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shogun
Durch Ganzjahresfütterung und Nistgelegenheiten kann man sich schon Vögel in den Garten ziehen - hier ist ziemlich viel Betrieb und heuer sind vor allem mehr Stare und Amseln zu sehen als in den vergangenen Jahren.
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dornröschen5
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Michi1
Dornröschen mir ist noch was eingefallen. Hast du dich schon mal hingesetzt und längere Zeit den Vogelstimmen gelauscht? Bei mir sind rundherum viel Sträucher und von dort höre ich sehr viele die sich nicht sehen lassen. Das kann bei dir ja auch so sein?
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Linde 2020
Kannst Du wirklich einen Rückgang feststellen - auch bei der Winterfütterung?
Wir wohnen am Rande des Auwalds - im Sommer sind kaum Vögel im Garten, weil es auf den umliegenden Feldern, Weiden und im Auwald mehr als genug Futter und Brutplätze gibt. Aktuell sehe ich nur die Spatzen, die in der Ligusterhecke des Nachbarn brüten und ab und zu eine Amsel (die wurden ja hier durch das Usutu-Virus fast vollständig ausgerottet). Im Auwald hört man aber jeden Morgen einen Riesenkrawall, weil alles singt und ruft.
Vielleicht sind Deine Gartenvögel im Sommer ja auch lieber im Moor?
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tree12
Wir haben ja hier den Bruchwald in Sichtweite (FFH), aber auch der wird von den Rändern her, wo er an Privatgärten grenzt, still und leise immer weiter dezimiert...
Beim naturnahen Gärtnern muß man "ganz unten" anfangen, bei der richtigen Bepflanzung, die wiederum Insekten anlockt. Dann erst können Vögel, Igel und Amphibien zuwandern. Es heißt, daß man durch jede neu gesetzte Wildstaude zehn neue Tier/Insektenarten in den Garten lockt.
Vielleicht hast Du ja doch noch Ecken für heimische Wildstauden frei? Besonders im Schatten findet sich ja doch oft noch ein Plätzchen, vielleicht für den Nesselkönig oder die Große Sternmiere oder die Sterndolde oder den Klebrigen Salbei? Eventuell gibt es noch Stellen, um Kästen und Töpfe aufzustellen für Sonnenhungrige wie Gamander oder Knautien oder Skabiosen?
Kannst Du noch mehr Nistkästen aufhängen (aus Holzbeton)? (Bei den Nachbarn hängt so ein schrecklicher Plastiknistkasten - der ist doch tatsächlich belegt....)
Ich habe diese Saison zwei Blumenkästen für den nichtgenutzten Balkon angeschafft, darin dürfen jetzt hängende Glockenblumen wachsen für Wildbienen.
All diese robusten Pflanzen, die mit wenig Wasser und Pflege auskommen, sind gleichzeitig wie geschaffen für unsere heißen und trockenen Sommer.
Kannst Du um den Teich herum noch mehr geeignete Pflanzen setzen? Wasserdost und Blutweiderich sind Insektenmagneten. Hast Du auch Vogeltränken im Garten? Nicht jeder Vogel möchte immer am Teichrand baden. Bei mir sind alle fünf Tränken trotz Teich immer gut besucht (Tränken am Boden, Tränken auf erhöhten Plätzen anbieten).
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dornröschen5
Tree, ich achte ja sehr auf die Auswahl der Pflenzen. Natürlich gibt es noch viel Potential.
Bei der Vogelfütterung bin ich wirklich unsicher. Ich habe das nun seit Herbst versucht aber es wird nicht gut angenommen. Nachdem ich nun viel gehört habe, dass das Blaumeisenvirus durch Futterstellen übertragen wird, bin ich noch unsicherer.
Derzeit plane ich gerade an meinem Nordbalkon. Da könnte auch noch ein Vogelhaus hin. Ist aber Nordseite. Hast du da einen Rat?
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Linde 2020
Nur Futterstellen nehmen, bei denen keine Übertragung möglich ist (also solche, bei denen die Vögel nicht im Futter stehen können) - und probier unterschiedliche Futter-Arten aus.
Bei meiner Mutter wurde jahrelang nicht gefüttert (sie war zu schlecht beisammen, um sich zu kümmern) - letzten Winter haben wir sie unterstützt und wieder mit der Fütterung begonnen. Es hat Monate gedauert, bis die Vögel gekommen sind - zuerst hat sie nur Billigfutter angeboten, das hat gar nichts gebracht (in den Nachbargärten gab es wohl Besseres); als wir dann geschälte Sonnenblumen, gehackte Erdnüsse und sehr hochwertige Meisenknödel mitgebracht haben, wurde plötzlich alles anders.
Jetzt ist extremer Flugverkehr (im Garten wird gebrütet - das erste Mal seit Jahren wieder) - sie füttert nun erstmals auch über den Sommer weiter, weil sie so viel Freude damit hat (momentan hauptsächlich Meisenknödel mit Insekten drinnen und Erdnüsse wegen des hohen Eiweißgehalts, den die Brut braucht).
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meise
Heute ist ein Tauchgang angesagt.

Geändert von meise (15.05.2020 um 18:25 Uhr)
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Linde 2020
Tolle Fotos!
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tree12
Das Blaumeisensterben ist bereits rückläufig, allerdings wurden wohl ca. 20 % weniger Blaumeisen gezählt am Muttertagswochenende. Die endgültigen Ergebnisse vom NABU kommen erst später.
Meinst Du für Deinen Nordbalkon ein Futterhaus oder einen Nistkasten? An meinen nicht genutzten Nordbalkon habe ich ja (außen ans Geländer) einen Schwegler-Großraumbrutkasten gehängt. Der ist sofort von Kohlmeisen besetzt worden und auch jetzt im zweiten Jahr brütet wieder eine Kohlmeise. Sie schätzen den großzügigen Brutraum und den freien Anflug.
Außerdem lege/hänge ich ja immer Nistmaterial in Form von Hundehaaren vom Nachbarshund aus. Zwar streiten sich da die Experten, ob das gut ist, angeblich gibt es immer wieder strangulierte Jungvögel. Aber wenn sie Plastik sammeln müssen in ihrer Not, ist das auch nicht besser. Außerdem kann sich ein Jungvogel theoretisch ja auch mit einem Grashalm strangulieren.
Wenn wir die Nistkästen zwischendurch (so alle zwei bis drei Jahre) mal ausräumen, sind die Haare immer kunstvoll ins Nest eingewoben, so daß ich mir kaum vorstellen kann, daß sich da jemand stranguliert.
Für Meisen und Spatzen stopfe ich die (eher kurzen) Hundehaare in ein Netz, die fliegen es dann an und zupfen sich die Haare raus. Für größere Vogelarten stopfe ich ein festes Knäuel in eine passende Astgabel. Da ist dann sogar mein Krähenpaar froh drüber.
Ich füttere schon viele Jahre ganzjährig und glaube, es ist extrem wichtig, die Tränken gut sauberzuhalten. Bei den Futtermitteln ist es nicht empfehlenswert, nur Futtersäulen anzubieten, sondern auch normale (und vor allem nicht zu kleine!) Futterhäuser, wo sie von allen Seiten rein können. Oder sogar Futterbretter, wenn man die Möglichkeit hat. Oder auch eine Bodenfutterstelle.
Die Säulen werden nur von wenigen Vogelarten angeflogen. Mein Futterhaus mache ich ca. einmal die Woche sauber, nicht täglich. Es ist so konstruiert, daß den Ringeltauben der Zutritt verwehrt bleibt, die müssen vom Boden fressen. Alle anderen größeren Vogelarten wie Spechte, Amseln, Eichelhäher kommen aber rein.
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dornröschen5Ich meine einen Nistkasten. Könnte den gut an die Wand hängen.Meinst Du für Deinen Nordbalkon ein Futterhaus oder einen Nistkasten? An meinen nicht genutzten Nordbalkon habe ich ja (außen ans Geländer) einen Schwegler-Großraumbrutkasten gehängt. Der ist sofort von Kohlmeisen besetzt worden und auch jetzt im zweiten Jahr brütet wieder eine Kohlmeise. Sie schätzen den großzügigen Brutraum und den freien Anflug.
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tree12
Dann schau Dir doch mal die Nistkästen von Schwegler an, die klassischen braunen sind am besten. Könnte allerdings sein, daß im Moment dort schon einiges vergriffen ist. Man kriegt die manchmal auch bei anderen Anbietern. Einmal bin ich aber reingefallen bei dem anderen Anbieter: während Schwegler nahezu plastikfrei (mit viel Holzwolle) versendet, kam vom anderen Anbieter ein riesiges Paket mit Plastikfolie satt um den Nistkasten herum...
Kohlmeisen macht eine Nordwand nichts aus. Und wenn der Nistkasten überdurchschnittlich viel Platz bietet, könnten sogar andere Vogelarten einziehen.
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shogun
Spatzen sind auch nicht sehr wählerisch und nisten auch nordseitig.
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Haubenmeise
Bei uns ist auf jeden Fall die Starenpopulation zurück gegangen.
Sind aktuell ca. 8 - 10 Stück täglich im Garten. Das waren die Jahre zuvor schon deutlich mehr.
Amseln sind hier immer konstant viele. Meisen etwas weniger.
Früher hatte ich in den Wintermonaten immer Wintergoldhähnchen. Jetzt schon 2 Jahre nicht mehr.
Vereinzelt Gimpel, Grünfinken, Goldammern, Erlenzeisige, Buchfinken, ein Kleiber, ein Buntspecht und ein Eichelhäher.
Bis zu 6 Ringeltauben....das wird hier nicht so gerne gesehen.
Neuerdings immer wieder ein einzelner Girlitz.
Und neulich seit ewigen Zeiten mal wieder eine Haubenmeise.
Auch wenn Fichten nicht so besonders ökologisch wertvoll sind, bilde ich mir ein, das seit ihrer Fällung auch manche Arten sich zurückgezogen haben. Auch die Eichhörnchen sind seitdem weniger zu sehen.
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Michi1
Stare nisten es schon ein paar Jahre nicht mehr bei mir. Ich habe aber schon dieses Jahr einmal "3 Stare auf einmal" bei mir im Rasen gesehen. Da war auch schon lange nicht mehr.
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Linde 2020
Das ist hier komplett andersrum: Stare kannte ich in meiner Kindheit nur aus dem Lied 'Alle Vögel sind schon da' - live hab ich nie einen gesehen, dafür gab es Gimpel und Kernbeißer im Garten meiner Eltern. Die letzten beiden sind völlig verschwunden, seit ein Bestand großer alter Nadelbäume (keine Ahnung welche - ist über 25 Jahre her) gefällt worden sind; die Amseln sind durch das Usutu-Virus extrem selten geworden, nur Spatzen und Kohlmeisen gibt es überall in Massen.
Dafür haben wir hier am äußersten Stadtrand jedes Jahr Stare, im Winter viele Vögel, die aus dem Auwald in die Gärten kommen (div. Meisen + Spechte), aber auch Garten- und Hausrotschwanz, Schwalben, Mauersegler, Pirol und Rotkehlchen. Alter Baum- und Strauchbestand in der Nähe scheint größere Auswirkungen zu haben als vielfältig bepflanzte Gärten (letztere sind beim Elterngarten üblich, hier eine seltene Ausnahme).
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meise
Joschua danke,
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Kalle007
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