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roswitha63
TineB. , sorry, das ist falsch rüber gekommen. Der Preis für die Untersuchung ist schon ok. Wenn die Spurenelemente auch so drauf stehen, um so besser. Ich habe nur bemerkt, das auf dem Formular die Spurenelemente extra berechnet werden, wenn man das ankreuzt.
Für Rasen soll man eine extra Probe machen und die einschicken.
Mir geht es um den Gemüsegarten, da werde ich von verschiedenen Stellen Erde entnehmen, die mischen und dann einschicken.
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TineB.
Zu den Ergebnissen
Ich hatte 3 Proben:
- eine Probe von meiner Gemüsefläche in meinem Wochenendgarten.
Das war mal eine Kuhwiese in über 500 m Höhelage.
Verwitterungsboden, kaum Bodenkrume, viele, viele Steine. Aber 35 Jahre harte Arbeit, viel Kompost und Mist haben einen guten Boden werden lassen.
- die zweite Probe (Gemüsefläche) und dritte Probe (Staudenrabatte) waren von meiner Tochter, völlig anderer Boden, nämlich furchtbarer Lehmboden.
Auch dort wurde ein Überdüngung festgestellt.
Das Grundstück ist sehr groß, insgesamt über 1.400 m². Seit der Wende war das Ödland, wobei ein kleiner Teil der Fläche in den letzten Jahren vom angrenzenden Bauern mit bestellt wurde.
Der Garten wird erst seit Herbst bewirtschaftet.
Auf der untersuchten Probe wurde das 2.Jahr Gemüse angebaut.
Die Staudenfläche ist noch mistiger. Ich habe den Verdacht, dass der Kelleraushub dort abgelagert wurde.
Viel Muttererde haben wir nicht aufgeschüttet. Das kann bei der großen Grundstücksfläche keiner bezahlen. Der Landkauf hat schon nicht wenig gekostet.
Beide Proben habe eine Überdüngung zu Tage gebracht und einen enorm hohen Anteil an Eisen.
Eines habe ich festgestellt: Lehmboden ist mistig, aber sehr fruchtbar.Geändert von TineB. (25.10.2014 um 13:07 Uhr)
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roswitha63
TineB. Danke für die Erklärung.
Bei uns hatte der Boden eine hohen Lehmanteil. Nachdem ich viele Jahre Kompost rein gebraucht habe, ist der nicht mehr ganz so lehmig und lässt sich gut bearbeiten. Auf den Blumenrabatten ist nicht so viel Kompost rein gekommen, das merkt man auch, dort ist der Lehmboden noch gut zu merken.
Ich werde in den nächsten Tagen die Proben fertig machen und abschicken. Ich bin auf das Ergebnis gespannt.
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*Sony*
Ich werde meine Bodenprobe im Frühjahr machen.Der Rasen hat ja jetzt Herbstdünger bekommen,am Hochbeet habe ich allerhand Kompostierzeug liegen und die Blumenbeete allein bringt jetzt auch nichts.
Wenn ich im Frühjahr dann die Ergebnisse habe,weiß ich gleich,was zu tun ist für das kommende Jahr.
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noe59
Hi,
ich bin mir nicht sicher ob man allen Anbietern von Bodenproben trauen kann. Gerade solche die auch Dünger vertreiben. Meine Probe hab ich bei D....r machen lassen. Phosphor ganz minimal über dem Idealwert . Alles andere unterversorgt. Bei Kali könnte ich es noch glauben. Unsere Diabas-Verwitterungsböden neigen zu Kalimangel.
Aber bei Stickstoff. Grad bei Pferdemist und Kompost spare ich überhaupt nicht.
Werde mal nächstes Jahr bei einen anderen Anbieter die Gegenprobe machen lassen.
VG
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Gast10153
Meine Ergebnisse sind auch da. Hab die Probe bei einer Land und Forstwirtschaftlichen Fachschule machen lassen. Die haben kein persönliches Interesse an den Ergebnissen der Untersuchung.
Die Ergebnisse: Alle untersuchten Nährstoffe waren weit über dem empfohlenen optimalen Wert. Die Werte sprengen sogar die Skala. Alle Werte waren um das 5 bis 10 fache über Optimum. Der Boden also total überversorgt. Lt. dem Ingenieur, der die Untersuchung durchführte, jedoch ein völlig "normales" und erwartetes Untersuchungsergebnis für langjährig genutzte private Anbauflächen in die viel Kompost und organisches Material eingearbeitet wird. Vor allem Phosphor und Kalium waren weit über den empfohlenen Werten.
Die Erklärung des Fachmannes: Kompost enthält von natur aus sehr viel Phosphor und Kalium. Lt. Aussage des Experten enthält ein Kubikmeter Kompost 2,5 bis 3 kg reinen Phosphor und etwa die Hälfte an Kalium. Bei Düngung mit Kompost ist es somit überhaupt nicht notwendig noch zusätzlich zu düngen. Auch zusätzliche Kalkgaben oder Gesteinsmehle sind nicht notwendig.
Der pH Wert meiner Probe lag bei 7.9, was in Anbetracht der hohen organischen Anteile im Boden erstmal verwunderlich war. Ich hatte eigentlich einen leicht sauren Boden (6- 6,5) erwartet. Ursache hierfür war, dass ich seit Jahren Magnesiumkalk dem Kompost zugebe. Auch das ist laut dem Experten von der Fachschule überhaupt nicht notwendig (sieh an, da wird von Fachleuten oft anderes empfohlen um Geruchsbildung im Kompost etc. vorzubeugen)
Die Empfehlung des Fachmannes für meinen Boden: Den Boden die nächsten Jahre keinesfalls zusätzlich düngen. Zur Vorbeugung eines Humusabbaus kann weiterhin mit organischem Material gemulcht werden aber weder Kompost und noch weniger zusätzliche Dünger sind notwendig und sollten nicht angewandt werden. Der pH Wert des Bodens ist etwas hoch aber noch in einem akzeptablen Bereich für die meisten Pflanzen, sollte jedoch langfristig etwas abgesenkt werden. Kalkgaben sollten nicht mehr gegeben werden und der pH Wert kann durch Hackgutmulch langfristig wieder unter 7 gehen.
Für mich war das Ergebnis wirklich etwas überraschend. Aber jetzt weiß ich erstmals woran ich bin und das ich mir den Aufwand mit Rinderdung, Pferdedung und gekauftem Kalk ruhigen Gewissens sparen kann. Das Mulchmaterial ist mehr als ausreichend um den jährlichen Verbrauch zu ersetzen. Falls gedüngt wird reichen lt. Experte 3l Kompost je m² völlig aus.
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MamaJanchen
Mensch ich glaub ich sollte sowas auch mal machen lassen.
Ist ja spannend, dass bei euch immer eher zu viel von allem ist. Wo doch oft gesagt wird, dass ist ein starkzehrer und da musst du mit dem und dem düngen. Vielleicht wächst auch so manche Pflanze nicht, weil sie überversorgt wird?
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Gast10153
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MamaJanchen
So viel mach ich gar nicht. Nur das Kartoffelbeet bekommt Pferdemist und die anderen Beete nur Kompost. Natürlich säe ich Gründüngung, welche ich aber eher als Unkrautunterdrücker sehe. Ansonsten dünge ich nur die Kübelpflanzen mit gekauften Dünger.
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*Sony*
Stone,
jedenfalls ein sehr Interessantes Ergebnis und dank der Beiträge hier werden sich jetzt sicher viele hier mit dem Düngen zurückhalten.
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Trüffel
Ja, auch interessant, dass jemand, der nicht wahllos sein Beet bestellt und über viel Fachwissen verfügt derart daneben liegen kann. Ist irgendwie wie Lotterie spielen.
Da Kompost nicht gleich Kompost ist, liegen die Werte mitunter weit ausienander. Ich meine gelesen zu haben, dass Wurmkompst/Wurmhumus weitaus mehr Kalzium hat als anderer Kompost.
Meine Proben habe ich eben eingetütet und das Päckchen geht morgen auf Reise mit DHL.
Bin sowas von gespannt!
Viele Grüße
Petra
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Trüffel
Bei mir sind gestern auch die Ergebnisse eingetrudelt, die gaaanz anders aussehen.
Drei Beete hatte ich beprobt:
Gemüsebeet1 - es wächst mittelmäßig würde ich sagen, wurde stets mit etwas Kompost versorgt
Erdbeerbeet - stark verdichtet, Gelbsenf wurde nur 10 cm hoch, vermutlich nie Kompost
Blumenbeet - ähnlich wie Erdbeerbeet, überlege dort Tomaten anzubauen, vermutlich nie Kompost
Die Ergebnisse zeigten starke Unterversorgung von Kalium, 20-30 %.
Phosphor liegt bei Erdbeeren und Blumen/Tomaten bei 40-50 %, beim Gemüsebeet bei 130%.
Magnesium bei allen drei Beeten 80-100%
Weitere Werte der drei Beete:
Bor 20-40 %
Kupfer 70 %
Der absolute Knaller waren
Mangan 170-190 %
Eisen 320-500 %
Zink 260-450 %
pH-Werte
Erdbeeren 5,5
Gemüsebeet 6,7
Blumen/Tomaten 5,7
Humusgehalt
Erdbeeren 3,5%
Blumen/Tomaten 4%
Gesamtstickstoff (als mittel bewertet)
Erdbeeren 177
Blumen/Tomaten 183
C/N Verhältnis (als optimal bewertet)
Erdbeeren 12:1
Blumen/Tomaten 13:1
Schließlich hatte ich noch auf Giftstoffe prüfen lassen, da es sich bei dem Gelände um eine ehemalige Ziegelfirma handelt.
War aber alles absolut im grünen Bereich.
Jetzt heisst es erstmal sacken lassen und dann in Ruhe gucken, wie ich das einigermassen in den Griff kriege...
Viele Grüße
Petra
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