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cami
das sehe ich auch so! Wenn schon vegan, dann richtig!
Ich wollte mir neulich mal einen veganen Brotaufstrich kaufen. Erste Zutat: Palmöl, zweite: Rapsöl... ich habe noch kurz auf die Kalorientabelle geguckt und das Produkt dann wieder brav ins Regal gestellt..... 387 Kalorien pro 100 Gramm. Nein danke!
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shogun
Der Verzicht auf Palmöl wäre mir da viel wichtiger als vegan. Leider sind wir davon sehr weit entfernt.
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cami
ich möchte echt nicht wissen, aus was die veganen Produkte alle sind... oder doch.... oder lieber ne...
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Mir ist halt Essen au puren Zutaten immer noch am liebsten.
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Gast46973
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cami
ja wäre nicht schlecht, danke!
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fisole
Auf Palmöl in Lebensmitteln zu verzichten, ist löblich, aber nach derzeitigem (heutigem) Stand leider ein bisschen Pipifax: bei weitem das meiste Palmöl wird nämlich nicht für Lebensmittel verwendet, sondern für Sprit. Mal wieder.
(Ich hab neulich einen guten – aktuellen – Artikel darüber gelesen, den ich jetzt auf die Schnelle nicht finde; meiner Erinnerung nach waren es 80% oder so. Ersatzhalber hier ein alter aus der Welt)
Mein LG hat die Palmölsache vor kurzem ziemlich ausführlich recherchiert: im Lebensmittelbereich hat er drei Anbieter gefunden, deren Palmöl man relativ bedenkenlos essen kann; Rapunzel war einer davon, die anderen zwei weiß ich jetzt auch nciht mehr … weil nicht jedes Palmöl gleich ist, es gibt auch da verschiedene Zertifizierungen/Nachhaltigkeitsstandards (unter anderem, wenn das Palmöl aus „alten“ Plantagen kommt, die eben nicht durch Brandrodung entstanden sind – das ist ja eins der Hauptprobleme).
Genauere Infos hier: https://utopia.de/ratgeber/palmoel-beim-einkauf/ und hier: https://utopia.de/ratgeber/bio-palmoel/
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e: ah, weiter unten in dem zweiten Link ist auch eine Liste mit Marken / Herstellern, die „weniger böses“ Palmöl verwenden:
Diese Unternehmen verwenden außerdem Bio-Palmöl (Auswahl):
* GEPA bezieht Fairtrade-Bio-Palmöl von Serendipalm in Ghana.
* Dr. Bronner’s ist Initiator und Kunde von Serendipalm.
* Rossmann verwendet für seine Bio-Eigenmarken (EnerBIO, Alterra) Bio-Palmöl aus Brasilien (Agropalma), Kolumbien (Daabon) und Ghana (Serendipalm).
* Alnatura setzt Bio-Palmöl von Daabon aus Kolumbien und Agropalma aus Brasilien ein.
* Alsan verwendet in seiner Bio-Margarine Bio-Palmöl aus Brasilien und Kolumbien.
* Bionella verarbeitet genau wie die Mutter-Firma Rapunzel Bio-Palmöl aus Ghana (Serendipalm) und Ecuador (Natural Habitats).
* Allos bezieht Bio-Palmöl von Daabon aus Kolumbien.
* In Produkten der Basic-Eigenmarke ist ebenfalls kolumbianisches und brasilianisches Bio-Palmöl verarbeitet.
* Huober verwendet zur Herstellung seiner Salzstangen- und –brezeln zertifiziertes Palmöl von Daabon aus Kolumbien.
* Sodasan bezieht für seine Rohseife Bio-Palmöl von Daabon.
* Dr. Hauschka verwendet grundsätzlich sehr wenig Palmöl, wo nötig wird Bio-zertifiziertes aus Südamerika verwendet.
Ist halt das Gleiche wie mit Mandeln, Avocados undsoweiter … als Lebensmittel eigentlich total OK, nur wenn’s zum Trend wird und in Massen produziert wird (oder für bescheuerte Zwecke verwendet wie Sprit), dann wird’s gefährlich.Geändert von fisole (11.01.2020 um 18:26 Uhr)
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fisole
Aufstriche haben doch meistens „auf dem Papier“ ordentlich Kalorien … auch mit selbstgemachtem Linsenaufstrich wirst du kaum unter 300 kommen (Linsen pur hätten zwar nur 100irgendwas, aber das ist dann halt ziemlich wässrig, ich tu deswegen immer Sonnenblumenkerne oder so mit rein). Aber sowas haut man sich ja nicht zentimeterdick aufs Brot, genau wie bei Marmelade -- auf eine Brotscheibe passen doch höchstens 20 Gramm oder so? Von daher würd ich mir da um ein paar Kalorien hin oder her keinen Kopf machen.
Von der Qualität her find ich zB Zwergenwiese immer gut, zB der hier: https://www.zwergenwiese.de/de/produ...ika-aufstrich/
Paprika* 37%, Tomatenmark* einfach konzentriert, Zwiebeln*, Cashewkerne* 12%, Reis*, Sonnenblumenöl*, Sesam*, Sojasauce* (Wasser, Sojabohnen*, Meersalz), Steinsalz, Agavendicksaft*, Knoblauch*.Geändert von fisole (11.01.2020 um 18:36 Uhr)
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Gast46973
Besser als die Aufstriche von Zwergenwiese schmecken mir die von dem niederbayerischen Produzenten bioZentrale.
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dornröschen5
Moin moin.
Ich mache vegan derzeit ja auch erstmal als Experiment.
Ich muss ehrlich sagen, dass mich Aussagen wie "wenn schon vegan dann aber auch richtig" ziemlich aufregen.
Ich finde es anmaßend. Die meisten entscheiden sich aus Gründen wie Tierschutz und Umweltschutz für die vegane Ernährung. Nicht weil ihnen Wurst nicht schmeckt.
Warum genau ist das völlig ok ein völlig überzüchtetes Tier zu produzieren, zu quälen, zu töten und dann zu pürieren, mit geschmacksstoffen Farbe und konservierungsstoffen zu mischen und in einen Schlauch zu pressen? Und warum genau ist es dann verwerflich eine Bohne mit Farbe und Konservierungsstoffen und geschmacksstoffen zu mischen und in einen Schlauch zu pressen?
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shogun
mich würde die Vorstellung, dass es keine Honigbienen, Hühner, Schafe, Schweine und Kühe u.s.w. mehr geben würde, von einer veganen Lebensweise abhalten. Das wäre ja die Konsequenz, wenn alle Menschen auf diesen Zug aufspringen würden. Auch wenn das alles Nutztiere sind - teils überzüchtet, teils aber auch nicht, könnte ich mir das überhaupt nicht vorstellen.
Richtig und wichtig finde ich allerdings einen verantwortungsvolleren Umgang mit tierischen Produkten - zurück zum Sonntagsbraten wie früher.
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dornröschen5
Der Fleisch - und Milchkonsum ist seit Jahren steigend. Es wird immer mehr unter immer schlechteren Bedingungen produziert.
Dass plötzlich alle vegan werden ist einfach ein völlig unrealistisches Szenario.
Ich habe neulich gelesen dass etwa 10kg Fleisch pro Person und Jahr sinnvoll wären. Aus gesundheitlichen Gründen aus Gründen des Wasserschutzes und Tierwohls und auch in Hinblick auf die Futtermittelimporte.
Derzeit werden im Durchschnitt etwa 60kg gegessen. Das heißt auf einen Durchschnittsbürger braucht man derzeit 5 Veganer.
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PS: ICH verzichte übrigens momentan nicht auf Honig. Das ist das einzige nicht vegane Produkt was ich konsumiere. Es gibt berechtigte Kritik an der honigproduktion aber der Honig aus meiner Nachbarschaft ist mit meinen Ansprüchen vereinbar.
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Lupo
Wenn sich ein Grossteil der Menschen durchringen könnte, zum Flexitarismus (ich hasse dieses Wort) zu wechseln, dann wäre schon viel erreicht. Viele machen/sind es, ohne sich bewusst zu sein, ein Flexitarier zu sein.
Ich finde das für mich passender als reiner Vegetarier oder gar Veganer - auch wenn letzten beiden zur Zeit ziemlich in Trend sind. Wird sich aber wieder relativieren - genauso wie der Apfelessighype oder die Kohlsuppendiät.
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fisole
Ich les das nicht so, dass es als Vorwurf/Vorschrift an andere gemeint war. Ara hatte geschrieben "Entweder ich will den Fleischgeschmack, dann esse ich auch Fleisch oder ich esse z.B. Gemüsebratlinge, die auch nach Körnern und Gemüse schmecken dürfen" -- also ihre eigenen Vorlieben beschrieben; cami hatte dem dann zugestimmt mit "seh ich auch so – wenn vegan dann richtig". Das heißt doch nicht, dass andere nicht Tofuhühner essen sollen, wenn sie das mögen, nur dass man selber sowas nicht so lecker findet.
Oder meinst du gar nicht das?
Naja, oder der Durchschnittsbürger bremst sich halt ein und ißt nur die Menge, mit der er dem Rest der Welt nicht schadet. Wär ja auch keine schlechte Lösung
Geändert von fisole (11.01.2020 um 22:10 Uhr)
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shogun
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Gast42195
Da bin ich mir immer nicht ganz sicher, ob diese Zahlen so richtig ermittelt sind.
Möglicherweise wird soviel erzeugt, aber wid das auch alles und vor allem hier gegessen?
Das sind immerhin 5 kg im Monat pro Person, also 5 Milchpackungen übereinander, um sich das mal zu verbildlichen.
LG
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fisole
Na auf jeden Fall wird so viel hier gegessen. Sehr viele essen täglich Fleisch, manche sogar zwei- oder dreimal (morgens Wurstbrot, mittags Kantine, abends auch nochmal warm), alles ohne Fleisch ist „Beilage“ und „und was gibt’s zu Essen?“ … ne mittelgroße Fleischportion hat vielleicht 200g, das ist ja an einem Tag schon fast ein halbes Kilo. Mal 30 -> 60 Kilo im Monat.
60 pro Jahr kommt mir für Deutschland eher zu wenig vor -- mögicherweise wird da jedes Kleinkind von Geburt an reingerechnet?
Im Guardian ist ein lesenswerter Artikel zu dem Thema: Seeds, kale and red meat once a month – how to eat the diet that will save the world
Der hat ziemlich die Runde gemacht, evtl kennst du den schon – da gehts um die EAT/Lancet-Studie vom letzten Sommer oder wann das war:
https://eatforum.org/eat-lancet-commission/
The EAT-Lancet Commission on Food, Planet, Health brought together 37 world-leading scientists from across the globe to answer this question:
Can we feed a future population of 10 billion people a healthy diet within planetary boundaries?
The answer is yes, but we it will be impossible without transforming eating habits, improving food production and reducing food waste.
The EAT-Lancet report is the first full scientific review of what constitutes a healthy diet from a sustainable food system, and which actions can support and speed up food system transformation.
Report: https://eatforum.org/eat-lancet-comm...ummary-report/ (gibts in acht Sprachen, Deutsch ist leider nicht dabei)
Soll-Konsum jedenfalls: 7g Fleisch pro Person und Tag, 250g Milchprodukte und ein Drittel Ei oder so. Statt dem Sonntagsbraten wird’s dann wohl eher ein Monatsendebraten
Geändert von fisole (11.01.2020 um 22:36 Uhr)
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dornröschen5
Fisole, ich habe das wirklich eher so verstanden dass das "entweder ganz oder gar nicht" von Cami eher auf Veganer als auf sich selbst bezogen war. Für sich selbst hat sie vegan ja ausgeschlossen und damit impliziere ich eine gewisse Bewertung des Essverhaltens anderer Leute.
Dass die Lebensmittelindustrie kein wohltätigkeitsverein ist, dürfte auch veganern aufgefallen sein.
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roswitha63
Fisole, die Empfehlung finde ichc wirklich übertrieben, wobei ich auch sage, es wird zu viel Fleisch gegessen.
In der Menge 60 kg. ist jeder mit eingerechnet und man darf nicht vergessen, es ist ja nur nicht das Schnitzel was auf dem Teller landet, sondern auch das verarbeitete Fleisch mit eingerechnet.
Vegan wäre für mich auch kein Option, den ich mag Milchprodukte und Eier zu gerne. Weniger Fleisch essen wir schon lange, dafür mehr Gemüse.
Ich gebe zu, ich gehöre auch zu denen , die mit Sonja Würstchen und Schnitzeln nichts anfangen können und sich fragen, wenn vegan, warum muss das Essen dann wie Fleisch und Wurst aussehen und schmecken.
Wie gut die Ernährungsindustrie die vegane Ernährung zu vermarkten weiß, merkt man auch an den Hinweisen auf Produkten die eh von Natur aus vegan sind.
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fisole
Ja eh. Ich finde es zwar super, dass es jetzt so viele vegane Produkte gibt, würde sie aber viel eher kaufen, wenn „Lupinenbratling“ und „Auberginensalat“ draufstünde und nicht „veganer Fleischklops“ und „veganer Heringssalat“ (true story). Sowas mag ich halt generell nicht (und ich denk, genau das Gleiche hatte cami gemeint), wenn Essen falsch/irreführend bezeichnet wird und man erst im Kleingedruckten erfährt, was überhaupt drin ist … wurscht ob vegan oder nicht.
Die Lupinenbratlinge waren aber lecker (hatte der LG angeschleppt) und haben immerhin dazu geführt, dass Lupinenmehl jetzt aufm Einkaufszettel steht =)Geändert von fisole (11.01.2020 um 23:03 Uhr)
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Gast42195
Man soll ja nicht zuviel von sich auf andere schließen, aber ich kenne auch echt keinen, bei dem das so ist ...

Falsches Umfeld?
LG
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Das nervt aber allgemein.
So Sachen wie "Schillerlocke" sollten auch einfach "Haiflossen" genannt werden müssen.
(In diesem Fall am Besten noch mit dem Zusatz "Der Hai ist nur für diese Flossen getötet und dann wieder weggeworfen worden" oder so ähnlich).
Oder statt "Erdbeerjoghurt" soll es heissen müssen "Joghurtgemisch mit Erdbeeraroma" ... und so weiter. Da gibts ja zahlreiche Sachen, die mit falschen Begrifflichkeiten aufgewertet werden.
LG
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