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regi
Das leidige Thema Rasen
Hallo,
ich bin Regina, wohne im Ruhrgbiet und nenne seit 4 Jahren ein Häuschen mit für Ruhrgebietsverhältnisse ganz ordentlichem Garten mein eigen. Bin ohne Garten aufgewachsen und habe daher in den letzten 4 Jahren viel dazulernen müssen. Leider hat sich der Zustand unseres Rasens in den 4 Jahren dramatisch verschlechtert. Bisher hat mein Mann die Rasenpflege betrieben aber in diesem Jahr möchte ich es mal versuchen.
Das Problem sieht so aus:
Unser Grundstück liegt am Waldrand, Nordhanglage in einem Quellgebiet, damit meine ich, dass auf dem ganzen Hang kleine Rinnsale aus der Erde kommen und sich zu mehreren kleinen Bächlein vereinigen, die in die Kanalisation abgeführt werden. Der Boden ist lehmig und nass. Nach meinem biologischen Verständnis sind das schon denkbar ungünstige Verhältnisse für Rasen. Unserer Vorbesitzer haben daher auch schon Drainagen unter dem Rasen verlegt. Wenn es im Sommer mal längere Zeit trocken ist, sieht man deren Lage durch die braunen Streifen auf dem Rasen. Da die letzten Sommer aber eher nass waren, haben sich auf unserem Rasen Blaualgen breit gemacht. Mein Mann hat vertikutiert, mit Unkraut-ex gedüngt und nicht mehr so kurz gemäht. Die Blaualgen sind weniger geworden aber wenn ich jetzt auf den Acker schaue sehe ich nur noch Moos.
Vom Gefühl her würde ich nach dem Vertikutieren gar nicht düngen wollen, weil ich glaube, dass der Boden genug Nährstoffe enthält. Ich glaube auch, dass wie im Letzten Jahr nach dem Vertikutieren nicht mehr viel Grünes übrig sein wird. Ich muss keinen englischen Raen haben aber so ein gelber Moosschwamm mit schwarzen Flecken ist wirklich nicht schön. Was kann ich gegen das Moos tun und wie kann ich das Rasenwachstum fördern? Neben dem Rasen habe ich riesige alte wunderschöne Rhododendronhecken , da möchte ich auch nicht allzu großzügig mit Dingen wie Kalk umgehen.
Bitte, bitte gebt mir Tips.
Liebe Grüße
regi
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Es sieht mir bald so aus, als wären beim Einbau der Drainagen Fehler gemacht worden, denn sonst dürfte es nicht weiterhin so naß sein.
Neben dem richtigen Anordnen der Drainagen, unter Beachtung von Gefällen, Sickergruben. Kieseinbau etc. sind auch kleine Fehler häufig die Ursache für einen nicht funktionierende Entwässerung.
Sind die Drainagerohre beispielsweise nicht mit Vlies umwickelt, setzen sich die Rohre schnell zu...
Das könntet Ihr also zuerst mal überprüfen, bevor wir mit dem Vertikutieren weitermachen. Zusätzlich Düngekalk aufbringen und unbedingt sanden (gewaschener Rheinsand/Quarzsand) um das Wasserhaltevermögen herabzusetzen. Ggf etwas nachsäen.
Es ist übrigens normal, daß nach dem Vertikutieren "nicht mehr viel Grünes übrigbleibt". Das sieht aber nur so aus, weil die ganze aufgewühlte Erde das kurzgeschnittene Grün bedeckt und das ganze verfilzte Material, nebst Moos, aus der Fläche verschwunden ist.
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regi
Hallo Olli,
danke für die schnelle Antwort. Aufgrund der braunen, trockenen Streifen im Rasen - oberhalb der Drainagen nach längerer Trockenheit - glauben wir eigentlich, dass die Drainagen noch funktionieren. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass diese nicht mit Vlies umwickelt sind. Die Erneuerung der Drainagen traue ich mir auch nicht selbst zu und müßte einen Profi engagieren. Da würde ich dann auch eine größere Lösung anstreben, schließlich ist ja unser Keller, wie eignetlich alle Keller in der Nachbarschaft, auch nass.
Ich werde wohl nach der ersten Mähen vertikutieren, sanden, kalken und mit Reperatursamen nachsähen. Mal schauen wie der Erfolg sein wird. Ausserdem werde ich versuchen, den Rasen immer sehr lang stehen zu lassen und ja nicht kurz mähen. Wenn das immer noch nicht hilft würde ich 2010 die Drainagen mal ausbuddeln und anschauen wollen, wohlgemerkt wir sprechen hier über ca. 400qm drainierte Fläche.
viele Grüße
regi
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Da müßte man schon tiefer einblicken, ob die Drainagen fachgerecht eingebaut sind. Es ist ja nicht damit getan, ein paar Drainagerohre in die Erde zu buddeln.
Trotzdem viel Erfolg, vor allem beim Haus, da ist es ja wirklich wichtig!!!
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steinfelder
Das leidige Thema Rasen
Hallo regi!
Also von der Geländebeschreibung her glaube ich, würden viele sich solch einen Garten wünschen. Am Waldrand gelegen, leichtes Gefälle, Wasser quillt aus dem Boden. Wenn das mit dem Wasser das ganze Jahr so wäre, gäbe das ein niedliches kleines Bächlein im Rasen. Aber wie das ausschaut, kommt im Frühjahr und nassen Perioden zuviel und bei längerer Trockenheit zu wenig oder gar kein Wasser. Einfach schade. Ich fürchte, Ihr werdet oben eine Querdrainage in einem rel. tiefen Kiesbett verlegen müssen und dann das aufgefangene Wasser unterirdisch den Hang herunterführen müssen.
Der feuchte Keller dürfte davon kommen, daß bergseitig die Kellerwand nicht wasserdicht verputzt wurde und die Noppenbahn fehlt. Außerdem fehlt vermutlich die reichliche Kiesschüttung an der Kelleraußenwand sowie eine Drainage an der Kellersohle. Oder die Wassersperrmaßnahmen funktionieren nicht mehr, weil verstopft und zugesetzt. Ich fürchte, das sieht nach mächtig viel Arbeit aus. Trotzdem würde ich oben anfangen und das aus dem Untergrund kommende Wasser erst einmal abfangen und wegleiten. Vielleicht bessert sich ja dadurch Euer Problem. Aber wie gesagt, das Übel muß man an der Wurzel bekämpfen.
Christian
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regi
Vielen Dank
Hallo Christian, hallo Olli
ja die Lage und das Gelände unseres Grundstücks haben es uns angetan und ich will mich gar nicht beschweren. Es ist schön hier. Das Häuschen ist allerdings über 40 Jahre alt und die Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten der letzen 12 Jahre wurden durchweg von engagierten Laien durchgeführt. Da wurde schon so mancher Bock geschossen wie z.B. Holzterasse nicht in Kies sondern direkt in die Erde gelegt, so dass die Tragbalken wegrotten und sich die Bankirai-Latten nach und nach lösen oder z.B. Zwergbambus (Pleioblastud sp.) ohne Rhizomsperre einpflanzen. Aus diesem Grund kann ich mir vorstellen, dass die Drainagen nicht fachmännisch verlegt wurden. Ich traue mir aber auch nicht zu es selbst richtig zu machen. Eine tiefe Querdrainage im Kiesbett wurde uns schonmal in einem Nebensatz von einem Handwerker vorgeschlagen. Das klingt plausibel.
Vielen Dank
regi
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Ja, Kräuter waren auch schon mal an der Reihe, zudem Lavendel. Letzter ist zwar zum Teil nicht eingegangen, wurde dann aber zu buschig und holzig in den Kästen. Vielen Dank erst einmal für die...