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Gast10013
Doch genau das stört mich. Das vorausgesetzt und behauptet wird, dass (viele) Gärtner Gift spritzen und als "Beweis" angeführt wird, dass man das vom Auto aus beim durchfahren der Dörfer so gesehen hat.
Na dann los, tu Dir keinen Zwang an - du spritzt doch auch Gift in deinem Garten
Zum Thema Gift und so...
Blöderweise sind die Grenzen hier sehr verwaschen - ist Schmierseife mit Leinöl gemischt auch schon Gift, wenn ich es gegen Blattläuse einsetze? Ist Schachtelhalmsud auch Gift wenn ich die Tomatenpflanzen damit einsprühe? Wie belastet ist eigentlich Supermarktgemüse? Zählt das Suppengrün dort, welches vom 5km entfernten Bauern kommt auch dazu? Sind die Weintrauben aus Südafrika welche es auf dem BIO-Hof gibt eigentlich ökologisch unbedenklich? Und wie sieht es mit dem Kupferspritzmittel der BIO-Bauern auf den Apfelplantagen aus?
Es ist wohl doch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint...
Jetzt aber zu den Fragen
1. Mein Gemüse und Obst, welches ich mit riesen Aufwand und enormer finanzieller Belastung anbaue, ist wahrscheinlich nicht belastet wie Supermarktgemüse, da ich kein Gift spritze und ich nicht weiss, wie belastet Supermarktgemüse ist
2. Ich spritze Schachtelhalmsud gegen Pilzkrankheiten und Schmierseife/Öl gegen Läuse - allerdings diese Jahr nicht, da die Marienkäfer zeitig da waren
3. Gemüse und Obst baue ich an, weil es mir Spass macht, weil man was zum naschen bzw rumfressen hat oder man Marmelade draus machen kann. Ausserdem habe ich beim Grillen das Gemüse gleich vor Ort.
gruss
falccone
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Gast19202
Ja, stimmt, ein Mittel für Geranien gegen einen Schmetterling aus Afrika. Er fällt Geranien an und tötet sie sofort.
Ich hab bisher noch nicht gespritzt, denn ich ekle mich davor, wenn ich aber den ersten Befall sehe, muss ich es tun.
Gemüse hab ich keines.
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cami
Ich kann dir nur hierzu Antworten geben. Weil ich a. einen Garten habe. b. weil ich sehr gerne im Garten arbeite, c. weil ich nicht nur Zierpflanzen haben möchte, sondern d. auch unbedingt mein eigenes Gemüse, Kräuter und Salat habe möchte. Und zwar soviel wie möglich. Aber alles ohne jegliches Gift. Dafür habe ich auch keine schicken Beete oder Kübel. Ich spritze überhaupt nix. Gar nix.
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rani
Hallo
Ich nutze in meinem Garten kein Gift, sondern ich nutze Pflanzenschutzmittel.
Ich habe über 60 Obstbäume und mag keine Maden in meinem Obst. Ohne Spritzmittel würde das meiste Obst vorzeitig durchfallen. Apfelbäume können durch den Apfelwicklern massiv geschädigt werden, auch hier hilft die Chemie.
Kartoffel bräuchte ich ohne Spritzmittel gegen Kartoffelkäfer und Kraut- und Kartoffelfäule nicht anzubauen.
Meine Tomaten machen mir viel Freude, aber auch sehr viel Arbeit. Den Spaß daran lasse ich mir von der Braunfäule nicht nehmen.
Mein Garten kostet mehr als er einbringt, aber den ersten Salat, die ersten Radischen, den ersten Rettich, die ersten Kartoffel oder meine Blumenbohnen möchte ich nicht missen. Außerdem macht mir die Arbeit sehr viel Freude und kann ich im meinem Garten sehr gut abschalten.
Ich bin von Beruf Chemielaborant, bewirtschafte einen Morgen Obst und etwa 1000 m3 Nutzgarten, alles für den privaten Gebrauch. Auf weiteren 1500 m3 habe ich noch Luzerne und 3000 m3 mit Walnussbäumen. Wen man auf Chemie verzichten kann finde ich gut, aber ich lasse mir von niemanden ein schlechtes Gewissen einreden, der mit 3 Tomaten im Kübel und einem Kartoffelturm auf dem Balkon den Finger heb und meint er habe die Weisheit mit Löffel gefressen und alles an Pflanzenschutzmittel ist Gift.
Gruß
rani
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roswitha63
Dornröschen, ich weiß nicht was die Leute spritzen die Du von Auto aus siehst.

Ich persönlich benutze nur ein Pflanzenschutzmittel und das ist gegen die Kraut- und Braunfäule. Ich habe es jahrelang mit allen möglich biologischen Mitteln versucht und dann am Ende doch alle Tomaten an die Braunfäule verloren. Allerdings spritze ich das nie vorbeugend sondern nur wenn ich sehe, das die Pflanzen krank sind. Ich mulche und gieße nur von unten, also tue recht viel, damit die Tomaten nicht krank werden.
Ameisen, die meinen Weg unterhöhlen oder meine Töpfe besiedeln wollen bekämpfe ich auch mit einem chemischen Mittel. Zimt und Backpulver haben nichts gebracht.
Läuse bekämpfe ich auch biologisch und auch Milch gegen Mehltau wird bei mir gespritzt, genau wie einige andere pflanzliche Mittel.
Es ist sicher leicht zu sagen, warum überhaupt Pflanzenschutzmittel spritzen. Aber gerade bei Kraut- und Braunfäule geht es oft nicht ohne. Es kommt eben immer auf die Verhältnismäßigkeit an. Auf den Anbau von Porree verzichte ich, weil ich nicht gegen die Porreefliege spritzen möchte, genauso verzichte ich auf Weiß- und Rotkohl weil der von der weißen Fliege befallen wird. Auf meine Tomaten möchte ich nicht verzichten, weil ich die gekauften eben nicht vertrage.
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Michi1
Ich habe persönlich schon gesehen wie BIO Bauern mit der Rückenspritze unterwegs waren. Nach eier Frage was sie spritzen wurde mir gesagt es ist nur Kopfdüngung. Glaubhaft ???
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Trüffel
Glauben heißt nichts wissen.
Michi, stell Dir mal vor, Du wärst Bio-Bauer und wolltest Deinen Pflanzen eine Kopfdüngung verpassen. Wie würdest Du das machen?
Viele Grüße
Petra
P.S. Meinem Vater wurde bei der Bio-Umstellung des Milchviehbetriebes auch unterstellt, er würde Kunstdünger säen. Man sah ihn damit nämlich auf den Feldern auf und ab fahren. Von anderen wurde gesagt, sie würden nachts Kunstdünger ausbringen, damit es keiner sehen würde. Dabei war in dem Gerät harmloses Gesteinsmehl. Ich weiß das, ich war damals dabei.
Geändert von Trüffel (18.05.2015 um 09:30 Uhr)
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niemands_garten
Schon schlimm, daß man in diesem Forum scheint's keine simple Frage mehr stellen kann, ohne daß die stets ansprungbereiten "üblichen Verdächtigen" es mittels boshafter Polemik sofort verdrehen.
Wenn gefragt war, warum Leute "Gift" spritzen, dann war das selbstverständlich eben nur auf jene bezogen gemeint, die dies tatsächlich auch tun!
"Gift" dabei in Gänsefüßen, weil mein Einwand da nun allerdings wäre, daß alle frei im Handel erhältlichen Pestizide oder Insektizide sowie sonstige chemische Substanzen - soweit sie nach Vorschrift angewendet werden, was ich grundsätzlich auch "unbedarften" oder "blauäugigen" Anwendern unterstelle - im Rahmen der erlaubten Dosis also kein Gift sind, resp. nach der vorgegebenen Karrenz für den Menschen jedenfalls nicht mehr giftig.
Insofern hat ja Rani das schon so geschrieben; und ich setz' lediglich deshalb keinen Dank drunter, weil der abschließende Satz in diesem Beitrag mir nicht gefällt.
Dieses halte ich für einen sehr wichtigen und eigentlich auch schon fast grundsätzlichen Aspekt.
"Abgekürzt" könnte man wohl auch sagen: Viele vertrauen schlechtweg auf das, was auf den Verpackungen dieser Mittel steht, resp., was der Fachhandel für die Probleme, die Hobbygärtnern zuweilen mit ihren Pflanzen entstehen, dafür nachher halt anbietet.
Würden in den Gartencentern bei diesen Regalen Info-Blätter ausliegen, worauf die "un-chemischen" Alternativen zu den Mitteln beschrieben wären - vielleicht noch mit dem Zusatz: "Probieren Sie es vielleicht ersteinmal auf diese beschriebene Weise, bevor Sie unser Produkt kaufen. Das können Sie nachher noch immer." -, ich denke, dann würden sicher nicht wenige Suchende das so auch erstmal probieren.
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*Sony*Bis jetzt haben sich aber fast ausschließlich User gemeldet, die kein Gift spritzen....Wenn gefragt war, warum Leute "Gift" spritzen, dann war das selbstverständlich eben nur auf jene bezogen gemeint, die dies tatsächlich auch tun!
Daher ist das Thema - "Warum nützt man Gift im Gemüsegarten" meiner Meinung nach nicht unbedingt in einem Gartenforum als Fragestellung richtig platziert, da fast alle Gemüseanbauer hier kein Gift verwenden und auch nur von Vermutungen - warum manche Gift benutzen - ausgehen können...
Da würde ich mir bei dieser Fragestellung eher wünschen, daß jemand so Antwortet -
"Ich verwende Gift im Gemüsegarten, weil...
Und da würden die Unterschiede wohl Vielfältiger sein, als man es annehmen würde und auf Antworten wird man hier im Forum vergeblich warten....Geändert von *Sony* (18.05.2015 um 10:30 Uhr)
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Michi1
Ich glaube aber das sich keiner traut hier im Forum über Gifteinsatz zu schreiben. Es sind soviel hier die dann zurückschreiben das sie damit die Umwelt schädigen und sie zurechtweisen wollen.Bei "Gifteinsatz" gibt es nur 2 Meinungen, entweder - oder das ist wie bei Rauchern. Es gibt keine Toleranz.
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Muecke
Mein Gemüsegarten steckt noch in Kinderschuhen, sprich: ich habe kaum Erfahrung mit Gemüse und dessen Schädlingen.
Meine Tomaten im GWH haben zum Glück noch keine Braunfäule gehabt, hätten sie eine, dann weiß ich nicht.mob ich nicht auch dagegen spritzen würde. Einfach, weil ich mir es frustrierend vorstelle, ganz viel Zeit, Geld und Mühe zu investieren, und dann kann man am Ende nix ernten.
Wir wohnen auch am Dorf, und ich sehe auch öfter Leute mit einer Giftspritze in der Hand. Es sind meistens ältere Leute. Ich vermute, dass es eher die jüngere Generation ist, die sich intensiv Gedanken zu Giften, Bio, etc. macht. Die älteren waren damals froh (vor allem diejenigen, die von ihrem Ertrag leben mussten), als Spritzmittel gegen Schädlinge erfunden wurden, und ihnen eine höhere Ernte gesichert war. Meine Großtante hat auch immer gespritzt. Auf meine Frage, warum sie es nicht mal mit Jauche versucht, kam ein verständnisloser Blick. Sie meinte, sie war damals sehr froh, als es endlich Mittel gegen Schädlinge gab, da sie dann nicht mehr so viel Angst vor Ernteausfall haben mussten.
Und, in den Köpfen der Leute ist oft noch drin: das war immer schon gut, also ist es das jetzt auch noch.
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cosmeaweiss
Warum baue ich Gemüse an? Antwort: weil's mir Spaß macht, zu sehen, ob ich Eßbares zum Wachsen bringen kann. Und weil ich gerne ausgefallene / alte Sorten probiere.
Gift brauche ich dazu nicht - wenn ich ein oder zwei Mal meine Pflanzen (wie Kohl z.B.) nicht mit natürlichen Mitteln schützen kann, baue ich sie halt nicht mehr an.
Obst: im Wesentlichen ähnlich, allerdings bin ich da auch schon mit "Giftspritze" rumgegangen: hat nicht geholfen, unser alter Aprikosenbaum (7 m hoch) ist trotzdem eingegangen. Ameisen haben den von innen raus stark ausgehöhlt, die Kräuselkrankheit hat ihm den Rest gegeben. Wir haben versucht, mit Spritzungen im Februar dagegen anzugehen, war aber bei einem Baum in dieser Größe dann doch etwas zu unrealistisch für unsere Möglichkeiten.
Schlechtes Gewissen: nein.
Ich finde zwar "Gift" für den Privatgarten in den meisten Fällen überflüssig, aber ich werde mir nicht den Kopf darüber zerbrechen, was andere in ihren Gärten anwenden (solange sie es nicht in meinen Garten kippen). Unsere direkten Nachbarn verwenden sicher auch Insektengifte und Unkrautvernichtungsmittel, die sind auf den Ertrag aus ihrem Garten z.T. auch angewiesen. Sind trotzdem angenehme, hilfsbereite Nachbarn und ich werde denen sicher nicht auf den Geist gehen mit meinen Bedenken, solange sie ihre Chemie-Helfer nicht beim Drogendealer, sondern frei im Gartenmarkt kaufen.
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Wonni
Ich oute mich:
Geht hier ja eigentlich um die "Giftspritzung" im Gemüsegarten, aber als Grund fürs Spritzen kann ich nur ein Beispiel aus dem Ziergarten anführen. Meinen Gemüsegarten spritze ich nicht. Wenn es nix wird, dann kaufe ich meinen Salat, Tomaten, Gemüse eben!
Allerdings bei meinen Rosen bin ich anders. Mittlerweile habe ich Milch gegen Läuse für mich entdeckt, was ich auch bereits leider anwenden musste! Und schon war auch der Rosenrost wieder da...aber da ich zum Beispiel zwar weiß, daß Schachtelhalm dagegen helfen könnte, Ich aber nicht weiß wo ich den herbekommen kann, mußte Chemie her!
Aber eines ist sicher, jedesmal, wenn sowas ausgebracht wird, habe ich echt "Puls", denn wenn da steht daß das Mittel gegen den Rosenrost schädlich für Fische im Teich ist ( und eine meiner Rosen steht eben genau am Rand desselben ), dann habe ich tagelang ein ungute Gefühl, was ich da gemacht habe...
Aber bereits im Mai meine Rosen an einen Pilz zu verlieren, das tut mir auch weh!Geändert von Wonni (20.05.2015 um 00:28 Uhr)
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shogun
Schachtelhalm in getrockneter Form als Tee gibt es in jedem Reformhaus oder in Apotheken, wirkt aber nur vorbeugend und stärkend.
Gegen Läuse hilft auch klares Wasser, in dem man sie einfach herunterspült - die kommen nicht wieder rauf.
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Hier (Brandenburg) treibt der Wein von nur geschwollenen Knospen (an den sehr alten Reben) bis wollig und ein Blatt eingerollt!