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Ara
Es wird einem aber auch wirklich nicht einfach gemacht. Da will man auf das ganze Plastik verzichten, nimmt z.B. lieber Holzgartenmöbel statt Kunststoff, aber man weiß gar nicht so genau, wie das Holz beschafft wurde. Es gibt ja auch dort Siegel für die Nachhaltigkeit, aber kann man das alles glauben? Man sollte wirklich alles hinterfragen.
Ich glaube, wir sollten nicht so viel wegschmeißen. Man kann alte Möbel mit etwas Geschick und ein wenig Farbe wieder aufhübschen. Unsere alten Gartenmöbel haben wir mit dem Haus schon übernommen. Sie haben bei uns dann auch noch neun Jahre durchgehalten. Gestrichen und mal eine Latte ausgetauscht, ein Stuhlbein wurde geschient. Aber nun sind sie wirklich hin. Der Tisch ist jetzt mein Topftisch und die Bank und ein Stuhl nur noch Deko. Da sollte sich besser niemand mehr drauf setzen.
Die neuen Möbel haben wir aus Holz selber gebaut. Aber auch bei diesem Holz, aus dem Baumarkt, weiß ich nicht genau woher es stammt.
Beim nächsten Holzkauf werde ich mal nachfragen.
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shogun
Dass die Lager schon voll sind, glaube ich nicht - aber wir haben hier nicht solche Monster Sägewerke und es ist nicht erst seit der jüngsten Waldkatastophe so, dass unser Holz zum großen Teil erst mal in Österreich landet. Vermutlich gelangt es über den Handel teilweise wieder zu uns zurück.
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Korn-Blümchen
Einer der größten Holzhändler und eine große Spanplattenfabrik haben ihre Standorte in Österreich. Vielleicht liegt es daran.
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cami
ich hatte mal einen Trööt "Aus alt mach neu" Aus alt mach Neu,
da hab ich meine alten Esszimmerstühle etwas aufbereitet.
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Ara
Habe da gerade mal quer gelesen. Tolle Sache. Wenn man nicht gerade zwei linke Hände hat, sollte man es auf jeden Fall probieren.
Und Dein Hund ist aber auch ein süßer.
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cami
danke, Ara! Leider lebt Joshy seit dreieinhalb Jahren nicht mehr! Wir hatten damals auch noch einen anderen Hund und eine Katze. Alle tot inzwischen!
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Ara
Das tut mir leid.
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cami
danke Ara! Wir haben auch sehr lange gebraucht, um damit klar zu kommen! Aber das ist ein anderes Thema, passt nicht hier her?
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dornröschen5
Cami, das tut mir sehr leid.
Kurz nochmal zum Thema Holz und Ikea.
Natürlich weiß Ikea, dass das Holz nicht aus nachhaltigen Ökowäldern stammt.
Das Problem besteht aber wirklich fast überall. Selbst bei Tischlern.
Das ist schlimm und falsch. Aber unser System funktioniert eben über x-Zwischenhändler. Bisher hat der Punkto Nachhaltigkeit auch einfach nicht so viele Leute interessiert.
Das ist in der Textilindustrie ja ähnlich. Ich habe nach dem Rana Plaza Unglück aufgehört konventionelle Fast Fashion zu kaufen. Ich habe dann zB angefangen selbst zu nähen. Aber an Biostoffe kam man lange gar nicht heran.
In der Holzwirtschaft ist das wohl auch sehr schwer weil die Siegel / Kontrollen da wohl sehr schlecht sind.
Meiner Meinung nach ist das Problem einfach der viel zu hohe Verbrauch.
Wir kaufen einfach zu viel.
Das sieht aber zB unsere Landwirtschaftsministerin anders und setzt auf mehr Holzwirtschaft.
Sie argumentiert, dass Holz ein klimafreundlicher Rohstoff ist der CO2 bindet und nachhaltig ist. Das ist natürlich nicht falsch. Das Problem ist die Menge.
Anstatt ständig neue Häuser zu bauen und Möbel zu kaufen, sollte man mal liebst nutzen, was schon da ist.
Das ist natürlich für die Wirtschaft nicht so optimal.
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dornröschen5
Habt ihr die Doku "Das System Milch" gesehen?
https://www.ardmediathek.de/ard/play...GluZS82NTAxNA/
Ich fühle mich wieder bestärkt wirklich nur noch bei regionalen Kleinbauern meine Milchprodukte zu kaufen. Ich möchte diese Konzernstrategien nicht mehr unterstützen.
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Haubenmeise
Ich habe es nicht gesehen.
Mir geht es schon immer ganz mies, wenn ich in die Augen der Kälbchen gucke, die gleich nach der Geburt von ihren Müttern getrennt werden
Dazu kommt noch, das Milch das Ausgangsprodukt von ganz vielen Lebensmitteln ist. Joghurt, Quark, Käse etc.
Den Absprung von der Milch ansichtig hab ich schon länger geschafft. Aber der Rest fällt mir echt schwer
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dornröschen5
Haubenmeise, die Doku ist wirklich sehenswert finde ich.
Es sind auch keine schlimmen Bilder zu sehen.
Die Reportage ist recht sachlich und lässt sowohl konventionelle Bauern wie auch Biobauern zu Wort kommen. Es geht nicht nur um die Haltung sondern vor allem um das ökonomische System.
Im letzten Teil wird auf die Problematik der Milchexporte eingegangen. Milchpulver wird in großen Mengen ins Ausland verkauft. Hier zeigen die einen Ausschnitt aus Afrika wo wir mit unserem billigen Milchpulver die heimischen Märkte zerstören.
Das ist ja auch nicht wirklich neu aber mich verstört das tatsächlich immer wieder, wenn ich mir überlege, dass die Kuh im Stall nebenan in Konkurrenz zur Kuh in Afrika steht und dort gewinnt, weil sie billiger produziert.
Milch konsumiere ich auch so gut wie gar nicht. Käse und Sahne jedoch ganz gerne.
Ich finde das auch nicht so schlimm.
Auch Reismilch / Sojamilch / Mandelmilch haben so ihre negativen Seiten.
Ich versuche jedoch wenig zu konsumieren. Der Verbrauch an tierischen Produkten ist einfach viel zu hoch.
Und ich schaue natürlich genau, wo ich das kaufe.
Kühe die hier auf der Weide stehen und große Laufställe haben, finde ich ganz ok.
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Dachgärtner
Ich geb's zu, eineinhalb Stunden sind mir derzeit zu lang. Habe aber den Link abgelegt, die Doku soll ja noch länger online sein.
Traurig finde ich die Einleitung:
Die Kritik an der Massentierhaltung und speziell daran, wie der grösste Teil der Milch gewonnen wird, ist ja berechtigt. Aber die heutigen Zustände haben mit der Entwicklung der Laktose-Toleranz im Erwachsenenalter, die ja immerhin so ein bis zwei Milliarden Menschen haben, überhaupt nichts zu tun ...... Obwohl fast zwei Drittel aller Erwachsenen weltweit laktoseintolerant sind, werden allein in Europa jährlich 200 Millionen Tonnen Milch und Milchpulver produziert und auf den Markt gebracht ...
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Michi1
Dachgärtner, das ist auf die Weltbevölkerung bezogen. In Europa sind es nur 15%. Ist schon ein bisschen Unterschied.
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Dachgärtner
Ist schon klar, die meisten Probleme mit der Milchverdauung gibt es m.W. in Asien.
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dornröschen5
Dachgärtner, es geht darum, dass Milch in Asien als neues "must have" und superfood beworben wird und der Absatz von europäischen Milchprodukten dort extrem steigt. Das wird halt kritisiert und ich finde durchaus zu Recht.
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Ara
Zumal der Mensch das einzige erwachsene Säugetier ist, das Milch trinkt. Wir brauchen die theoretisch nicht. Und jetzt soll sie ein superfood sein? Kurios.
Ich habe diese Doku auch noch nicht gesehen, werde es aber noch tun.
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dornröschen5
Ara, brauchen tun wir tierische Produkte eigentlich gar nicht. Sich aber komplett vegan und regional zu ernähren ist wirklich sehr schwierig. Milch ist schon ein interessantes Lebensmittel.
Das wurde in der Doku auch nochmal deutlich herausgestellt. Die Kuh schafft es aus banalem Gras Milch zu produzieren. Sie verwertet ein für den Menschen minderwertiges Produkt zu einem hochwertigen Produkt.
Nun fressen die meisten Kühe aber kein Gras sondern Soja und Getreide. Das ist wiederum total ineffektiv. Soja und Getreide können Menschen direkt essen. Das zu verfüttern und nur einen geringen Teil der Energie zurück zu bekommen ist mE totaler Unsinn.
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tree12
Dornröschen, diese Umstände waren schon in den 80er Jahren bekannt, als die ersten richtigen Bioläden aufmachten, wo noch eine Ideologie dahintersteckte. Es wurde beim Sojaanbau bereits viel über die Rodung der wichtigen Regenwälder berichtet und daß Soja und Getreide viel besser die Menschen direkt ernähren sollten als den Umweg über Fleisch- und Milchproduktion zu gehen..
Schon damals wußte man längst, daß Kuhmilch nur für Kinder noch gut verdaulich ist und daß die Fähigkeit rapide abnimmt, wenn das Kind dann so ca. fünf oder sechs Jahre alt ist. Pure Milch braucht ein Erwachsener nicht und ist auch nicht wirklich bekömmlich für ihn.
Die Öko-Szene damals hat viel über diese Themen diskutiert, hat Info-Abende veranstaltet und Aufklärung in der Bevölkerung vorangetrieben.
Es ist seitdem leider wenig passiert! Im Gegenteil, es wird immer mehr Rindfleisch gebraucht, es wird immer mehr Milch produziert, es wird immer mehr Regenwald abgeholzt und brandgerodet.... :-( Der Großteil der Menschheit ist nicht lernfähig.
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