu bringen. Gartenwerkzeug und Giesskannen sind auch vorhanden. Der Preis für die Parzelle ist günstig.
Falls man im Folgejahr nicht mehr garteln möchte braucht man sich einfach nicht mehr anmelden, alles ganz unkompliziert.
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Fettpanda
Man hat ja durchaus doch einige Optionen in Berlin. Mietgarten, Kleingarten, Gemeinschaftsgarten und man kann vom Balkon anfangen, über Beet bis hin zu so ner großen Parzelle. Grundsätzlich finde ich die Idee schon sehr spannend, sich selbst mit Gemüse versorgen zu können. Einen Rasen oder so würde ich nicht haben wollen. Kann man in so einer Kleingartenfläche nur Gemüse/Obst anbauen? Oder gibt es Mietgartenanbieter, bei denen man auswählen kann, was bei einem aufs Feld kommt?
Was ich noch so gar nicht abschätzen kann ist wofür denn die meiste Zeit drauf geht? Jäten? Bewässern? Ernten? Schnecken/Ungeziefer? Oder was ganz anderes?
Diese Kleingewächshaus schaut ja auch gut aus, damit kann man vermutlich die Zeit sparen mit Jäten und Ungeziefer entfernen oder? Kann man da auch Gemüse (keine Kräuter) drin anbauen? Wie viele Sonnenstunden/Tag braucht man auf dem Balkon, damit sowas Sinn macht? Unser Balkon ist leider in der 1.OG und damit nicht durchgehend mit Sonne versorgt.
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Michi1
In diesen Kleingewächshäuser hat meine Frau auch Salat, Kohlrabi, Radischen und natürlich auch Küchenkräuter angebaut. Ein wenig Sonne reicht. Es muss nicht den ganzen Tag in der Sonne stehn. Wir haben auch nur ab 14 Uhr direkte Sonne.
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Meralin
Kann man in so einer Kleingartenfläche nur Gemüse/Obst anbauen?
- Nein. Du kannst natürlich AUCH Blumen pflanzen oder nen Grill aufstellen. Wichtig ist dabei aber, dass du dich an die Gartenordnung des Vereins und das Bundeskleingartengesetz hältst. 1/3 der Fläche MUSS daher für Nutzpflanzen verwendet werden. Das ist aber gewöhnlich kein Problem. Ein paar Beerensträucher, nen schöner Apfelbaum, Tomatendach, kleiner Kartoffelacker, Zucchini und Kürbis (enormer Platzbedarf), nen schönes Kräuterbeet und vielleicht ein oder zwei Hochbeete mit Salaten. Schon ist die Nutzung entsprechend und es bleibt noch genug Raum für anderes. Wenn einen erstmal die Begeisterung für selbstgezogenes Gemüse erwischt hat, ist eh bald der ganze Garten mit Pflänzchen gefüllt, weil es ja so viel auszuprobieren gibt
Oder gibt es Mietgartenanbieter, bei denen man auswählen kann, was bei einem aufs Feld kommt?
Wäre mir nicht bekannt, da das Säen ja mit größerem Gerät erfolgt.
Normal bleiben allerdings Freiflächen, die ausreichend Platz für eigene Ideen lassen.
Bzgl Zeitbedarf:
Die meiste Zeit im Saisongarten geht bei uns definitiv für Jäten und Gießen drauf. Geerntet ist relativ schnell. Schnecken hab ich noch keine erwischt und auch sonst sind die einzigen ernstlichen "Schädlinge" die Vögel, die mal an Jungpflanzen knabbern oder Samen mopsen.
LG
Meralin
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fisole
Doch, natürlich kann man. Allerdings ist ein Kleingarten in der Regel deutlich größer als die 40 oder 50 Quadratmeter, die hier als Fläche für so Mietgärten genannt werden … da müßte man schon ordentlich Zeit investieren, um das überhaupt zu schaffen.
@Fettpanda: hast du dich überhaupt schon mal erkundigt, was es bei dir in der Nähe konkret an Möglichkeiten gibt? Deine Überlegungen à la "Man hat ja durchaus doch einige Optionen in Berlin. Mietgarten, Kleingarten, Gemeinschaftsgarten und man kann vom Balkon anfangen, über Beet bis hin zu so ner großen Parzelle. Grundsätzlich finde ich die Idee schon sehr spannend" etc etc lesen sich für mich wie ein reines Gedankenspiel.
* Mietgarten/Saisongarten -- welche Anbieter gibt es, wie weit sind sie entfernt, wie unterscheiden sich die Preise / Bedingungen?
* Kleingarten -- stehst du schon auf einer Warteliste? Wenn nicht, kannst du das für die nächsten paar Jahre knicken (außer natürlich per Gartenbeteiligung, wie oben schon wer vorgeschlagen hat)
* Gemeinschaftsgarten -- welche Projekte gibt es bei dir in der Nähe; warst du schon dort und hast mit den Leuten gesprochen?
* Balkon -- wie schaut’s denn aus mit deinem Balkon? Wie viel Platz, Sonne, Wind hast du, was würdest du da pflanzen wollen, hast du hier schon in die diversen Balkongemüse-Threads reingelesen? Brauchst du irgendwelche Tipps, was du da wie pflanzen könntest, oder gehts dir eh nur um theoretische Überlegungen?Geändert von fisole (06.08.2019 um 11:55 Uhr)
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Meralin
Immer wieder spannend, wie unterschiedlich Wortbedeutungen ohne Betonung im Satz sein können.

... ich hatte das "nur" in der Ausgangsfrage als ein "ausschließlich" gelesen. Daher meine Erklärung, dass der Kleingarten eben nicht zwingend auf Gemüse beschränkt ist, sondern auch (zusätzlich) zu Erholungszwecken genutzt werden kann.
Natürlich verbietet niemand, in einem Kleingarten nur (ausschließlich) Gemüse und Obst zu kultivieren.
Dann muss ich in Sachen Aufwand fisole allerdings Recht geben. Alleine wäre das dann eine Vollzeitaufgabe.
LG
Meralin
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Fettpanda
Vielen Dank für eure Hilfe! Ich habe schon mit paar Anbietern gesprochen und denke ich werde eher mit dem Balkon anfangen mit dem Kleingewächshaus. Langfristig ist dann der Mietgarten schon die spannendere Option, allerdings ist alles zu weit weg. Werde mich jetzt auf die Balkonpflanzenthreads stürzen
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Dreamerlein
Unterschätzt die Arbeit und denErtrag auf einer intensiv genutzten kleinen Fläche nicht....
Unser Gemüsegarten hat nur knapp 18m2 beetfläche ( 8 holzrahmenbeete à 1,10x2m) und wir können bei weitem nicht so viel direkt essen wie wir ernten ( habe heute erst wieder über10kg Gemüse zum einfrieren verarbeitet).
Aber da die Fläche bis letzten Herbst Wiese war arbeite ich in Ständiger Konkurrenz mit dem Unkraut.... vermutlich vergleichbar mit der Ackerparzelle.

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Cephalotus
Der Schrebergarten ist ein enormer "Zeitfresser". Man hat da was langfristiges, kann Obst und mehrjähriges anbauen, Wintergemüse anpflanzen, Frühbeete und Gewächshaus anlegen, Erdmieten nutzen usw, usf..., aber man muss sich eben drauf einlassen. Für die meisten Leute ist es sehr vorteilhaft, wenn man möglichst nahe dran wohnt und nicht zu viele anderes Hobbys hat. Die typischen Nutzer sind dann auch die, die keine 40h Arbeitswoche haben.
Ich hatte nie einen Mietgarten, aber die sind idR deutlich weiter weg und mal eben 30 Minuten zum Gießen zu fahren wird sehr, sehr schnell sehr sehr doof.
Mich würde auch stören, dass bereits vor gesät ist, dass man keinen Einfluss auf die Bodenqualität hat und dass eben im November umgepflügt wird. Bei mir funktionieren viele Gemüse wie Kohlrabi, Rettiche und Salate mittlerweile im Winterhalbjahr/Frühjahr eher besser als im Sommerhalbjahr. Die besten Salate ernte ich im April und Mai, Salate die ich im April erst aussähe schießen bei mir.
Wie gut gärtnern am Balkon klappt hängt vom Balkon ab. Meiner hat Platz für ca. 3m Balkonkästen (wenn man wöllte auch doppelt + 2m extra und noch ein paar Töpfe) und ist sehr sonnig und heiß. Ich nehme daher große weiße Gefäße idR mit Waserspeicher, trotzdem muss man im Hochsommer idR täglich gießen.
Es gibt aber auch automatische Bewässerungssyssteme.
Sowas hab ich mittlerweile auch im Schrebergarten seit dem super trockenen Jahr 2018. Per Zeitschaltuhr bewässere ich das Gemüse alle 2 oder 3 Tage und die Blumen / Sträucher 1x/Woch in Zeiten ohne Regen im Hochsommer über Tröpfechenschläuuhe. Wenn man da nicht kleckert, sondern so 20-30l/m² abgibt, dringt das auch 20-30cm tief in den Boden ein und mit einer Mulchschicht oben drüber klappt das dann auch bei 35°C und brennender Sonne.
Die meisten "Anfänger" gießen eine 10l Kanne auf 3-4m² aus und wundern sich, warum man am nächsten Tag wieder gißen muss. Einfach mal 15 Minuten nach dem Gießen in der Erde graben und schauen. So als Daumenregel gilt, dass 1 Liter Wasser pro 1m² Fläche gerade mal 1cm tief eindringt.
Man sollte aber bei Gemüse bis in 20-30cm tiefe wässern, bei Sträuchern eher bis 50cm Tiefe
Natürlich verhalten sich Sandböden anders als Tonböden, das sind alles nur grobe Anhaltspunkte.
Ich vermute, dass an einer Mietparzelle eine automatisches Bewässerungssystem nicht erlaubt ist. Ansonsten 2x 200l verbundene Regentonne für 40m² und 2x Gardena Microdrip Schlauch mit je 50m und dazu ein Bewässerungscomputer der drucklos arbeitet.
Dann füllt man am Gießtag die Tonnen mit 800l Wasser und lässt das gleichmäßig mit 20l/m² "vertropfen", füllt weitere 400l rein, die dann nach 2 Tagen nochmal automatisch nachgießen. So muss man im Hochsommer nur alle 3 Tage gießen statt jeden Tag und bei normal warmen (und trockenen) Wetter nur alle 5-6 Tage. Etwas Mulch als Schutz gegen austrocknen vorausgesetzt.
MfG
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Hier (Brandenburg) treibt der Wein von nur geschwollenen Knospen (an den sehr alten Reben) bis wollig und ein Blatt eingerollt!