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Trüffel
Jede Art von Gärtnern ist Umgestaltung von Natur und damit künstlich geformt.
Aber es gibt ja Richtungen und Meinungen und ein naturnah angelegter bzw. bewirtschafteter Garten ist halt was anderes als Golfrasen oder unkrautfreie Chemiezone. Die größte Unterscheidung ist meiner Ansicht nach die Vielfalt versus Eintönigkeit. Mischkultur statt Monokultur kurz gesagt.
Trotzdem bleibt es immer und ewig ein Kunstobjekt. Es gibt halt wieder mal mehr wie schwarz und weiß.
Viele Grüße
Petra
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shogun
Und was täten denn wir Gärtner, wenn wir alles der Natur überlassen würden? Ein bisserl mitwirken möchten wir dann doch, oder
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dornröschen5
*damit es wirkt* heißt für mich, damit man dort unterschiedliche Bereiche hat die man auch als Mensch nutzen kann. Ich denke wenn der Garten sehr groß ist, dann ergeben sich ganz natürlich unterschiedliche Bereiche. Zum Beispiel ein Teich oder größere Bäume unter denen man schön sitzen kann. Also damit sich ein eigenes Ökosystem von selbst entwickeln kann, braucht es denke ich eine gewisse Größe.
Ich stelle hier außerdem fest, dass einige nicht ökologische Pflanzen sich ausbreiten, weil wir eben keinen Urzustand mehr haben. Dazu gehören zum Beispiel Pflanzen der Nachbarn oder eingeführte Pflanzen wie der japanische Staudenknöterich.
Soweit ich mich erinnere findet man in dem NABU Garten nur beim Punkt 6 Buchs.
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bonifatius
Wer auf Chemie im Garten verzichtet, hat damit schon einen Anfang gemacht. Ich versuche heimische Pflanzen in meinem Garten als Rosenbegleiter anzusiedeln, Malve, Mohn, wilde Nelkenarten und Glockenblumen, Ackerrittersporn, Eisenhut und Mutterkraut, und vieles was Hummeln und Bienen gerne mögen. Alles was sich selbst aussät darf zuerst mal wachsen wenn es nicht stört. Naturnah soll mein Garten werden,
Boni
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dannu
Ich habe sehr viele Kräuter und die werden von den Insekten geliebt, wenn man sie denn dann blühen lässt. Salbei, Lauchartige, Rauke, Basilikum und sogar blühender Kohlrabi ist komplett belagert.
Dazu ein wenig Unaufgeräumtheit, eine Ecke mit Totholz, ein Steinhaufen ist erst in diesem Sommer entstanden, mal sehen ob er angenommen wird.
Und immer die Augen aufhalten - Beim aufräumen im Herbst habe ich in einem alten Holzkübel der trocken unter einem Balkonvorsprung steht irgendwelche Erdbienen oder ähnliche Tiere entdeckt - der durfte jetzt erst mal da bleiben.
Jetzt habe ich noch Nistkästen und Insektenhotels aufgehangen, auch bei denen wird jetzt beobachtet was angenommen wird, ansonsten tausche ich wieder aus.
In den Balkonkästen habe ich Schneeheide gesetzt, also die wirklich blühende, die meiste Heide ist ja inzwischen die die gar nicht aufblüht damit sie länger schön bleibt.
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shogun
Ja, die Schneeheide ist ein Magnet für Bienen an den ersten Frühlingstagen, wo sie so sonst noch kaum was finden und damit eine ideale Naturgartenpflanze.
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Bärle
Liebe Dornröschen,
für den Gemüsegarten habe ich einen Tipp:
Mischkultur im Hobbygarten von Schwester Christa Weinreich
Das Büchlein ist klein, kompakt und günstig. Es wurde hier im Forum schon besprochen. Ich habe meinen Gemüsegarten danach organisiert und bin mit dem Ergebnis - kaum Schädlinge - zufrieden. Es gibt zwar dickere Bücher über Biogärtnern, aber das "Kleine" ist so kompakt, dass es bei den Sämerein und den Saatlisten in der Samenkiste liegt, damit es sofort griffbereit ist.
LG Bärle
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ev..
wenn ich mir nicht merken kann, wer mit wem mag oder nicht mag,
druck ich mir lieber fuer umme eine Seite aus
zB die
sorry, Gartenbuecher sind wie Kochbuecher oder Buecher zu Ernaehrungsstrategien
viel Blabla, viele bunte Bildchen aber kaum wirklich nutzbare Info
fuer jemand, der sich schon eine Weile mit dem Thema beschaeftigt
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ev..
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shogun
Das Buch, das ich wirklich schon sehr oft in Händen hatte ist Gartenratgeber und Kochbuch gleichzeitig und vor allem die Gartentipps sind wirklich gut und sehr übersichtlich. Vor allem Mischkultur und gute/schlechte Nachbarn sind gut beschrieben. Und auch heute noch, nach vielen Gartenjahren schau ich immer wieder mal rein.
Im Rezeptteil sind vor allem Rezepte mit den etwas unüblicheren Gemüsen interessant und er enthält Ideen, auf die man erst mal kommen muss. Heute finde ich zwar alles an Rezepten im Netz - als ich das Buch kaufte, war das allerdings noch ganz anders.
Es heißt 'Gartenfrische Küche' von Dr.Oetker und Wolf. Es ist zwar nicht mehr auf dem Markt, aber antiquarisch jederzeit erhältlich.
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Gast13609
Hallo Dornröschen,
Naturbelassener Garten und Nutzgarten/Ziergarten ist kein Widerspruch an sich.
In jedem Garten, auch in kleinen Gärten, gibt es Ecken die man „unaufgeräumt" lassen kann.
Dort kann man, es wurde bereits erwähnt, Totholzhaufen, Steinhaufen und Unkräuter mehr oder weniger sich selbst überlassen.
Insektenhotels und Nistmöglichkeiten für unsere Vögel gehören ebenso dazu wie Feuchtbiotope. Das alles geht in einem ausgewogenen Verhältnis gut zusammen.
Nur wenn etwas Überhand nimmt, sollte man behutsam eingreifen.
Einem Naturgarten liegt der FFH (Fauna, Flora, Habitat) Gedanke zu Grunde, will heißen heimischen Lebewesen und Pflanzen einen Lebensraum bieten. Dazu gehört selbstverständlich auch der Mensch mit seinen Bedürfnissen, aber eben auf Augenhöhe.
Man muss mit der Natur arbeiten und nicht versuchen sie zu unterwerfen, das gelingt niemals.
Außerdem sollte man das was gemeinhin als „Ordnung“ empfunden wird schleunigst vergessen.
Auf meinem Grundstück, 1800m², sind zahlreiche Vögel und anderes Getier zuhause.
Igel ziehen jedes Jahr ihre Jungen groß. Im letzten Jahr ist es mir gelungen Mauersegler anzusiedeln.
Natürlich wird es immer wieder Rückschläge geben, aber man wächst an seinen Aufgaben.
Hier höre ich mal auf, sonst wird es noch ein Roman.
Wenn Du Lust hast, mache einfach mal einen Spaziergang durch meinen „Vier-Gärten-Garten“
Grüße
Vom Florian
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shogun
Mit einem so großen Grundstück wie deinem, Florian lässt sich da natürlich viel mehr verwirklichen als in einem kleinen Garten, wo man den Platz einteilen muss. Da reicht´s halt dann oft nicht mehr für Steinhügel und Totholzhaufen.
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Gast13609
Platz ist in der kleinsten Hütte, shogun.
Natürlich muss man sich nach den örtlichen Verhältnissen richten und kann auch nicht alles gleichzeitig machen.
Aber man kann sich etwas rauspicken, was gerade hier machbar ist. Ein kleines Sumpfbeet vonca.1m² Fläche ist schon ein Anfang.
Ich schicke ein paar Bilder von diesem Jahr hinterher:
Am Mauerseglerkasten unter dem Balkondach
Der Holzstoß sollte nur eine kleine "Mauer" an unserer Grillecke sein.
Die Igel hat es nicht gestört.
Grüße
vom Florian
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ev..
ich les 'naturbelassen'
in der Natur gibt es keine aufgestapelten Altholzhaufen, bestenfalls einen umgefallenen Baum
in der Natur gibt es auch keine aufgestapelten Steinhaufen
heutzutage wuchert dem Menschen sein Dank allerlei Zeug wo's nicht hingehoert
und wo es ohne den Menschen nie und nimmer hingekommen waere
und so mancher Fremdling ueberwuchert schamlos die Einheimischen
wie war das gleich mit naturbelassen?
oder ist es dafuer nicht sowieso viel zu spaet?
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shogun
Na ja, so ein Totholzhaufen ist zwar vielleicht nicht naturbelassen, aber der Natur nachempfunden, da es diese Räume, wo ein Baum mal so in sich zusammenfällt leider höchstens in Naturschutzgebieten gibt.
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Gast13609
Genau so ist es, shogun.
In meiner Nähe ist ein Gebiet als FFH ausgewiesen. Mittlerweile sind dort etliche Bäume zusammengebrochen und zerfallen im natürlichen Prozess zu Totholzhaufen.
An Felsabrüchen kommt es immer wieder zu Steinschlag der am Fuß des Abhangs Steinhaufen bildet.
Man muß nur mit offenen Augen durch die Natur gehen.
Totholzhaufen im Garten werden auch nicht ordentlich aufgestapelt, sondern eher "unordentlich" übereinander gelegt, denn auf die Zwischeräume kommt es an.
Grüße
vom FlorianGeändert von Gast13609 (02.12.2014 um 17:41 Uhr)
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ev..
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ev..
flache Ansammlung = Haufen?
ich bin schon wieder unglaeubig,
es erheitert mich, dass gerade im ultra-dicht besiedelten und betonierten Deutschland
nicht nur Naturschutz so gross geschrieben wird
sondern auch gern ueber den Naturschutz hier hergezogen wird,
keiner meiner Nachban hat nicht stapelweise umgefallene Baeume im Garten liegen,
grosse Flaechen liegen brach, seit vielen Jahren wenn nicht Generationen unberuehrt,
'Stadtpark' heisst hunderte Hektar weitgehend unberuehrte Natur, durch die Wanderwege fuehren
das seh ich als echten 'Naturgarten'
wobei sich mir dann immer noch die Frage der Neophyten stellt,
ganz besonders natuerlich die der invasiven Einwanderer
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Bärle
Hallo Ev.
wer wie ich zu ersten Mal Gemüse pflanzt, muss sich halt an ein Schema halten und in diesem Büchlein sind Beetbepflanzungsvorschläge für 1,20 m Breite - genau wie meine Hochbeete - enthalten und zwar was man wann im Jahreslauf hintereinander pflanzt (Beet immer bedeckt incl. Gründünung). Teilweise sogar Pläne über mehrere Jahre. Das hat mir sehr geholfen. Eine Tabelle wie die in deinem Link ist natürlich auch drin, auch für Obst- und Beerensträucher die passende Unterpflanzung, für mich als Gartenneuling einfach hilfreich. Dieses Buch hat relativ wenig Bilder, aber viele Tabellen, Pflanzschemata usw.. Und es ist ein Büchlein. Kleiner als A5 und keinen Zentimeter dick. Vielleicht brauch ich es in 10 Jahren auch nicht mehr. Aber ich hab nach den Vorschlägen, die man auch modifizieren kann Pflanzpläne selbst geschrieben und bin gut damit gefahren.
LG Bärle
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shogun
Da hast schon recht Bärle - wenn man neu anfängt, ist etwas zum Nachlesen auf alle Fälle hilfreich und irgendwann braucht man das nicht mehr.
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