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WurzelHannes
Tomatenfrage. Dach? Schutz? Unterstand?
Servus,
Endlich habe ich WLAN und kann hier mit meinen Fragen aufwarten.
Dieses Jahr beginne ich mit einigen Tomatensorten, wo sich mir einige Fragen aufwerfen, die zwar ähnlich mal gestellt wurden, Hier aber doch in eine andere Richtung gehen.
Meine vollsonnige Dachterrasse bietet derzeit noch keinen Unterstand/Dach/Markiese, Welche die Pflanzen vor Regen schützen könnte.
Viel habe ich von Leuten gehört, die auf frei stehende Tomatenpflanzen schwören und meinen, dass der Geschmack der Früchte besser sei als jene von Überdachten.
Ehrlich gesagt wirken die günstigeren Foliengewächshäuser auf mich eher klapprig und ich hab kann mir schwer vorstellen, dass sie auf einer zugigen auf drei Seiten offenen Terrasse, mit ihren kleinen Streben wirklich stabil genug sind...
Andere schwören auf Tomatenvlies, wieder Andere auf diese Vliesfolie um die Erde am Boden/in Kübeln (letzteres ist bei mir der Fall).
In wiefern kann man durch Vlies möglichen Krankheiten vorbeugen?
Eine letzte Methode wäre an der Wand einen Unterstand Marke Eigenbau zu basteln mit Kanthölzern, Winkeln und Schrägdach...
Pflanzen natürlich nicht zu dicht gestellt, sollen ja ihren Freiraum haben!
Wie haltet ihr es? Eure Erfahrungen?
Danke euch allen!
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Schneddel62
Ich würde da schon eher zu einer stabilen Eigenbaukreation raten. Bei Tomaten kommt es ja Hauptsächlich auf den Schutz von oben an, z.B. mit Doppelstegplatten. Allerdings wenn Du Deine Tomaten in Kübeln hast und berücksichtigst, dass z.B. Fleischtomaten durchaus 1,80-2m Höhe erreichen muß Deine Konstruktion auch die entsprechende Höhe haben oder du weichst auf niedrigere Sorten aus wie z.B. ACE55 oder Busch-und Cocktailtomaten.
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Gast19113
Freilandtaugliche Sorten ohne Schutz - die letztjährige Ernte war fantastisch.
Ist aber eine Frage des Klimas - wenn es viel regnet, geht es nicht ohne Nässeschutz.
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*Sony*
Dachterrasse heißt auch Tomaten im Kübel und bei sonniger Terrasse sehr viel gießen. Und wenn der Wind bläst, sollten sie auch einen festen Stand haben.
Geschmacksunterschied kenne ich keinen bei meinen Sorten, hatte welch unter Dach und welche im Freien ohne Schutz.
Kommt halt auch sehr viel auf das Wetter an, ob vermehrt Krankheiten auftreten. Bei mir war das vorige Jahr nicht so gut, keine so gute Ernte, einmal zu viel Regen, einmal Wochenlang Temperaturen bis 37°.
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Tamina
Mit einem stabilen Wetterschutz oberhalb der Tommis, bist Du immer auf der sicheren Seite.
Ich habe noch nie bemerkt, dass überdachte Tomaten oder die aus dem GH, geschmacklich minderwertiger sind. Meine stehen teilweise im Kübel mit Dachschutz, im GH mit totalem Schutz, aber ebenso ohne jeglichen Schutz im Gemüsebeet; da wähle ich aber Frühreife (vorsichtshalber)
Benutze bloss nicht diese preiswerten, gelochten Plastikhaben. Dann besser ohne, damit der Wind das Laub schnell trocknet. Lieber in einer Schlechtwetterperiode das Tomatenlaub mit einer Wasser-Backpulverlösung einsprühen.
Ich würde mir ein stabiles Gestell bauen!
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Chris Arndt
Ich würde keine Überdachung machen. Zum einen wegen der Geschmacks Einbuße
und zum anderen ist es nicht notwendig. Sollt die Braunfäule überhaupt kommen,
dann nicht vor Ende August. Wenn man es richtig anstellt, kann man den Erntebeginn
früher legen. Ich würde die Tomatenpflanzen in Kübel oder Eimer setzen. Unter
bestimmten Bedingungen können die nicht umfallen (siehe Bild).
LG ChrisGeändert von Chris Arndt (06.03.2016 um 17:09 Uhr)
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Tamina
Chris, ist es aber nicht günstiger die Tomaten, wenn sie denn schon mal nass geworden sind, dem Wind auszusetzen? Wegen der schnelleren Abtrocknung meine ich.
Ob ein stabiler Tomatenschutz optisch passt, ist natürlich auch eine Frage.
Eine andere Lösung wäre sicher, sich für frühreife Sorten zu entscheiden. Wer aber Fleischtomaten mag, die meisten von ihnen werden nunmal erst im späten August reif.......
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Tamina
Ekka, Backpulver bekämpft Pilze, und Braunfäule ist nun mal eine Pilzerkrankung
Ich sprühe folgende Mischung: 1 Liter Wasser
1 TL Rapsöl (gegen saugende Insekten)
1/² Päckchen Backpulver
2 Tropfen Spüli
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shogun
Ich schwöre auf einen Dachunterstand, der zumindest weitgehendst vor Regen schützt - aber rundherum soll ruhig alles offen sein, dass sich weder Hitze noch Feuchtigkeit stauen.
Ich würde zu deiner Idee mit dem Unterstand Marke Eigenbau raten. Wenn du da noch eine Querleiste anbringst, an der du die Tomatenstäbe fixieren kannst, hast du auch kein Problem mir umfallenden Töpfen.
Bei mir sieht das so aus:
Hier war das Dach schon da - aber das lässt sich auch mit einem angebauten Pultdach realisieren.
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pelzi
@Tamina, diese Backpulverlösung vorbeugend oder bei Braunfäulebefall?
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Tamina
Kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Ich besprühe meine nicht überdachten Pflanzen bevor sie vom Pilz befallen werden, also immer wieder mal.
Mein Nachbar hatte vor drei Jahren die Braunfäule, ich, also meine Tommis, nicht.
Ich sage mal : vorbeugend
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Chris Arndt
Mittlerweile sind wieder einige Meinungen eingegangen. Es ändert aber nichts an
meiner Meinung. Es ist sinnvoll einen geeigneten Windschutz anzubringen, damit
die Eimer oder Kübel nicht umfallen. Eine Alternative wäre natürlich, man schafft eine
Befestigung der Tomaten Pflanzen am Gebäude. Eine Überdachung sehe ich nicht als
notwendig. Nebel gelangen die bei einer Überdachung genau so an die Pflanzen. Ich
würde die Pflanzen frei stehen lassen. Die Pflanzen werden zwar nass, können aber
schnell wieder abtrocknen. Ich hatte bereits Tomaten Pflanzen in gelöcherten Folie
Abdeckungen. Da war noch schneller die Braunfäule als bei den freistehenden
Pflanzen. Ich habe in Tomatenzelten Pflanzen gesehen die sahen schlimmer
aus als die im Freiland. Folglich sehe ich für die Terrasse nur die ungeschützte Lage
als sinnvoll.
Ich sehe noch eine Chance beim Anbau von Tomaten Pflanzen, durch die Vorverlegung
der Erntezeit. Das gilt auch für die späten Sorten.
LG Chris
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Rosenengel
Ich glaube nicht das jemand deine Meinung ändern möchte, sondern das jeder nur seine eigene Erfahrung weitergibt, so wie du.
Wir hatten zwar in 2011, als wir den Garten bekamen, auch Tomaten im Freiland, aber da hatten wir auch unglaubliches Glück mit dem Wetter. Hätte ich die Jahre danach kein Tomatenhaus gehabt, hätte ich wohl kaum was ernten können. Zwei Tomatenpflanzen, die vergleichsweise im Freiland waren, konnte ich schon Anfang August vernichten obwohl es ausgewiesene Freilandtomaten waren.
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WurzelHannes
Werde mir nun, mit einem Handwerklich begabterem Kumpel, einen Unterstand bauen, welches das Regenwasser von Oben abhält.
Windtechnisch sollten sie nicht umfallen, da sie nah an der Hauswand stehen und durch den Unterstand es auch zusätzlichen Schutz geben soll.
Ich denke ich werde dieses Jahr eine 50/50% Lösung fahren und euch dann berichten welche Erfahrungen ich gemacht habe.
Danke für jede einzelne Antwort.
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Michi1
Chris, ist schon klar das die Tomaten Braufäule bekommen wenn sie in so einer gelöcherten Folie stehen. Dort bildet sich Kondenswasser und die Tomaten können fast nicht abdrocknen. Darum nur ein Dach und der Wind kann die Stauden trocknen.
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Chris Arndt
Michi, ein Dach ist aber nur eine halbe Sache. Das Dach schützt nicht vor Nebel. Wenn
der Regen von der Seite kommt, werden die Tomatenpflanzen auch nass. Da müsste
schon noch ein seitlicher Schutz her.
LG Chris
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Michi1
Aber ich hab doch geschrieben sie werden durch den Wind wieder Trocken. Das ist z.B.im Gewächshaus nicht so wenn die Tomaten durch Kondenswasser das von oben tropft nicht abtrocknen können. Ich hab das schon viele Jahre festgestellt.
Auch kommt der Nebel auch von oben ist nicht so wie Rauch der sich verteilt. Hast du bei Nebel untern Auto schon mal gesehen das der Boden naß war ? Ich nicht.
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shogun
Es ist ja nicht so, dass die Tomaten überhaupt kein Wasser vertragen - deshalb reicht eine Überdachung, die den meisten Regen abhält völlig aus.
Geändert von shogun (09.03.2016 um 09:05 Uhr)
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Chris Arndt
Bei etwas Wind gelangt nicht bloß Regen auf meine überdachte Terrasse sondern
auch Nebel.
LG Chris
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Nachtschattengewächs09.03.2016, 20:09
Ich favorisiere auch das Tomatendach als sinnvollste Alternative.
Nebel kann man nicht verhindern und der kommt wenn er kommt.
Aber Nässe von oben kann man damit vermindern.
Einen Windschutz würde ich ausschließlich im GWH sehen. Ansonsten ist er sogar grundsätzlich kontraproduktiv.
Wie sollen die denn ohne Dach aber mit Windschutz abtrocknen? Es gilt m.W. die 6h-Regel. Danach hat die phytophtora eine Chance zu verfangen.
Dach drüber ist der sinnvollste Schutz.
Umfallen sollte mit anderen Möglichkeiten abseits von Windschutz verhindert werden.
Gruß
Andi -
shogun09.03.2016, 20:10
Nebel gibt´s bei uns hauptsächlich erst im Herbst.
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Michi110.03.2016, 07:38
Da ich ja in einer 3 Flüssestadt lebe gibt es sehr viel Nebel aber der meiste kommt erst wenn keine Tomaten mehr stehen.
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