-
Antje
Meine Süßkirsche nach dem letzjährigen Schnitt
Hallo,
Krokus hatte mich in einem anderen Thread gebeten, mal ein Foto der Süßkirsche einzustellen die ich letztes Jahr nach seinen Empfehlungen geschnitten hatte.
hier erst mal der Link zum Thread April 2016
Bäume müssen beschnitten werden - hab aber noch keine Schnittkurs - Bitte um Hilfe
die ersten 2 Fotos sind die Kirsche.
Oben hatte ich alles so geschnitten wie Krokus es empfohlen hatte. Nur den einen Ast ganz unten hatte ich dran gelassen. Der war damals schon zu dick für meine kleine Schere. Und ich hatte kein geeignetes Werkzeug. Nun im Baumschnittkurs htten wir auch kurz die Werkzeugkunde angesprochen. Das hat mir sehr geholfen. Ich denke ich werde mir eine geeignete Säge kaufen müssen.
So sieht der Baum nun heute aus
Die Perspektiven sind beide die gleichen wie auf den Fotos vom letzten Jahr. Nur dort wo damals noch Wiese war, steht jetzt das weiße Haus neu.
Die Kirsche ist sehr stark gewachsen im vergangenen Jahr. Überall wo ich geschnitten hatte, sind mindestens 4-5 neue Triebe gewachsen.
Was ich sehe: Sie hat jetzt 2 Spitzen ausgebildet. Das sieht man vor allem auf dem Foto mit dem weißen Haus recht gut. Da muss auf jeden Fall was geschnitten werden, ev. sogar einer der dickeren Äste?
Einige kleinere Äste kreuzen sich auch oder wachsen nach innen. Können solche 1 Jährigen Triebe denn jetzt noch geschnitten werden? Ich denke mal sich kreuzende oder nach innen wachsende müssen ja komplett abgeschnitten werden, können nicht abgeleitet werden auf eine andere Knospe, oder?
Ach und was mich auch interessieren würde:
Wie groß wird diese Kirsche denn mal? Hedelfinger Riesenkirsche, leider öfters madig. (Kirschfruchtfliege, Als ich noch nicht wußte was das für eine ist, habe ich sie sogar schon rumfliegen sehen und meinen Kindern noch gezeigt was es doch für interessant gefärbte Fliegen gibt.) Die Unterlage weiß ich leider nicht. Geschenkt vor 5 Jahren, Baumarkt oder Bumschulwaare.
-
Krokus
Die Kirsche hat sich stärker als erwartet entwickelt. Überraschend für mich, wie sich der Trieb in der Mitte durchgesetzt hat. Jetz gilt es handeln, damit das Wachstum etwas herunterfährt.
1) Dieser große Ast muss herausgesägt werden. Er möchte die Mitte übernehmen, das soll er aber nicht. Durch das Ableiten auf den flacher wachsenden Ast nach links förderst du das Breitenwachstum des Baumes, sodass er nicht nach oben abhaut.
2) So wie es aussieht, wächst der in die Mitte. Das soll er nicht, dort macht er nur Schatten, weil auch er stärker werden möchte. Bitte entfernen.
3) Alle drei sind Konkurrenztriebe, die markierten schneiden. Die neue Spitze soll alleine stehen.
4) Auf der Astoberseite senkrecht nach oben wachsender Trieb, raus damit.
5) Die Spitzen der verbleibenden Leitäste sowie die der neuen Mitte diesmal noch weniger als zuvor zurückschneiden, maximum 10 cm. Das fördert zwar die Verzweigung, aber nicht ganz so stark wie ein Viertel der Länge
6) Der Vollständigkeit halber nur nochmal
Solche Triebe müssen komplett ab, ja. Die kannst, bzw. sollst du auch jetzt noch schneiden.Einige kleinere Äste kreuzen sich auch oder wachsen nach innen. Können solche 1 Jährigen Triebe denn jetzt noch geschnitten werden? Ich denke mal sich kreuzende oder nach innen wachsende müssen ja komplett abgeschnitten werden, können nicht abgeleitet werden auf eine andere Knospe, oder?
So wie der Baum auf den eher schwachen Rückschnitt reagiert hat, scheint sie auf einer starken Unterlage zu stehen. Damit musst du bei dem Baum mit einer Endhöhe von 6-10 Metern rechnen. Mit radikalem Schnitt wirst du sie nie kleiner halten können. Wenn du es versuchst, dann erntest du nichts mehr. Das ist aber nicht der Sinn eines Obstbaumes. Wie oben gesagt, wenn du ihn mehr in die Breite erziehst und immer schön zur Seite ableitest, wird er eher breit als hoch, optimal zu beernten.Wie groß wird diese Kirsche denn mal? Hedelfinger Riesenkirsche, leider öfters madig. Die Unterlage weiß ich leider nicht. Geschenkt vor 5 Jahren, Baumarkt oder Bumschulwaare.
Viele Grüße
Krokus
-
Antje
Danke Dir sehr Krokus für das einzeichnen.
An die großen und dicken Äste werde ich mich lieber erst im Sommer heran wagen. Also Ast 1, 2 und 6. Damit ich den Baum nicht jetzt durch einen Frühlingsschnitt noch mehr zum Wachstum anrege.
Die Oberseitentriebe, alle quer und nach innen wachsenden sowie die Triebspitzen (Also Äste 4 und 5) werde ich jetzt am Wochenende schneiden, damit kann ich ja denke ich keinen großen Schaden anrichten.
Dass die Kirsche anscheinend auf einer starken Unterlage wächst gefällt mir aber gar nicht. und 6-10 Meter hoch, oh Gott, das wäre ja so hoch wie unser Haus. Wenn ich ihn in die breite ziehe, wird der Umfang dann auch 6-10 Meter werden? Und werden die Wurzeln dann auch so weit reichen? Ich habe ja rund um den Baum meine Gemüsebeete, in 2 Meter und 4-5 Meter Abstand schätze ich. In den ersten Beeten sind letzten Sommer auch schon einige Wurzeln angekommen. Im Frühjahr war noch ncihts dort und ich hatte Möhren etc. Im Herbst war plötzlich alles voller Wurzeln. Dort kann ich dieses Jahr gar kein Wurzelgemüse mehr pflanzen. Werde es mit Oberirdisch wachsenden Dingen Wie Erbsen, Kohlrabi, Mais etc versuchen.
Wenn die Kirsche so weiter wächst und wirklich die 10 Meter umfang einnimmt, dann werde ich diese Gemüsebeete abschreiben müssen. Wegen den Wurzeln und vor allem wegen dem Licht, dass die Kirsche ja weg nimmt.
-
Krokus
Kannst du machen, ja.
Durchaus, ja. Kirschwurzeln wachsen früher oder später auch knapp unter der Erdoberfläche in die Breite. Wenn du aber regelmäßig die Wurzeln in Schach hältst und beim regelmäßigen Beete-Durchharken diese immer entfernst, solltest du die Beete, solange sie nicht irgendwann beschattet sind, noch bewirtschaften können. Wir haben ein Gemüsebeet zum Vorziehen von Krautpflanzen an einer Wildkirsche (10 Meter hoch), welche ca. 4 Meter daneben steht. Mit Wurzeln haben wir da keine Probleme.Wenn ich ihn in die breite ziehe, wird der Umfang dann auch 6-10 Meter werden? Und werden die Wurzeln dann auch so weit reichen? Ich habe ja rund um den Baum meine Gemüsebeete, in 2 Meter und 4-5 Meter Abstand schätze ich.
-
Antje
Ich kann also ohne dem Baum zu schaden das Beet kräftig durchrechen? Und wenn ich ein paar Wurzeln erwische, ist es nicht so schlimm? Das ist gut zu wissen. Ich hatte im Herbst bedenken dort z.B. die Löwenzahnwurzeln auszugraben, aus Angst, es könnte dem Baum schaden. Denn beschatten tut er die Beete noch nicht.
Dann kann ich ja doch den Kompost schön einrechen. Das ist super. Die ersten Mairübchen sind dort nämlich schon gepflanzt.
-
Krokus
Natürlich darfst du jetzt nicht bis an den Stamm hin reingraben, aber ich sage mal 2 Meter Abstand solltest du schon lassen. In erster Linie wurzelt eine Kirsche nämlich nach unten.
-
Antje
Das passt. 2 Meter ist das erste Beet entfernt. In der Baumscheibe hab ich nur ein paar Frühblüher. Die sind eingezogen, wenn der Baum sein LAub hat und damit Schatten wirft. Und dem Löwenzahn dort zupfe ich halt regelmäßig die Blätter weg.
-
Antje
Heute habe ich bei der Kirsche die kreuzenden und nach innen wachsenden Äste komplett und bei allen Triebspitzen nur die obersten 2 Knospen entfernt. Ich hoffe, durch diesen recht sanften Schnitt habe ich das Wachstum nicht allzu sehr angeregt. Mal abwarten. Vielleicht ist die Kirsche in dem einen Jahr ja nur plötzlich so stark gewachsen, weil 1. sie erstmals keine Blattläuse mehr hatte (dank Ameisenleimring) und 2. die Wurzeln im Gemüsebeet angekommen waren und dadurch viel Kompost und Wasser bekommen haben. Das hatte sie die Jahre vorher nicht, und vielleivht hat da einen extremen Wachstumsschub gegeben? Wenn sich die Kirsche jetzt an den Kompost und das Wasser gewöhnt hat, wird sie vielleicht dieses Jahr nicht mehr so wachsen.
-
Antje
Ich hatte vergangenen Sommer glaube Anfang September einen Fachmann die Kirsche schneiden lassen. Wegen der doppelten Spitze die sich ausgebildet hatte und weil der Baum ja recht schwierig ist. So wuchsstark und an diesem Platz für die Größe die sie anscheinend bekommen wird eher nicht so optimal. So sieht sie jetzt aus
Er hat gemeint der Sommerschnitt dürfte hoffentlich den starken Wuchs etwas gebremst haben. Ich soll diesen Sommer alle neuen Austriebe um ca die Hälfte kürzen und nächsten Sommer oder dann 2020 ihn noch mal holen.
Wäre das mit dem einkürzen um die Hälfte das richtige Vorgehen?
-
Krokus
An sich sieht der Baum jetzt ganz gut aus!
Der Baum wird auch auf den Rückschnitt letzten Spätsommer mit Neuaustrieb reagieren, aber nicht so stark als nach einem Winterschnitt. Ob es Sinn macht im Sommer alle Austriebe um die Hälfte einzukürzen wage ich zu bezweifeln, wir werden es aber anhand der Reaktion diesen Sommer sehen, halte uns diesbezüglich bitte auf dem Laufenden. Langfristig wird es jedenfalls keine Möglichkeit sein den Baum damit klein zu halten, da es irgendwann zu aufwendig sein wird jeden einzelnen Ast jährlich zurück zu schneiden.
-
Antje
Hallo
und alljährlich auch wieder die Frage nach dem Kirschbaum....
vor 1,5 Jahren wurde der Baum von einem Fachmann in Form gebracht.
ich habe vergangenen Herbst im Sommerschnitt alles an Neuaustrieb eingekürzt. Jetzt, ohne Laub, habe ich aber gesehen dass sicherlich noch weitere Schnittmaßnahmen nötig wären.
Ich habe mal versucht auf dem Foto unten anzuwenden was ich bisher gelernt habe. Ich traue mich aber nur an den Schnitt von jungem Holz ran. Für umfangreichere maßnahmen sollte ich wahrscheinlich in 1 bis 2 Jahren nochmal einen Fachmann kommen lassen.
Mein Plan wäre:
Stark und steil nach oben wachsende einjährige Triebe auf flach stehendes Holz ableiten
nach innen wachsende Triebe entfernen
Auf dem Foto war das ganze jetzt irgendwie schwer einzuzeichnen und schwer zu erkennen welche Äste ich mir dachte. ich hoffe ich habe ich richtigen erwischt
-
Antje
-
Krokus
Bevor ich am PC am Abend den Baum genauer anschauen kann würde ich von dir gerne wissen wann im Herbst du geschnitten hast (Sommerschnitt im Herbst passt nicht so ganz) und aus welchem Grund du sämtliche senkrechten Triebe so stark eingekürzt hast?
-
Antje
Hallo
Ich hatte den Sommerschnitt Anfang September gemacht. Zeitiger hatten wir es nicht geschafft.
Ich hatte alle Triebe vom Neuzuwachs ungefähr um die Hälfte eingekürzt. Das hatte der Fachmann der im September 2017 da war geraten dass ich das im Sommer/Herbst 2018 machen sollte.
War es doch zu viel gewesen?Geändert von Antje (24.03.2019 um 11:49 Uhr)
-
Krokus
So wie du die Schnitte eingezeichnet hast sieht es gut aus, das kannst du so machen.
Bitte schneide aber nicht mehr jeden Neuaustrieb so stark zurück. Auch wenn du im Spätsommer geschnitten hast wird der Baum da dieses Jahr einige Wasserschosser bilden. Würdest du das bei denen im Spätsommer dann wieder so machen hättest du in wenigen Jahren einen dichten Besen in der Krone.
Wenn du einjährige Triebe zurückschneidest, dann ausschließlich die obersten paar Zentimeter, also ca. ein Viertel der Gesamtlänge des einjährigen Holzes. Äste, die flach wachsen bitte überhaupt nicht anschneiden. Sobald die waagerecht oder leicht schräg stehen fangen diese mit der Blütenbildung an, durch Rückschnitt regst du sie aber wieder zum Wuchs an anstatt den Trieb zu beruhigen.
Bitte mach diesen Fehler dieses Jahr nicht mehr.
-
Streuobstwiese98
Der Tipp nützt Hauptsächlich dem Fachmann, denn der sichert sich seine Arbeit damit.
Wenn man Kirschen in den ersten Jahren gut erzieht bilden sie von allein eine gute Krone aus. Dadurch muss man fast garnichts mehr schneiden.
Ich versuche mal zu erklören was bei dem Baum passiert ist. Nützt jetzt hier leider nichts mehr, hilft vielleicht aber anderen dabei nicht den gleichen Fehler zu machen. Bei dem Baum wurden zu wenig Leitäste erzogen. Er hat drei Leitäste und kein Mitteltrieb. Das ist bei einer Kirsche zu wenig, weil die zu wüchsig sind. Dadurch haben sich die Leitäste aufgeteilt. Das wurde auch nicht korrigiert und er bildet damit jetzt quasi 6 Leitäste aus. Das wiederum ist zuviel und die Krone wird zu dicht.
Das ist etwas schade, weil der Baum ansonsten sehr schön gewachsen ist.
Im oberein Bereich bilden sich Mehrfachkronen (an jedem Ast eine eigene Krone), das sollte aufgelöst werden, indem nur ein flacher, nach aussen stehender Trieb gelassen wird.
Ausserdem ist zu überlegen ob man hier nicht noch etwas stärkeres Holz entfernt um die Gabelungen wegzubekommen, ich habe mal einen als Beispiel eingezeichnet. Der Baum ist jung und vital, müsste also gehen. Aber das würde ich dann eher im Sommer (Nach der Ernte, nicht im September) machen, das verkraftet er besser.
Warte aber gerne ab ob Krokus da eine bessere Idee hat.
-
Antje
Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen.
Heute Mittag habe ich bei YouTube ein neues Video von einer Baumschule gesehen bei dem über Fehler beim Obstbaumschnitt gerichtet wurde. Da wurde auch gesagt dass der größte Fehler ist den Neuaustrieb so stark einzukürzen. Das hätte ich mal letzten Herbst wissen müssen
Aber wenn ein Fachmann sowas sagt dann denkt man doch das ist richtig.
Wenn man vor diesem Baum steht ist es für einen Laien auch wahnsinnig schwierig zu erkennen was nun weg muß. Ich hatte zwar einen Baumschnittkurs aber der hat mir in diesem Punkt nicht wirklich viel beigebracht. Und über diese Materie kann man so viel lesen. Wenn man dann vor einem Baum steht sieht er doch wieder ganz anders aus und man weiß nicht mehr was man schneiden soll.
Und auch das mit den Fotos ist gar nicht so einfach denn die eingezeichneten Äste dann auch zu finden ist manchmal echt schwierig.
-
Streuobstwiese98
Ist nicht so dramatisch, es wächst ja alles nach.
Ein falscher Schnitt bringt den Baum ja normal nicht um, es gibt nur weniger Früchte mit schlechterer Qualität. Und der Baum wird ordentlich austreiben, dass du das nochmal üben kannst
-
Antje
Die Höhe des Baumes wird aber langsam zum Problem. Mit meiner Haushaltsleiter komme ich nicht höher als er jetzt ist. Und ob meine Kraft ausreicht um dickere Äste heraus zu sägen wage ich zu bezweifeln. Aber wo ich einen anderen Fachmann für umfangreiche Schnittmaßnahmen herbekommen soll weiß ich auch nicht.
Ich hatte mal eine Gartenbaufirma an den Apfelbaum gelassen der hat eine ziemliche Wunde durch falschen Schnitt gemacht. Der Ast ist regelrecht gerissen. Also dort nicht nochmal.
Dann hätte ich ja den Fachmann bei der Süßkirsche. Bei dem hatte ich den Baumschnittkurs. Aber sein Rat mit dem einkürzen war ja auch nicht richtig.
Andere zuverlässige Quellen kenne ich nicht.
Nachbarn schneiden ihre Bäume mehr oder weniger ohne Wissen. Die sagen selbst sie schneiden halt einfach irgendwas ohne sich Gedanken zu machen oder schneiden eben auch einfach gar nix.
-
morus nigra
Antje, wegen der Höhe würde ich Dir zu einer "Giraffe" raten, das sind si nd so Geräte mit Teleskopstiel.
Damit kannst Du vom Boden aus arbeiten, das ist viel sicherer (und übersichtlicher als oben im Baum oder von der Leiter aus - Haushaltsleiter geht garnicht
)
Liebe Grüße
morus nigra
-
Streuobstwiese9828.03.2019, 22:58Er macht sehr gute Videos, mittlerweile auch an größeren Bäumen. Die älteren Videos zeigen nur den Erwerbsobstbau in Plantagen, da wird etwas anders geschnitten, deshalb sollte man aufpassen was man übernimmt.
Letzteres ist richtig, aber die Erklärung ist nicht das bessere Fruchtholz sondern wenn du Nr 2 entfernen würdest würde an genau der stelle ein noch stärkerer Wassertrieb entstehen durch den Knick der da ist. Das mit der Fruchtqualität in Bezug auf den Fruchtastwinkel hängt stark vom Baum ab. Oft stimmt die Aussage, weil der Saftstrom nach oben besser fliesst. Es gibt aber auch Bäume die an hängenden Ästen super Früchte ausbilden.
Ja
Auf dem Bild sieht es aus als wäre nr 2 geeignet zum stehenlassen und nr 1 müsste weg.
Astschere kann ich nicht empfehlen, damit quetscht man den Ast und zerstört das Kambium an der Stelle. Ich weiss dass bei der österreichischen Baumschule fast nur mit Astscheren gearbeitet wird, das halte ich aber für ein Fehler. Mit einer geeigneten Säge geht es viel leichter und ist wesentlich schonender für den Baum.
Man kann auf dem Foto den Winkel nicht erkennen. Du brauchst einen Ast der so grob zwischen 30°-45° liegt. Wenn du einen zu flachen nimmst entstehen dort sonst Wasserschosser.
Wenn an der Stelle kein geeigneter ist kannst du auch an dem Ast noch weiter zurückgehen.
Die wirken zu flach, siehe 4.
ja
Normal könnte man die lassen, aber die sind alle angeschnitten oder? in dem Fall lieber ganz entfernen, sonst bilden sich hier neue Verzweigungen und das Fruchtholz darunter bekommt kein Licht mehr.
Vom Gefühl her würde ich hier nur 5 und 8 stehen lassen. Ist aber in 2D schwer abzuschätzen welche die Besten Äste sind.
4 sieht gut aus.
Ich würde 6 nehmen.
Ja.
Der Vollständigkeit halber noch was zum Thema Leiter: Es gibt spezielle Obstbaumleitern, damit hat man mit Abstand den besten Stand. Allerdings sind die sehr teuer. Die Multifunktionsleitern sind ein guter Kompromiss wenn der Untergrund gerade ist. Achte darauf dass sie an den Enden einen möglichst breiten Balken hat, dann kann die nicht so leicht kippen. -
Antje30.03.2019, 11:04
Vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Eine (Baum)Säge ist gekauft. Sn diese kann ich dann später auch noch einen Teleskopstiel anbringen um vom Boden aus schneiden zu können. Dieser kostet aber exta und so haben wir diese Ausgabe erst einmal verschoben. Auch in eine Multifunktionsleiter werden wir investieren denn zum ernten muss ich ja auch irgendwie an die Früchte kommen. Aber auch das einen der nächsten Monate. Wir müssen die Kosten immer etwas über das Jahr verteilen und das Frühjahr ist in BEzug auf Garten immer sowieso schon recht kostenintensiv.
Tausend Dank für deine Mühe Hosta. so ist es viel besser. Aber oft will die Technik nicht so wie ich will. Ich bin da nicht so fit drin.
Heute geht es ans Werk . Ich hoffe wir komen mit der Benutzung der Säge klar....
---------- Automatische Beitragszusammenführung ---------- ---------- Beitrag hinzugefügt ----------
-
Hostafrau30.03.2019, 12:10
Hab ich gerne gemacht Antje, viel Erfolg beim Schneiden...ihr schafft das schon

-
Antje30.03.2019, 14:15
Es ist vollbracht
vor dem Schnitt
Anhang 404810
nach dem Schnitt
Anhang 404812 -
Antje30.03.2019, 14:27
und nochmal aus einer anderen Perspektive
vor dem Schnitt
Anhang 404818
nach dem Schnitt
Anhang 404820
Ähnliche Themen zu Meine Süßkirsche nach dem letzjährigen Schnitt
-
Von Zumseline im Forum Zwiebelblumen und KnollengewächseAntworten: 13Letzter Beitrag: 10.03.2016, 21:52
-
Von tinaita im Forum Gehölze: Laubbäume und -sträucherAntworten: 8Letzter Beitrag: 19.04.2014, 17:06
-
[Paprika/Chili] Paprika nach dem Mondkalender aussäenVon Nachtschattengewächs im Forum NachtschattengewächseAntworten: 42Letzter Beitrag: 03.02.2013, 09:00
-
Von FritzFrie im Forum Gartenplanung, Gartengestaltung & GartenbauAntworten: 7Letzter Beitrag: 01.08.2011, 12:57
-
[Rhabarber] Rhabarber nach dem 15.06.Von Markus63 im Forum Sonstiges GemüseAntworten: 9Letzter Beitrag: 05.07.2009, 13:53
-
Hallo, ich möchte gerne Kräuter in die Kübel...im Forum Kräuter im GartenAntworten: 6Letzter Beitrag: 04.03.2017, 01:15
-
Hallo, ich überlege, ob ich nächste Woche...im Forum Gemüsegarten allgemeinAntworten: 17Letzter Beitrag: 23.02.2017, 09:28
-
Hallo, Ich möchte dieses Jahr zwiebeln aus...im Forum Sonstiges GemüseAntworten: 3Letzter Beitrag: 22.02.2017, 22:53
-
Antworten: 14Letzter Beitrag: 20.02.2017, 06:50
-
Hallo, Ich habe gestern im netto Samen von...im Forum Sonstiges GemüseAntworten: 24Letzter Beitrag: 19.02.2017, 21:33
-
Antworten: 25Letzter Beitrag: 31.05.2018, 22:29
-
Antworten: 9Letzter Beitrag: 24.03.2017, 16:50
-
Antworten: 4Letzter Beitrag: 12.09.2016, 00:07
-
Antworten: 2Letzter Beitrag: 11.07.2016, 20:22
-
Antworten: 6Letzter Beitrag: 28.06.2015, 11:55


Dazu kann ich Dir berichten, dass wir einen B34 (nächste Größe) haben. Der Bungalow wurde in Einzelteilen geliefert. Die Platten haben eine Breite von 120 cm. Eine Platte besteht aus zwei...