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Bärle
Hallo ev.
Zitat: wir haben hier scheinbar 2 Themen in einem Thread
Pflanzplaene haben nicht weklich was mit Naturgarten oder besser naturbelassenem Garten zu tun, oder?
Pflanzpläne machen für mich viel Sinn, denn ich habe genau 12 qm² Fläche in meinen Hochbeete für den Gemüseanbau - bei etwa 2800 qm² Restfläche. Da möchte ich ohne Gift und Chemie ernten, aber die Ernte nicht nur tierischen Mitessern überlassen. Wenn es also Möglichkeiten gibt, die Mitesser auszutricksen, indem man Pflanzen nebeneinander setzt, die sich gegenseitig schützen, dann macht man es genau so wie die Natur. Und Pläne sowie Listen - naja, ich bin einfach bekennender Listenfan, das geht sicher auch einfacher
. Aber ich hab wie gesagt in diesem meinem ersten Gemüsejahr kaum Schädlinge gehabt und ein tolle Ernte.
In vielen Pflanzengemeinschaften, die wild wachsen, gibt es solche Schutzgemeinschaften, die z.B. über Düfte funktionieren. Um diese Zusammenhänge zu verstehen muss noch viel geforscht werden.
LG Bärle
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ev..
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dannu
Danke - wenn er so stark blüht hat man zwar nicht mehr viel was man ernten kann, aber mir persönlich ist der Geschmack auch zu dezent - ich greif lieber auf den echten Knobi zurück

Und wenn ich doch welchen brauche nehme ich den der sich von ganz alleine in sämtliche erreichbaren Ritzen und Fugen gesät hat.
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tree12
Das sieht nach richtig viel Arbeit aus bei Euch... In diesem Thread wird ja diskutiert, ob beim Wort "Naturgarten" eher die Natur oder eher der Garten die Hauptrolle spielt. Ich persönlich bevorzuge die Bezeichnung "naturnaher Garten". Denn eine Wildnis ist es ja nicht, aber ein geschniegelter Garten mit englischem Rasen auch nicht.
Unser 50er-Jahre-Haus mit Garten haben wir vor knapp sechs Jahren gekauft. Der Garten war damals gepflegt, jedoch nicht geschniegelt, so gepflegt eben, wie eine alleinstehende alte Dame das noch hinkriegt. Das Highlight des Gartens ist und war der alte und riesige Kirschbaum ganz am Ende des Grundstücks. Uns war sofort beiden klar, daß der Garten eine Oase für Mensch und Tier werden soll. Einige wenige Sachen haben wir rausgeschmissen, aber wir haben sehr viel Neues gepflanzt.
Ich glaube, es ist nicht ganz so tragisch, wenn nicht alle Pflanzen wirklich einheimisch sind, bei manchen weiß man es ja gar nicht genau, manche sind ursprünglich aus dem Mittelmeerraum wie der Schmetterlingsflieder, haben sich aber total etabliert.
Wir haben über 30 Vogelarten zu Gast, Fledermäuse, Kröten, Eichhörnchen, Blindschleichen, Maulwürfe, sogar Ringelnattern wurden schon gesichtet. Und ja, die Anzahl der Vogelarten hat sich im Laufe der Jahre bei uns deutlich erhöht. Anfangs gab es nur ein Spatzennest, mittlerweile gibt es drei. Hin und wieder beobachte ich Kernbeißer, die früher nicht da waren. Irgendwo läuft auch ein Marder herum, den wir allerdings vom Auto fernhalten müssen....
Pflanzen, die sich bei uns für Insekten und/oder Vogelarten sehr gut bewährt haben, sind z. B.: Zieräpfel (ich habe einen Evereste und einen Zwergzierapfel namens Tina), Blutpflaume (blüht sehr früh und falls sich Früchte bilden, werden diese gern gefressen), Vogelbeere, der Kirschbaum (vom Buntspecht bis zur Ringeltaube sind alle hinter den Kirschen her), Apfelbaum (es bleibt immer Obst für die Amseln und Stare übrig), Weidenarten, Liebesperlenstrauch (angeblich nur Notfutter im bitterkalten Winter - meine Amseln lieben die Perlen auch bei mildem Wetter!), Zwergnektarine (blüht sehr früh und dazu wunderschön), Felsenbirne, Haselnußsträucher (für Eichhörnchen, Spechte, Eichelhäher), Hainbuche (zum Nisten), Beerensträucher (meine Aroniabeeren wurden weggefuttert ehe ich sie ernten konnte), Kräuter wie Oregano (Bienenparadies!!), rotes Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch (wandert durch den Garten, wenn man ihn blühen und sich verteilen läßt), Sonnenblumen, Stockrosen, wilde Rosen, Jakobsleiter, Lavendel, Sonnenhut, Walnußbaum, verschiedene Ziergräser (die Wedel holen sich Meisen und Spatzen als Nistmaterial, drum im Winter und Frühling stehen lassen), Zierjohannisbeere (frühe Blüte, Bienenmagnet), Leycesterie (auch Karamellbeere genannt, blüht ständig, wächst prächtig, Bienenmagnet und Winterfutter für die Amseln - eine echte Überraschungspflanze für mich).... Die Liste ließe sich noch erweitern.
Wichtig im naturnahen Garten ist Respekt. Als ich einmal eine häßlich halbierte Betonröhre aus dem Kräuterbeet entfernen wollte, fand ich darunter zwei Kröten, die vor der Sommerhitze geflüchtet waren. Also habe ich die Röhre schnell wieder zurückgelegt, sie ist ja wichtig. Sie wird nicht durch einen schicken Trittstein ersetzt wie ich eigentlich geplant hatte.... Der Betonweg, der bis runter zum Kirschbaum führt, ist ebenfalls nicht sonderlich hübsch. Aber er hat im unteren Bereich im Schatten tolle Risse und Spalten gebildet - Verstecke für Blindschleichen. Also bleibt der Weg wie er ist, ganz klar.
Man muß in so einem Garten immer wieder Kompromisse schließen. Wenn der alte Flieder mit einem dicken Ast droht, unser Laubendach einzuknicken, muß der Ast leider weichen. Aber der Flieder wird nicht verstümmelt, sondern so behutsam wie möglich zurückgeschnitten. Es ist eben ein "Garten", von Menschenhand gestaltet, und keine echte Wildnis.
Was den blöden Kirschlorbeer betrifft, so rate ich dazu, ihn so schnell wie möglich zu entfernen, ehe die Wurzeln immer mächtiger werden. Lieber erstmal gar nichts anpflanzen, wenn gerade keine Zeit dazu ist, also das Mistzeug weiterhin im Garten zu belassen. Er beschädigt Kellerwände, Kanäle und hemmt andere Pflanzen am Wachstum. (Bei meinen Schwiegereltern ist vor kurzem ein Apfelbaum umgestürzt, da der Kirschlorbeer seine Wurzeln behindert hat, der Apfel fand keinen richtigen Halt im Boden). Die Wurzel nehmen von altem Kirschlorbeer nehmen extreme Ausmaße an!! Echte Gärtner pflanzen ihn erst gar nicht. Leider kriegt man ihn überall nachgeworfen, er ist eben billig.
Im Vorgarten habe ich alle Rosensträucher ausgegraben und verschenkt, es waren nutzlose Pflanzen. Nach und nach habe ich alles ersetzt durch insektenfreundliche Sträucher und Blumen. Es landet aber immer mal wieder etwas im Garten, das nicht den Riesennutzen hat.... im Sommer habe ich z. B. eine Goldulme vor dem Abfallcontainer gerettet, sie war schon reduziert auf 5 Euro. Die konnte ich einfach ihrem Schicksal nicht überlassen. Und einen Ginkgo habe ich im Vorgarten gepflanzt, weil er in Asien für Glück und Gesundheit steht und weil ich großen Respekt vor diesen zähen und langlebigen Bäumen habe. Vielleicht steht er da noch in 1000 Jahren, der Gedanke gefällt mir.
Bei Einzug habe ich den Vorgarten gehaßt, ich betrat ihn nur, um widerwillig zwischen den Rosenstacheln ein paar unliebsame Kräuter rauszuzupfen. Doch nun habe ich ihn nach meinen Wünschen gestaltet, er lebt und bietet Insekten und Vögeln Nahrung und ich liebe ihn...
Im Frühling blüht dort das Wiesenschaumkraut. Ich habe nun noch Winterlinge und Schachbrettblumen gesetzt.
Hinten im Garten habe ich eine schöne Vogeltränke, wo nicht nur die Vögel trinken, sondern auch die Eichhörnchen und eine badende Kröte habe ich auch schon gesichtet. Insektenhotels brauchen wir nicht, wir haben eine Holzmiete und einen Holzunterstand, dort wimmelt es vor Insekten. Der Buntspecht bedient sich dort manchmal und sucht die Zwischenräume ab.... Laub bleibt unter den Bäumen liegen und wird auf den Beeten verteilt, weggeworfen wird davon nichts. Auch Rasenschnitt ist kein Abfall, sondern wandert in dünnen Schichten unter Sträucher, Bäume und zwischen die Blumen und Stauden.
Vielleicht konnte ich Dir ein paar Anregungen bieten. Ich füttere unsere Vögel übrigens ganzjährig. Im Winter ist das Vogelhaus immer gefüllt, im Sommer nur sporadisch. Fertiges Futter kaufe ich nicht, da sind immer viele Körner dabei, die kein Vogel frißt. Ich mische Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Rosinen, Nüsse und Erdnüsse in der Schale. Für die Amseln und Stare gibt es immer einen Apfel, noch lieber sind ihnen aber Birnen.
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dornröschen5
Danke Tree, euer Garten klingt sehr interessant.
Eine Kirsche möchte ich auch irgendwann gerne haben. Kann der Mann nach dem ersten Kind pflanzen, oder so.
Der olle Kirschlorbeer muss erstmal bleiben. Es ist nichts in der Nähe, was er zerstören könnte. Der hintere Garten hat ja zur Straße eine Findlingsmauer. Das hätte ich vorne ja auch mega gerne. Aber 40m Findlingsmauer ist dann doch etwas teuer.
Ich hab für dies Jahr auch schon einige Ideen. Mal sehen, wie es zeitlich klappt.
Im Beet hab ich ja viele Sachen gepflanzt die ich geschenkt bekommen habe. Ich bin ja Neuling im Garten. Zwar hab ich als Kind sehr viel geholfen aber gerade so Kombinationen im Bett, damit es ganzjährig schön ist... Muss ich noch viel rumprobieren und erstmal gucken, was da im Beet sich nächstes Jahr zeigt.
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dornröschen5


sorry
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Joes
:hasen-smilies-0058:


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dornröschen5
Sagt mal, als Bienenweide werden ja oft Astern empfohlen. Gibt es da bestimmte Sorten, die besonders zu empfehlen sind? Es gibt ja eine unglaubliche Auswahl an Astern in jeder erdenklichen Farbe und Form.
Umgefüllt ist klar aber gibts da sonst noch was zu beachten?
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Gast13564
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dornröschen5
Oh man, diese Autokorrektur vom Mac macht mich noch zur Lachnummer schlecht hin.
Sorry.
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Trüffel
Hallo Freunde,
ich möchte meinen Schrebergarten naturnah umgestalten, weiß aber wie so viele hier nicht, wo ich anfangen soll.
Zum Garten: Der ist 300 qm groß, Boden ist sehr schwerer lehmig/tonig, möchte möglichst viel Gemüse und Obst, bin eigentlich kein Zierpflanzenfreund
Es stehen dort bereits je ein sehr großer Apfel- und Zwetschgenbaum, die bleiben sollen.
Meine Wünsche wären: Totholzecke, Sichtschutz durch Naschhecke, (Kopf-)Weiden zum Korbflechten, Johannissträucher, weitere kleine Obstbäume, möglichst heimische Pflanzen und Blumen/Stauden
Bisher ist im Garten als Sichtschutz auf der schmalen Seite (1,50 m) ein Flieder, auf der anderen (ca. 5 m) ein Gebüschdingsbums (sorry, aber als Hecke kann man diese Botanik nicht mehr bezeichnen) bestehend aus: sehr großen alten Rododendren, dazwischen Brombeere, wilde Rose, Liguster, Forsythien und allerlei selbst gewachsenen Sträuchern, die ich noch nicht identifiziert habe.
Jetzt hatte ich gedacht, dass ich dieses Gebüsch weg mache und stattdessen eine Sichtschutzhecke pflanze, die aus zwei Etagen besteht. Unten Johannisbeeren und Josta, oben die Kopfweiden, Holunder und Traubenkirsche (die duftet so wunderbar
)
Ich weiß, dass ich Holunder und Traubenkirsche mittels Schnitt in die Schranken weisen müsste. Bei der Traubenkirsche habe ich keine Ahnung, ob das Sinn hat oder die zu groß wird bzw. ob man die nicht gut klein halten kann.
Weitere Wunschkandidaten wären Vogelbeere, Kornelkirsche, Haselnuss (wenn, dann eine veredelte)
Was meint Ihr zu meinen Ideen und Wünschen?
Viele Grüße
Petra
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dornröschen5
Ich hole das mal hoch. Wie sieht es bei euch aus? Was habt ihr gerade für Blüten im Garten? Was soll diesen Sommer passieren? Könntet ihr besondere Tiere entdecken?
Bei uns geht es noch ein bisschen zögerlich los. Wir haben ja noch nicht so viele Pflanzen. Bzw. sind die Sträucher alle neu und geben noch nicht so viel her. Insekten sind gefühlt recht wenig unterwegs. Eine Hummel hat sich in die Fugen unserer kräuterschnecke gegraben.
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