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Antje
Beete über den Winter schützen wenn zu spät für Gründüngung
Hallo,
ich will die nächsten Tage/Wochen meine restlichen Beete Winterfest machen. für das Einsäen von Phacelis dürfte es jetzt definitiv zu spät sen. Habe am 2. Oktober welche gesät, die ist jetzt gaaaanz zögerlich gekommen und ob sie noch so weit wächst, dass sie die Erde schützen kann, fange ich an zu bezweifeln. Vor 1 Woche hatte ich bei 3 weiteren Beeten trotzdem als Versuch Phacelis gesät, bisher keimt da überhaupt nichts.
Die restlichen Beete werde ich anders schützen müssen. Aber wie? Kann ich z.B. Rasenschnitt auf den Beeten verteilen, nachdem ich alle Unkräuter, Löwenzahn etc entfernt und die Erde gelockert habe? Da dürfte ich noch einiges zusammen bekommen, wenn ich den Grasschnitt von Nachbars noch mit dazu nehme. Laub habe ich leider keines, davon hatte ich auch schon gelesen.
Danke euch
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cami
Rasenschnitt ist relativ schnell wieder verrottet. Du könntest noch Feldsalat säen.
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shogun
Wovor musst du deine Beete schützen? Sie sind doch abgeräumt?
Gründünger sät man nicht als Schutz, sondern zum Verbessern des Bodens. Das ist zwar gut - aber Winterschutz brauchen leere Beete nicht.
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Antje
ICh habe mal irgendwo gelesen, über den Winter sollte man die Erde schützen. Weil sonst der Wind die Humusschicht wegweht, die Nährstoffe ausgeschwemmt werden und all sowas.
Feldsalat-Samen habe ich noch da. Die müssen eh weg. Reichen zumindest für 2 Beete. Das wäre ne Idee.
Für die restlichen müsste ich dann noch was anderes Überlegen. Spinat, grünen Salat etc ist es zu spät, oder? Soll ja keine Ernte raus kommen sondern einfach nur den Boden bedecken.
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cami
hast du nicht Grobkompost (Pflanzenschnitt, Erntereste ect.) oder Herbstlaub? Das verwende ich.
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shogun
Ich decke meine Beete nicht besonders ab über den Winter - außer mit dem Herbstlaub, das von selber drauf fällt.
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Antje
Shogun, bisher jabe ich die Beete auch immer nie abgedeckt. Aber habe die Warnung von unserem Nachbarn noch im Ohr, der st der Chef der Agrargenossneschaft und der hat mir (im Sommer damals) eindringlich geraten, bei unserem starken Wind den Boden nicht unbewachsen zu lassen. Sonst ist der Humus sehr schnell weg.
Herbstlaub habe ich nicht. Habe keine großen Bäume. Meine Mini Obstbäume zählen ja nicht wirklich.
Pflanzenschnitt... Ein bisschen was könnte ich da zusammen kriegen. Das könnte ich versuchen. Ich habe noch eine Sonnenblume, dann die Stangenbohnen und der Mangold steht auch noch. Bältter von Mohren und Kohlrabi fällt jetzt auch an wenn ich die restlichen alle aus er Erde hole.... wenn ich das alles grob mit dem Rasenmäher zerkleinere gibt das auch noch mal einiges. Das versuche ich mal.
Danke Dir
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cami
ich würde das nicht zerkleinern, einfach so grob auf die Beete verteilen. Zur Not mit ein paar Steinen beschweren, das nicht alles davonfliegt. Wenn du das zerkleinerst, wird das ja wieder so schnell verrotten
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Antje
da hast du allerdings recht... dann werde ich das so machen. Und vielleicht über das grobe ne dünne Schicht Rasenschnitt, damit es optisch einigermaßen aussieht. Habe meinen Gemüsegarten ja im Vorgarten und alle, die im Wohngebiet spazieren gehen, gucken natürlich was ich so anbaue und wie was wächst. Den Anblick von Rasenschnitt auf den Beeten sind die Leute mittlerweile gewöhnt. Ich mulche ja immer damit.
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niemands_garten
Wenn er Dich da mal nicht hochnehmen wollte ...

Entschuldigung, also ich halte das für absoluten Stuß, daß Wind den Humus wegweht.
Zudem müßte es in Eurer Region da ständig Sandstürme geben, oder man es zumindest über Land an den Feldern sehen.
Wenn Du aber nun so sehr daran glaubst, warum deckst Du Deine Beete dann nicht einfach nur mit Vlies ab ? (Steine drauf zur Beschwerung oder Erdnägel)
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Gast8763
Bodenerosion ist bei den Bauern mit großen Feldern und bestimmten Bodenverhältnissen schon ein Thema und kein "Stuss"........
ob sich das nun 1 zu 1 auf Hausgärten übertragen lässt ist aber fraglich,
da diese ja nicht so frei liegen sondern durch Hecken, Haus oder andere Bebauung geschützt sind
Gruß datura
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MamaJanchen
Ich säe Gründüngung nicht aus damit nix wegweht sondern, damit die Erde bedeckt ist und kein Unkraut wächst. Natürlich nutz ich es auch zur Bodenverbesserung.
Das Kartoffel- und Tomatenbeet und decke ich ja immer mit Pferdemist ab.
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Gartenfreund0815
Im Sommer wenn es lange nicht geregnet hat und auch nicht gewässert wurde dann kann natürlich bei einem nicht bepflanztem Beet und ungünstigen Örtlichkeiten durchaus der Humus durch Wind verweht werden. Ansonsten schließe ich mich aber der Meinung von datura an.
Im Winter benötigt man meiner Meinung nach keine Abdeckung des Bodens. Zum einen ist er dann meisten Feucht bis Nass, es liegt Schnee darauf oder er ist gefroren. Was soll den da eine Abdeckung noch bringen. Aber wenn du wirklich Angst davor hast dann decke die Fläche mit einem Fließ ab und gut ist es.
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Trüffel
Bei mir in der Straße sind ein paar Bäume die bald massig Laub abwerfen, das nur entsorgt wird. Da hole ich mir ein paar Säcke voll und streue es auf meine Beete. Ich finde, das Bodenlebewesen wird dadurch genährt, was sich positiv auf den Boden auswirkt.
Viele Grüße
Petra
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niemands_garten
Ich bin schon durch einige Landstriche gekommen - ... nun gut, Thüringen wohl noch nicht, aber durchaus auch schon "rauhere Lagen" -, und schon als Kind hätte ich nachgefragt, wenn ich da über Winter die Beete in Gärten anders gesehen hätte als lediglich grobschollig umgegraben.
Wie handhabt es dann dieser LPG-Vorsitzende, oder was der mal war, dann mit seinen Feldern, die alle sicher viel freier liegen und damit dem Wind weit mehr noch ausgesetzt sind. Es müßte ihm doch das Herz verbluten ...
Humus, bitte, wie dick wär' demnach Eure Humusschicht, wenn Ihr fürchten müßtet, ein Wind könne die abwehen ... ?
Man kann's auch übertreiben ...
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Antje
Er ist Chef der Agargenossenschaft
Aber egal. das tut ja eigentlich nichts zur Sache. Die Felder hier in der Umgebung werden fast alle nach dem Abernten wieder neu bepflanzt, soweit ich das sehen kann. mit Winterroggen etc. denke ich mal. Im Moment wird auf einigen noch geerntet (Futterrüben) auf einigen wächst aber auch schon wieder was.
ICh habe heute kräftig im GArten gewerkelt. Und einige Beete geschafft (aber noch nciht alle) Da habe ich wie empfohlen wurde die Pflanzenreste wie Möhrenkraut, Blätter von Beinwell, Kohlrabi und Bohnen etc zuerst in einem Sack gesammelt und dann, nach dem Lockern des Bodens, wieder darauf verteilt. Zum Schluss noch eine Schicht Grasschnitt drüber, so sieht alles einheitlich aus und es ist kein Durcheinander. Hat super geklappt. Und ich habe nciht das Problem, dass mein Komposter überquillt, der ist nämlich schon halb voll und ich hatte echt die Sorge, dass die Kapazitäten nicht reichen.
Mal sehen wie der Boden im Frühjahr unter dieser Mulchschicht ist. Ob er lockerer ist als vergangenes Jahr. Da hatte ich nämlich nachdem der Schnee weg war das Gefühl, als wäre das Umgraben im Herbst für umsonst gewesen. Der Bodne war sowas von fest und ich konnte ihn mit dem Grubber kaum bearbeiten.
Vielleicht überwintern in dieser Schicht dann ja ja auch einige Nützlinge.
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niemands_garten
Nun sind ja Böden regional auch sehr verschieden. Ich kenn aus meiner Kindheit nur solche, da war die Humusschicht mindestens einen Spatenstich tief. Und selbst da hat's noch bessere Böden, wo einem ein Verlangen kommt, da mit den Händen hineingreifen zu können - ... und einen gleichzeitig ein wenig Neid ankriecht, gegen jene, die solche ihr Eigen nennen können.

Seit neuestem fangen einige Landwirte an, sich über ihre Böden zu beklagen; die seien viel zu lange viel zu stark bearbeitet worden, und nun drohe die Erosion der Humusschichten. Für die Bearbeitung mit Maschinen mag das stimmen. Und man fängt an, vom jährlichen paarmal Pflügen abgehen zu wollen.
Aber im Garten kenn' ich es nur so, daß der Humus bewahrt und neuer dazugewonnen wird, wenn man nach alter Väter Sitte immer schön umgräbt.
Alles organische Material (Stallmist, Ernterückstände, evtl. Gründüngung, einige vergraben alles Laub) also nicht auf, sondern spätestens beim vorwinterlichen Umgraben dann in den Boden hinein gibt. Zudem sollte man den Zeitpunkt für das Umgraben so wählen (hinsichtlich Bodenfeuchte), daß alles möglichst schön grobschollig liegt.
Den Rest besorgt über Winter dann der Frost. Und so hab' ich es immer gemacht, und hatte im Frühjahr dann einen Boden, den man in der Tat nur noch mal mit dem Grubber durchziehen und dann glattharken brauchte.
Dabei ist mein Boden hier denkbar schlecht: Angeschüttete Kriegstrümmer, vermengt mit unterschiedlichstem toten Boden (irgendwelcher Bauaushub), darauf über Jahrzehnte jeder nur erdenkliche Abfall aus wilder Deponie, darauf dann eine dünne Schicht Mutterboden geschüttet, auch dort, wo bis dahin noch Humus gewesen war (sieht man an alten Wurmgängen).
Und dieses nun also bin ich dann beständig bemüht, meine Humusschicht peu à peu wieder aufzubauen.
Gut, ich sorge mit dem Umgraben, wo dieses ganze alte Zeug jedesmal wieder mit nach oben geholt wird, jetzt ersteinmal für eine Vermengung, denn säen und pflanzen tu' ich grundsätzlich nur in "Kompost-Nester". Eine flächige Ausbringung von Kompost halt' ich für Verschwendung und hätt' auch so viel gar nicht verfügbar.
Dennoch aber schaut das über Winter immerhin ansehnlicher alles aus als würden da irgendwelche Pflanzenrückstände auf den Beeten aufgeschichtet sein. Wie schon geschrieben: Sowas hab' ich noch nie je irgendwo gesehen.
Nützlinge werden darinnen ohne Frage überleben.
... mindestens so lange, bis die es als geeignete Zuflucht entdeckt haben würden, die den Nützlingen dann wieder ans Leben wollen; Wühlmäuse bspw. Auch Schnecken, könnt' ich mir denken, gefällt das.
... aber ich will Dir da jetzt auch nichts ausreden
Antworten
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