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Gast18329
Saatgut in Kamillentee einweichen
hallo
ich habe Gesternabend ca.40 St.Paprikasamen in Kamillentee eingeweicht.
Heute beim nachschauen sah ich das etliche Samenkörner oben schwimmen.
Die am Boden liegenden sind etwas aufgequollen,die oben schwimmenden haben sich nicht verändert,ist das ein Zeichen daß sie nicht keimfähig sind.
Danke für Antwort.
mfG.Ruppi
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Megalitiker
Die Frage kann ich leider nicht antworten, aber wozu tust du das?
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Gast1021
Hi,
Paprikasamen, die auch nach einem Umrühren noch immer oben schwimmen sind normalerweise taub und keimen sowieso nicht mehr.
Einzig, die am Boden liegenden sind keimfähig und sollten rasch in die Erde kommen, wenn sie schon etwas aufgequollen sind.
(Normalerweise macht man ein Kamillenbad nur so ein, zwei Stunden - nicht unbedingt gleich über Nacht.)
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Megalitiker
Würde endlich mal jemand erklären, welchem Zweck das dient?
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2980
Nicht bei Paprika / Chili, da gibt es genug Quellen die 24+ Stunden propagieren.
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Gast1021
Kamillentee ist leicht antibakteriell und soll auch Pilzinfektionen bei frisch auflaufender Saat verhindern helfen.
Grundsätzlich ja - aber dabei ist immer nur von lauwarmen Wasser die Rede - nicht von Kamillentee.
Und eigentlich nimmt man Kamillentee als Saatbeize eher bei Kohlgewächsen und Schmetterlingsblütlern; nicht jedoch bei Nachtschattengewächsen.
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Megalitiker
Okay, konnte mir denken, daß das in die Richtung Beize geht. Da ich in meiner kurzen Gartenzeit aber noch keine Erfahrungen mit Krankheiten hatte, experimentiere ich nicht in dieser Richtung.
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moer
Ich hätte prinzipiell auch gesagt, dass die Schwimmenden taub sind. Diesen Test mache ich bei der Saatgutgewinnung bei allen Paprikasamen und habe bei eigenem Saatgut dadurch sehr hohe Keimquoten.
Allerdings habe ich gestern meine frisch gekauften Paprikasamen von Rheinsaat 2h in Tee eingeweicht und da sind etliche obenauf geschwommen. Auf der Tüte steht "Keimquote 97%" -> Ich bin mal gespannt... Wenn alle schwimmenden Samen nicht keimen komme ich nicht annähernd an die 97% ran...
Die selbst gewonnenen Samen sind alle am Boden herumgedümpelt
Ich war aber zu faul, um die Samen getrennt auszusäen und zu kontrollieren ob die Theorie stimmt oder nicht
Zur Einweichdauer: je nach Quelle 1-2 Stunden oder über Nacht, ich habe beides schon gemacht. Ich ziehe heute aber die 1-2 Stunden vor. Bei längerem Einweichen soll die Gefahr bestehen, dass anfälliges Saatgut im Wasser "erstickt". Auf der anderen Seite werden Tomatensamen auch 1-x Tage in Tomatenpampe-Wassergemisch fermentiert und ersticken nicht. Also sicher 1-2 Stunden einweichen und wenn sie über Nacht vergessen werden, ist es auch egal...
Zum Warum: Das Einweichen in Kamillentee soll desinfiszierend und schimmelvorbeugend wirken. Durch das Einweichen selbst kann sich das Samenkorn einmal richtig mit Wasser vollsaugen, was die Keimung anregen soll, so dass die Samen schneller keimen und daduch wiederum weniger Gefahr für Ersticken/Verschimmeln/Faulen der Samen besteht. Andere Quellen geben Schwarztee oder Kamille-Schwartee gemischt als Beizlösung an. Besonders bei schwer keimenden Paprikasorten haben Experimente von vielen Hobbygärtnern bei so behandelten Samen schnellere Keimerfolge und höhere Keimraten gezeigt. Bei anderen aber auch nicht. Das soll jeder machen wie es sich für ihn/sie bewährt ... und um himmels willen einfach daran glauben
Bei Paprika bin ich froh um jeden zusätzlichen Sämling, aus dem ich die kräftigsten Pflanzen auswählen kann - und darum glaube ich hier auch dran.
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ups... da konnten einige ohne Telefonunterbrechung schreiben
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2980
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Megalitiker
Also ich säe immer so viele aus, das ich beim pikieren einige wegschmeißen muß.
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Gast13564
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Gast1021
Danke für Dein Vertrauen, EngelBert - aber alles und jedes kann ich nicht persönlich ausreichend fundamentiert ausprobieren.

Im Konkreten habe ich die Informationen von einer - für mich - sehr vertrauenswürdigen Seite:
http://www.bio-gaertner.de/Gemuese/G...er-Saatbeizung
Persönlich halte ich mich eher an die Empfehlungen aus dem prämierten "Handbuch Samengärtnerei". Hier wird weder Kamille noch Baldrian empfohlen - maximal eine Heisswasserbehandlung für krankheitsanfällige Gemüsearten, wie die von mir angegebenen Kohlgewächse. Nachtschattengewächse werden hier überhaupt nicht angegeben, daher würde ich sie persönlich maximal 1-2 Stunden in lauwarmen Wasser einweichen (falls das Saatgut einen sehr ausgetrockneten Eindruck macht); wobei ich persönlich nicht einmal das mache, da ich auch ohne dieser Prozedur immer ein ausreichendes Keimergebnis habe und mir die Arbeit somit erspare.
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passiflora
Bei mir kommen nur Kürbiskerne vor der Aussaat ins Wasser.
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2980
Auberginen sollen laut deiner Internetquelle beispielsweise über Nacht vorgequellt werden.
http://www.bio-gaertner.de/pflanzen/Auberginen/Anbau
Was funktioniert ist wohl richtig, mitunter wird dabei wohl auch zuviel verkompliziert.
Wasser, Spülmittel-Lösung, Salpeter-Lösung, Wasserstoff-Peroxid-Lösung, Kamillentee, etc. - das ganze dann 1-48 Stunden und alles funktioniert offenbar.
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Gast10153
Ich lasse nichts vorquellen und verwende auch keine Beizen. Dennoch wächst alles wunderbar und oft sogar besser als mit all dem Hokuspokus. Aus meiner Erfahrung, und das sind inzwischen immerhin schon 25 Jahre, bringt reines vorquellen in Wasser keine Vorteile. Beizen habe ich kaum versucht aber ich habe auch ohne Beize kaum bis gar nie Probleme mit Krankheiten in der Aufzucht, also wozu behandeln, wenn keine Veranlassung dazu besteht? Wichtig ist sauberes Arbeiten, Gute Erde, Optimale BEdingungen, dann haben Krankheiten kaum eine Chance.
Was bei Chilis notwendig sein kann ist eine Behandlung mit Vogelkot. Die Chiltepin beispielsweise ist sehr zickig und keimt meiner Erfahrung nach tatsächlich besser wenn man sie 24h in Vogelkot einweicht.
Der Tipp ist übrigens auch von federmohn
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kaufi
Ich baue jetzt schon eine geraume Zeit Chilis und Paprika an und weiche gar nicht ein .Vor ein paar Jahren habe ich mal getestet eine Hälfte des Saatgutes aus einem Tütchen einweich , die ander Hälfte nicht .
Fazit von den eingeweichten sind 100% gekeimt und von den nicht eingeweixhten ein saatkorn nicht .
Ich finde , viel wichtiger ist , das saatgut ordendlich tief ein zu setzen , bis 1,5 cm . So saugen sich die Kerne genug mit Wasser voll und es wird auch verhindert , das die Kapsel nicht abgeht .
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*Sony*
Habe auch noch keine Samen eingeweicht.
Klappt ohne genau so bei mir.
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moer
Mein Weltbild bröckelt...

Alle Sommergold-Samen sind gekeimt. Ergo sind nicht alle schwimmenden Samen taub.
Trotzdem werde ich bei der Saatgutgewinnung weiterhin nach diesem Kriterium selektieren. Aber diesmal die schwimmenden getrennt trocknen und einen Keimtest machen...
Ob es einen Unterschied macht, bei frischen Samen (also direkt aus der Frucht)? Versuch macht klug...
(Bei den Auberginen habe ich gerade festgestellt, dass von den Samen die ich direkt vor der Saat aus der Frucht gepuhlt hatte, alle schon gekeimt sind, während von den getrockneten Samen (gleicher Sorte) bisher nur 1 einziger gekeimt ist.)
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hachiroku
also ich las regelmässig was von kamillentee unter anderem auch mal, dass es eine spitzen basis fuer schimmel oder bakterien bietet wenn eretmal kalt und danach nicht steril behandelt... ich nehme fuer alles wo kamillentee empfohlen wird eine 3%ige kno3 lösung... zuletzt liess ich 3 chillisorten keimen. jolokias, trinidad scorpion und eine moderne auf schärfe gezüchtete jalapeno. bei allen 11/11 aufgegangen... was soll ich da noch zu sagen.. ausser dass ixh sie versehentlich 50std schwimmen liess wovon einige auch dann noxh nicht untergingen. nach 8 tagen (einwei hzeit mit eingerechnet) kam die letzte aus der erde. frohes schaffen. an alle klugsch3isser die das fuer undenkbar halten: probiert es im direktvergleich mit kamillentee und empfohlenen max 24std aus und lasst euch enttäuschen. althergebracht ist nicht immer das beste.
Antworten
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Hier (Brandenburg) treibt der Wein von nur geschwollenen Knospen (an den sehr alten Reben) bis wollig und ein Blatt eingerollt!