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pomodorino
Hallo
ist ja eine interessante Diskussion geworden.
@ Michi
Gründüngung+Kompost ist schon super; nach meiner Meinung reicht das aber nicht. Verschiedene Gemüsen benötigen evtl. auch zusätzlichen Kalk (Algenkalk), oder Spurenelemente (Jauche oder Steinmehle) sowie gelegentlich eine gute Grunddüngung mit Mist (gerne in Pellets in Bioqualität - somit von biologisch gehaltenen Pferden, Rindern oder Geflügel)
@TineB Alles kein Kunstdünger; und ich bezweifle, dass Biobauern Kunstdünger benutzen. Wobei man das Wort "Kunstdünger" genau definieren müßte. Aber ich zähle Steinmehle oder Algenkalk nicht dazu.
LG Pomodorino
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Trüffel
Naja, wenn ich bei einem Düngemittelvertrieb eine Düngevorschlag bekomme, wäre es ja dumm, wenn da die entsprechenden Mittel nicht aufgezählt würden. Andererseits finde ich es auch gut, weil wer rechnet dann daheim schon groß rum um die Mengen in gewissen Produkten zu ermitteln.

Und wie soll das Labor wissen, welche Stoffe in Deinem Kompost sind???
Ich denke, dass es trotzdem an den Nematoden und anderen Schlawinern im Boden liegen könnte.
Ja, in der Bio-Landwirtschaft wird weniger geerntet, einfach weil weniger gedüngt wird. Der Unterschied zum Kleingärtner dürfte auch die dreijährige Ausbildung eines Bauern sein. Dann gibt es Programme, die ihm auf das Gramm die Nährstoffbilanzen ausrechnen und er hat alles im Blick. Aber ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, als ein Ackerbauer sagte, dass die Flächen bei Ertragsminderung eingesät werden und Grünland daraus gemacht wird für ein paar Jahre. Meist war das Kleesaat. Frisch umgebrochene Flächen waren immer besonders ertragreich.
Im Garten entnimmt man ständig Gemüsemasse und diese verschwindet bekanntermaßen in der Kanalisation.
Viele Grüße
Petra
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TineB.
Diesen Satz von Petra verstehe ich nicht:
"Im Garten entnimmt man ständig Gemüsemasse und diese entschwindet bekanntermaßen in der Kanalisation."
Wer kann mir das mal erklären?
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waldopa
Alle Elemente, welche eine Pflanze dem Gartenboden entzieht stehen dann nicht mehr zur Verfügung.
In einem unbewirtschafteten Wald kommen all diese Elemente wieder in den Kreislauf zurück.
So hab ich's verstanden.
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Rosenengel
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shogun
...und der nächste Schritt?
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Dyshof-Jo
Hab interessiert Mitgelesen. Ich empfehle das Buch "The intelligent gardener" für die die Englisch packen.
@Michi: Das Buch empfiehlt Federmehl für N, Gips für S, Holzasche für K usw. Auch ohne "Chemie" kann man alles wieder dem Boden zuführen. Obwohl wegen den Kunstdüngern werden viele Ammenmärchen erzählt. Die Bio Bewegung hat das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Aber das ist ein eigenes Thema, da drüber könnte man Seitenweise schreiben......
Noch zum Thema: Beim FiBL habe ich ein Poster gesehen zum Thema: Was ist Bodenmüdikeit? Die Anwort war klar: Eine Kumulation von ungünstigen Bodenlebewesen, vor allem Mikroben. Was man machen kann wurde gesagt: Mischkultur, gute Nachbarn und jährliche Reihenwechsel sowie Pflanzen die für die Bodengesundheit förderlich sind.
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Lathspell
Hui, da ist ja doch einiges geschrieben worden, seit meinem letzten Besuch. Danke für die vielen Antworten!
Habe mal bei meinen Eltern nachgefragt, die Orte der verschiedenen Pflanzen wurde immer gewechselt.
Werden dann aber mal wohl eine Bodenanalyse machen lassen, kann nicht so verkehrt sein.
Hat da jemand vielleicht den ein oder anderen Tip wo man das in Österreich machen kann?
mfg
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*Sony*
[QUOTE=Lathspell;
Werden dann aber mal wohl eine Bodenanalyse machen lassen, kann nicht so verkehrt sein.
Hat da jemand vielleicht den ein oder anderen Tip wo man das in Österreich machen kann?
mfg[/QUOTE]
Dies hier ist eine gute Adresse für Bodenuntersuchungen Hier klicken
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pomodorino
Hallo
ich würde gerne noch einmal nachhaken.
Jo hat über "Bodenmüdigkeit" geschrieben, was mir sehr logisch erschien.
Könnte das auch für Tomaten zutreffen. Eigentlich sagt man ja, dass sie immer im gleichen Beet stehen können, aber ich habe da so meine Zweifel.
Würde mich aber interessieren, was die Profis dazu sagen können. Vielen Dank
Pomodorino
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Michi1
Bei Tomaten konnte ich das noch nicht feststellen. Sie sind bei mir bestimmt schon 15 Jahre an der selben Stelle. Meine Frau gibt nur beim setzen in jedes Pflanzloch ein wenig Tomatendünger.
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shogun
Jo hat doch eingangs geschrieben, dass die Tomaten und andere Starkzehrer wie Kürbisgewächse gut gedeihen, weshalb ich auf jeden Fall Düngermangel ausschließe.
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Cephalotus
Tomaten sind ein Spezialfall, die sind tatsächlich halbwegs selbstverträglich. Wobei man durchaus auch wechseln kann, das würde nicht schaden.
Natürlich sind die Empfehlungen bei einer Bodenanalyse "chemisch". Es geht nun mal um Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium & Co (bzw. deren Ionen / Verbindungen)
Wenn dort als Beispiel heraus kommt, dass "Stickstoff" fehlt heißt das nicht, dass Du zwangsweise einen "Kunstdünger" verwenden musst, Du kannst in diesem Beispiel genausogut auch Hornspäne verwenden, wenn Du Dich damit wohler fühlst.
Auch die biologischen Dünger basiert auf exakt denselben chemischen Elementen.
Mein Ratschlag ist auch, dringen Bodenuntersuchungen machen zu lassen, besser mehr als nur 1 und sorgfältig genau nach Anleitung arbeiten. Wenn man schludert kann man sich den Aufwand auch schenken.
Bzgl. Krankheiten und Schädlingen erscheint es mir auch klug, in den nächsten 2 Jahren jeweils die halbe Fläche mit Gründüngung zu versehen, evtl vorher tiefgründig umgraben (auch 1/3 Fläche 3 Jahren lang geht natürlich usw)
Es gibt Samenmischungen, die nicht nur für Biomasse und tiefe Durchwurzlung sorgen, sondern auch unattraktiv für manche Bodenschädlinge sein sollen. Man sollte auch bei Gründüngung auf die Fruchtfolge achten. Nach Leguminosen nicht unbedingt Hülsenfrüchte, nach Senfarten kein Kohl, etc...
Der weitaus größte Teil der Gemüsegärten, auch der "rein biologisch gedüngten" hat einen starken Nährstoffüberschuss (v.a. Phosphor) und nur sehr wneige einen tatsächlichen Nährstoffmangel.
Der Wert für verfügbaren Stickstoff hängt allerdings auch stark von Jahreszeit und Wetter ab, da bedarf das Ergebnis ggf. etwas der Interpretation.
Ich würde wenn das Geld nicht knapp ist auch noch auf Schadstoffe/Schwermetalle untersuchen lassen. Sicher ist sicher. Durch eine Veränderung des pH Werts über die Jahre können solche z.B. mobilisiert werden.Geändert von Cephalotus (26.10.2018 um 08:11 Uhr)
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