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Auftragskillerschlumpf
Haha, ja, das weiss ich, habs sogar mal gemessen!
Habe ein 8qm Meerschweinchengehege. Und da brauche ich natürlich etwas anderes als einen normalen Komposter. Denn der wär ziemlich schnell voll, da hast du Recht.
Ich habe vier 1Kubikmeter Kompostsilos, mit verschiedenen Mischmaterialien. Die Nachbarschaft lädt bei mir den Rasenschnitt ab, sodass ich genügend stickstoffhaltiges Material habe. Ungefähr alle zwei bis drei Wochen wende ich den aktiven Kompost.
Das mache ich seit einigen Jahren so und kann deshalb bestätigen, dass Einstreu in den Kompost darf, sogar unbedingt soll. So viel wie ich hat man ja normalerweise nicht davon.
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Frau_Elster
Vielen Dank für eure Antworten

Ich hab ca. 60L Einstreu und alles würde ich da nun auch nicht rein machen wollen, in den Kompost. Aber bei uns gibt es hier leider keine Biotonne und so haben wir oft ein Entsorgungsproblem. An unserem früheren Wohnort gibt es Biotonnen, da war das nicht so ein Problem.
Also hole ich alles aus dem Komposter wieder raus, zerkleinere größere Sachen nochmal (wie klein denn?), mische alles und gebe es wieder zurück in das Teil?
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Auftragskillerschlumpf
Je kleiner du die Äste schneidest, desto rascher verrotten sie. Persönlich achte ich darauf, dass die Stücke nicht länger als eine Handbreit sind. Normalerweise häcksle ich sie, aber wenn du kleinere Mengen hast, kannst du die Ästchen auch mit der Gartenschere zerschneiden.
Wenn es dich von der Optik her nicht stört, kannst du die übriggebliebene Einstreu auch als sehr dünne Mulchschicht im Garten verteilen. Mach sie einfach nicht zu dick, sonst verklebt sie zu einer Decke. Und sonderlich schön sieht es natürlich nicht aus. Aber vielleicht hast du ja eine Hecke oder eine Ecke im Garten, wo es nicht so stören würde. Im Heu könnte es auch noch Unkrautsamen haben.
Eine Studie hat letzthin ergeben, dass Holz als Mulch dem Boden keinen Stickstoff entziehe, wie man früher mal glaubte. (Hab leider keinen Link zu der Studie. Falls den jemand hat, würde er mich interessieren.) Wenn du trotzdem deswegen Bedenken hast, kannst du etwas Hornspäne oder Grasschnitt untermischen.
Von der Feuchtigkeit her sollte der Kompostinhalt sich etwa so anfühlen wie ein ausgedrückter Schwamm. Im Zweifelsfall lieber zu trocken als zu nass.
Hoffe, ich konnte helfen.
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Frau_Elster
Ja, auf jeden Fall.
Bedenken hab ich im Moment bei gar nix, dafür hab ich noch zu wenig Ahnung von dem ganzen
Früher hatte ich einen Garten, so groß wie ein Saunatuch und nun sind es 900qm. Hecken hab ich auch genug, das sollte kein Problem sein. Allerdings liegt da noch der ganze Grasschnitt der Vorbesitzer drunter.
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Auftragskillerschlumpf
Der ist noch nicht verrottet? Wie dick haben sie den denn ausgebracht? Rasenschnitt vergeht normalerweise sehr schnell.
Ja, 900qm sind schon viel. Wir haben 800qm. Ich nähme mittlerweile gerne mehr, doch zu Beginn kann es einen überwältigen. Versuche, nicht zu viel auf einmal zu wollen. Der Garten sollte ja Freude bereiten, und nicht zur Last werden. Den Kompost kannst du zum Beispiel auch einfach mal sitzen lassen, der rennt dir nicht weg.
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Frau_Elster
Der Grasschnitt ist da schon sehr hoch. Ich weiß nicht, wie oft die gemäht haben, aber das haben sie dann immer unter die Hecken gekippt.
Wir lassen unseren Grasschnitt einfach auf der Wiese liegen, da wir einen kleinen, fleißigen, grünen Freund haben, der uns den Rasen immer schön mäht
Bissl Erde aus dem Komposter hätte ich schon gern, ich hab ein kleines Loch was ich gern zu schütten würde und für Tomaten soll er auch gut sein?
Wie lange dauert es denn i.d.R. bis man die erste Erde bekommt, wenn der Komposter denn richtig gefüllt ist? Im Netz ist zwischen 3 Monaten und 1 Jahr alles zu lesen...
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Auftragskillerschlumpf
Die Unterschiede in der Dauer rühren daher, dass man es unterschiedlich handhaben kann.
Wenn du "heiss" kompostierst, dauert es nur wenige Monate, bis du gebrauchsfertigen Kompost hast. Dazu müsstest du ihn allerdings häufig wenden, immer dann, wenn er abkühlt. Die Heisskompostierung hat ausserdem noch den Vorteil, dass Unkrautsamen grösstenteils abgetötet werden. Auch soll er angeblich nährstoffreicher sein, da es weniger zu Auswaschung kommt. Aber natürlich ist es ziemlich aufwendig, ihn alle ca. 2 Wochen umzusetzen.
Die einfachere Methode ist, den Kompost aufzusetzen und dann einfach ruhen zu lassen. So dauert es dafür aber länger, bis er gebrauchsfertig ist, ungefähr ein Jahr.
Ist der Kompost schlecht aufgesetzt, sprich schlecht vermischt, zu trocken usw., kann es mehrere Jahre dauern, bis daraus Erde entsteht.
Ach, da kommt mir noch in den Sinn: Eine Einstreu, die schneller verrottet als normale Holzspäne wäre zum Beispiel Tierwohl super. Sie verklebt auch weniger als Holzspäne, ist aber ein bisschen teurer. Ich selber verwende meistens ganz normale Holzspäne, hatte aber auch schon Tierwohl super und war sehr zufrieden.Geändert von Auftragskillerschlumpf (03.05.2015 um 14:42 Uhr)
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Frau_Elster
Ich hab diese ganz normalen gepressten Späne. Ich dachte, das Streu ist ja auch zum Teil feucht durch den Urin der Meerschweine und dachte, das könnte dem ganzen auch mehr Gesamtfeuchte geben?
Obwohl ich nun schon allerhand in den Komposter geworfen habe, ist er nie richtig voll. Aber Erde seh ich auch nicht, wenn ich die unteren Klappen aufmache.
Das ganze ist echt ein Mysterium
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Auftragskillerschlumpf
Das Ganze fällt schon recht in sich zusammen bei der Verrottung, deshalb hast du immer wieder Platz. Vielleicht findest du ganz unten trotzdem schon etwas Erde, wenn du ihn mal auseinander nimmst.
Wenn die Holzspäne schon feucht genug sind, wenn du sie rein gibst, musst du natürlich nicht noch zusätzlich giessen. Bei mir ist es halt so, dass der Grossteil der Einstreu noch trocken ist, wenn ich miste. Da muss ich dann schon ordentlich befeuchten, sonst verrottet das nicht. Urin wär eigentlich sogar besser als Wasser, da er stickstoffhaltig ist, und so die Verrottung ankurbelt. Aber nur deshalb sollten die Schweinchen ja nicht auf der Einstreu sitzen müssen, bis sie nass ist.
Mach einfach den Schwammtest, den ich oben beschrieben habe, dann weisst du, ob du noch zusätzlich giessen musst. Oder du gibst das Nasse in den Kompost und das Trockene verteilst du unter die Sträucher? Auch eine Möglichkeit.
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Frau_Elster
Den Test werde ich auf jeden Fall machen. Und nein, es ist nicht die ganze Einstreu nass, dass geht auf keinen Fall. Nur bestimmte Ecken, wo die Häuschen stehen.
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Auftragskillerschlumpf
Ja, das habe ich angenommen.
Dann musst du wahrscheinlich etwas befeuchten.
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Erazor
Hallo.
Ich habe mich gerade mal durch den ganzen Beitrag gelesen, da der Titel so schön auf mich zutrifft
Wir haben einen Thermo-Plastik-Komposter an einer Hecke stehen. Dieser steht fast nur im Schatten:
Was ich bislang schon wusste ist, das man keinen Kot von Carnivoren, kein Fleisch und nichts gekochtes auf den Komposter geben sollte.
Allerdings haben wir immer den Fehler gemacht und den kompletten Grasschnitt auf den Komposter zu geben. Dadurch wurde alles sehr stark verdichtet und konnte nicht rotten. So haben wir dann jedes Jahr den Komposter abfahren müssen und alles bei einer Wertstoffanlage abgeben müssen. Am Freitag habe ich dieses nochmals machen müssen und nun wollte ich es mal "richtig" machen - Dazu habe ich allerdings ein paar "wahrscheinlich" dumme Fragen
1. Muss ich bei meinem Komposter mir die Mühe machen und den regelmäßig umgraben?
2. Dürfen Bananenschalen, Eierschalen... (zerkleinert oder unzerkleinert) mit in den Komposter?
3. Ist der Standort für meinen Komposter vielleicht zu schattig? Ich kann den leider nicht woanders unterbringen.
4. Woran erkenne ich frühzeitig das der Inhalt zu feucht ist?
5. Muss ich Schnellkomposter hinzugeben damit ich später ordentlichen Kompost erhalte?
Was ich gestern schon mal gemacht habe ist, den Boden leicht umzugraben. Dieser war steinhart. Und wir fangen nun an Küchenabfälle zu sammeln, das haben wir bislang immer in den Restmüll gegeben.
Lieben Gruß,
E.
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*Sony*
Erazor - lies dich mal durch den Link, da wird dein Thema behandelt -
Thermokomposter
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Erazor
Danke Sony für den Link

Leider werden dort nicht meine Fragen beantwortet...
Einige graben den Inhalt um, Andere wiederum nicht...
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*Sony*
Das ist ja das schöne im Forum, daß es auch zu deinen Kompostftragen verschiedenen Meinungen gibt.
Was du letztendlich machst, mußt du selber entscheiden...
Man kann hier nur seine Erfahrungen mitteilen, aber ein Patentrezept, daß es 100% so funktioniert auch bei dir, gibts nicht.
Bananenschalen und Eierschalen können auf dem Kompost.
Zu Schattig steht der Komposter nicht, ich würde aber den Deckel offen lassen, damit mehr Luft dazu kann, bei mir ist der immer offen, auch daß es manchmal reinregnet und er schön durchfeuchtet wird...
Kompostbeschleuniger kannst reinmachen, dann verrottet das Zeug schneller...
Rasenschnitt darf nur in geringen Mengen rein, dazwischen sollte immer Häckselgut oder Laub rein gegeben werden.
Rohe Küchenabfälle wie Schalen von Gemüsen usw. dürfen rein...
Gartenabfälle von Blumen,Stauden ect. dürfen rein...
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Hagestolz
Nicht unbedingt .
Ja , aber gerade bei Bananenschalen streiten die Gelehrten . Bei mir kommen sie rein .
Nein , viele Ratgebeber empfehlen sogar die Komposter in den Schatten zu stellen .
Das ist ein wenig Erfahrungssache , die Empfehlung sagt " erdfeucht " .
Nein
Ein guter Anfang , hast du auch eine Mäusesicherung eingebaut ?
Es geht auch beides , auch Grasschnitt kann man gut kompostieren wenn dieser mit grobem Material gemischt wird .
Wie immer führen viele Wege nach Rom .
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Erazor
Danke für die Antworten.
Eine Mäusesicherung habe ich nicht eingebaut.
Leider habe ich nicht viel "trockenes Kompostgut" welches ich untermischen könnte. Hauptsächlich fällt bei uns Gasschnitt an. Ich habe auch keine Erde über die ich hinzugeben könnte.
Wird sich letztendlich wohl zeigen müssen ob ich das ganze mehrfach umrühren muss damit das nicht zu fest wird...
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Hagestolz
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Trüffel
Ja, das würde Ratten anlocken.
Zuviel grüner Rasenschnitt ergibt Silage.
Es fehlt die Luft. Wie Hagestolz schon schrieb, hilft es, wenn man das Schnittgut antrocknen lässt. Ich vermische es z.B. immer mit etwas Kompostinhalt. Komponiere da sozusagen noch ein bißchen damit.
Nein. Müssen tut man gar nichts.
Aber es hat einige Vorteile, finde ich. Es schult das Auge, was falsch läuft und man kann frühzeitig eingreifen. Seit ich meinen Kompost umschichte und dabei ordentlich durchmische, habe ich ein besseres Gefühl dafür bekommen und bei der Aktion sehe ich, ob evtl. etwas falsch gelaufen ist und kann entsprechende Maßnahmen (wässern, mehr Strukturmaterial, Karton...) ergreifen. Zudem bringt man viel Luft rein. die Zersetzung läuft dadurch schneller ab.
Eine Herstellerfirma rät z.B. auch zum Umschichten. Wie oft, das schreibt sie allerdings nicht.
Ja.
Nein, das ist gut so.
- es stinkt
- es läuft eine Soße unten aus dem Komposter
- Faustprobe machen: Kompost"erde" in der Hand zusammendrücken. Das sollte sich wie gute Erde anfühlen. Wenn Du das auspressen kannst, ist es zu feucht.
Frühzeitig wohl nur, wenn Du ab und zu etwas buddelst/gräbst.
Nein. Es bewirkt eine schnellere Rotte, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Je unterschiedlicher die Materialien und je besser sie vermischt sind, desto besser funktioniert das.
Viele Grüße
PetraGeändert von Trüffel (22.06.2015 um 08:40 Uhr)
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HannaBerlin
Also, ich gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu, ohne mir alle Beiträge durchzulesen.
Ich habe seit drei Jahren auch einen geschlossenen Plastikbehälter als so genannten Thermokomposter. Der Deckel ist immer geschlossen und das Ding steht im Halbschatten. Bei mir kommen sowohl Eierschalen, als auch der komplette Rasenschnitt, Bananenschalen und so weiter rein.
Besonders in diesem Frühjahr habe ich mich geärgert, das die Verrottung nicht so gut war, ich konnte eigentlich kaum Komposterde gewinnen. Da habe ich mich natürlich gefragt, woran das liegt, wenn man sich schon so einen super- duper Thermo Ding anschafft. Die Antwort: Durch den geschlossenen Deckel war der Inhalt einfach zu trocken.
Seit dem wässer ich den Kompost regelmäßig (jetzt im Sommer alle paar Tage für mehrere Minuten) und nun kann ich dabei zusehen, wie der Inhalt verrottet und in sich zusammenfällt.
Den Deckel offen lassen möchte ich nicht, weil ich Angst habe, Ratten anzuziehen, außerdem regnet es hier zur Zeit ja eh kaum
Und da der Behälter nach unten offen ist, kann das überschüssliche Wasser ja auch gut abfliessen und es schimmelt nicht.
Gruß aus Berlin
HannaGeändert von HannaBerlin (22.06.2015 um 09:10 Uhr)
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Wenn bei mir mal was nicht funktioniert, lasse ich es liegen und probiers am nächsten Tag wieder. Meistens hilft es. Und wir sind ja auch morgen noch da. :)