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waldopa
es gibt keine falschen Knödel - außer keine Knödel

@ Gurkenkönig,
ich denke, Deine kritische Betrachtungsweise ist berechtigt. Ich selbst fange auch erst jetzt an, langsam zuzufüttern.
Die Besonderheiten eines Grundstücks, die Lage in der Natur und die vorhandenen Populationen sollten schon eine Rolle spielen, was gefüttert wird und wie man Futtermittel ausbringt. Das 'Mantra-artige' Beschwören von Vogelfütterungsweisheiten finde ich daher eher unangebracht.
Meiner Postfrau muss ich mal ein kleines Dankeschön zukommen lassen. Bei mir stehen momentan ca. 150 kg Vogelfutter in der Garage. Das hat sie in den letzten Tagen alles dort rein gewuchtet. Und im Januar/Februar wird sicher noch mal nachbestellt.
Vogelfütterung und die Fütterung anderer Wildtiere sollte sehr verantwortungsbewusst erfolgen. Nicht Masse ist Klasse!
Oft ist das kleine Vogelhäuschen auf dem Balkon mehr Wert als meine vielen Kilogramm Futter.
Ich liebe 'meine' Vögel - und deshalb halte ich sie in guten Zeiten auch 'kurz'. Die müssen sich kümmern, um zu leben!
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Haubenmeise
Also ich empfinde meine Menge an Vogelfutter, die ich morgends auslegen als o.k.
In der Regel ist das Futter bis zum späten Vormittag immer leer. Sollte es besonders kalt sein, oder es liegt eine geschlossene Schneedecke, lege ich noch mal eine Kleinigkeit nach.
Die Nüsse für die Meisen sind keine Handvoll, die es als "Betthupferl" gibt.
Die Meisenknödel teilen die Vögel sich ein. Der Ring ist nicht jeden Tag leergefressen (nur zur Brutzeit kann das passieren ).
Sobald ich merke, es bleibt Futter bis zum Abend übrig, gibt es erst mal weniger.
Ich habe schon den Eindruck, die Vögel suchen sich weiterhin zusätzlich ihr natürliches Futter.
Es kommt auch darauf an, wie groß das Vogelaufkommen im Garten ist.
Wenn hier 30 Stare einfallen, ist auf einen Schlag eine Menge weggefressen.
Dazu kommen jede Menge Meisen, Spatzen und Amseln.
Und täglich der Sperber , der sozusagen hier "mitfrisst"
- tut mir immer wieder Leid, wenn er hier Beute macht, aber das ist halt Natur...
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Schneddel62
Bei uns kommt öfter Mal ein Turmfalke und holt sich lecker Taube, dass ist eben Natur.
Der Morgendliche Andrang. Bei mir gibt es so Stosszeiten, so zwischen 8 und ) Uhr und dann nochmal zwischen 15 und 16 Uhr, da leg ich dann vorher nochmal nach. Permanent Betrieb herrscht hier erst, wenn eine geschlossenen Schneedecke liegt, dann kommen auch die Kollegen aus den Bergen hierunter ins Tal, also Buch-und Bergfink, Stieglitz vielleicht auch wieder Kernbeisser, Eichelhäher und viele Spechte. Lege ich dann wieder die Specksaiten aus, sind auch viele Elstern da.
LG Schneddel
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tree12
Prof. Berthold ist Deutschlands führender Ornithologe und forscht seit Jahrzehnten, er empfiehlt die Ganzjahresfütterung schon seit langem, hält sie sogar für überlebenswichtig, um einzelne Arten zu erhalten. Die Lebensraumzerstörung kann man oft nicht aufhalten und die Fütterung ist nur ein ganz kleiner Ersatz, den wir anbieten können.
Vielleicht wohnst Du noch so, daß Dir die Ganzjahresfütterung als nicht notwendig erscheint. Aber hier ist es so, daß durch fortwährende Bautätigkeit der Lebensraum schrumpft und schrumpft. Die Landwirtschaft tut nichts gegen das Aussterben der Feldvögel, im Gegenteil. Aus den Wäldern wird jedes Fitzelchen Totholz abtransportiert, das von einigen Arten so dringend benötigt wird.
Wenn wir also ganzjährig füttern und Wasser bereitstellen sowie Nistkästen und Nistmaterial, hilft das einer Reihe von Wildvögeln, die bis in die Gärten kommen. Den meisten Feldvögeln aber können wir kaum helfen. Da bin ich schon froh, daß jeden Winter mein kleiner Trupp Goldammern kommt zur Futteraufnahme. Auch diese sind im Bestand sehr bedroht.
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Michi1
tree, ich hab dir ja schon einmal gezeigt wie ich wohne, da kann ich füttern so viel wie ich will, außer Maise und Spatzen ist beimir nicht viel los. Wenn ich Glück habe kommt ein mal ein Kleiber oder ein Rotkehlchen. Die Grünfinken sind nur ab und zu im Schwarm hier aber das ist alles. Amseln sind so gut wie verschwunden hier. Ich kann mir vorstellen das die Vögel bei uns in der Natur noch genügend bekommen.
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tree12
Ja, Michi, ich weiß ja, wie Du wohnst. Meine Antwort galt aber Gurkenkönig, ich zitiere ja deswegen auch fast immer. Er wohnt wohl so, daß es bei ihm noch ganze Stieglitzscharen gibt, die genug Samen finden. Das ist bei uns schon lange nicht mehr der Fall.
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Waldopa, wenn Knödel nicht gefressen werden, sondern man sie irgendwann steinhart und vergammelt entsorgen muß, waren es definitiv die "falschen" Knödel...
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Michi1
Ich hab das schon gemerkt das du wen anders meinst aber ich wollte nur damit sagen das so eine Pauschalaussage von einem "Forscher" nicht unbedingt für alle zutrifft. Und es ist ja auch das der sich mit seinen Aussagen sein Geld verdient drum muß er ja so extreme Aussagen machen.
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Schneddel62
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Michi1
Schneddel, obwohl ich am Rande der Stadt wohne haben wir sehr viel von solchen Flächen in der Nähe und es ist fast nicht zu bebauen da zu steil.
Geändert von Michi1 (27.11.2017 um 09:29 Uhr)
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tree12
Prof. Berthold betreibt ja auch selbst die Ganzjahresfütterung an seinen beiden privaten Standorten und gibt dafür selbst jede Menge Geld aus... Seine "extremen" Aussagen haben Studien als Grundlage, Vogelzählungen, den Austausch mit anderen Fachleuten etc. und Großbritannien als Vorbild in Sachen Ganzjahresfütterung.
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Schneddel62
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Gast26532
Ich füttere in der Woche ( zur Zeit ) ca 2,5 kg Sonnenblumenkerne....ca 300 g gehackte Walnüsse....300 g Hirse....und ca 4 Knödel.
Die Futteröffnungen der Hàuser sind so konstruiert, dass sich die Vögel Korn für Korn rausholen müssen. Im Haus sitzen bleiben geht nicht, weil die Hungrigen massiv reindrängeln. Ich sehe es als Zudatzfütterung an.
Bodenfütterung gibts erst, wenn Schnee liegt und die natürlichen Futterplätze nicht mehr zugànglich sind.
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Sharandra
Die Kleiber scheinen jetzt ihre Vorratskammern gut gefüllt zu haben, der Futterspender leert sich nicht mehr ganz so schnell, aber immer noch schneller als normalerweise um diese Jahreszeit.
Heute kam ein kleiner Schwarm Schwanzmeisen und hat sich über die Knödel hergemacht. Leider waren sie schon wieder weg, bis ich die Kamera rausgeholt habe.
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eve
Meine lange Meisenknödelröhre ist eigentlich ein Test wie es angenommen wird an dieser Stelle weil ich in der Winterzeit 4 Wochen durchgehend im Urlaub bin, würde das als längeren Vorrat geplant.
Ich schau mir das ein paar Tage an und dann werdens erst bei viel Schnee wieder rausgehängt.
Letzten Winter hatten wir 1,5 Monate eine dicke gefrorene Schneedecke bei permanenten Minusgraden da waren die Vögel dankbar über die angebotenen Futterstellen.
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Sharandra
Eve, du kannst dir nach einem ähnlichen Prinzip auch einen Futterspender bauen. Für Hühner gibt es da viele Anleitungen, google mal nach Automatic Chicken Feeder PVC Pipe oder so.
@Gurkenkönig Kann doch jeder halten wie er mag. Ich fütter nur im Winter, aber dann füll ich den Spender auch nach sobald er leer ist. Dieses Jahr scheint der Bedarf größer zu sein, also fütter ich dementsprechend mehr. Schließlich helfen mir die Vögelchen ja auch im Garten.
Und außerdem macht es auch Spaß sie zu beobachten
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roswitha63
Ich füttere jetzt ungefähr 4 Wochen lang. In der ersten Woche haben die sehr gut gefressen und der 5 Liter Eimer Futter hat nicht gereicht.
Jetzt ist es etwas weniger geworden, aber einmal am Tag, an machen Tagen auch zwei mal muss ich das Futterhaus füllen.
Inzwischen stehen hier einige Futterhäuser, so das es sich wohl etwas verteilt.
Leider sind die Meisen weniger geworden, aber gut, es gibt sicher woanders Futter. Hier werden die von den Grünfinken, Spatzen und Feldsperlingen gestört.
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eve
Danke Sharandra, da sind gute Ideen dabei dabei die man umwandeln könnte. Zum aufhängen an geeigneten Bäumen in katzensicherer Höhe, ist es halt schwieriger.
Ich hab schon bemerkt je mehr ich aufhänge, umso mehr Vögel kommen und dann wäre es auch wieder zuwenig. Dieses Jahr können wir nix mehr basteln, die Werkstatt im Garten ist im Winter wegen Überfüllung geschlossen
@roswitha, so unterschiedlich ist es, bei uns sind Schwärme von Meisen auch Hauben u.Blaumeisen aber die meisten sind Kohlmeisen.
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roswitha63
eve, ja am Anfang hatte ich hier auch genug Blaumeisen, aber die kommen inzwischen nur mal vorbei und nehmen ein Sonnenblumenkern und verschwinden wieder.
Da ich solche tollen Halter für die Meisenknödel nicht aufhängen kann, muss ich mir noch etwas anders überlegen.
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eve
roswitha, ich hab auch nichts gscheites gefunden zum aufstellen für die Knödel. Könntest event.ein kleines Tischchen od.alten Stuhl mit einem Tablett drauf wo du Knödel event.auch etwas zerteilt drauflegst? Müssen ja nicht hängen. Ist nur so eine Idee.
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Sharandra
Es gibt doch so Stäbe für Laternen, die man in die Erde steckt, da könnte man doch bestimmt auch einen Futterspender oder Knödelknast ranhängen.
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Eventuell könntest du dir das auch aus einem Moniereisen biegen (lassen)
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E ist eine Stapelia! Wahrscheinlich eine St. gigantea, aber das könnte man erst nach dem Blühen genauer sagen. MfG. Wolfgang